Kommunikation Büro Henkel

Die Kommunikation der Berliner Bäderbetriebe mit Kunden und dem Büro des zuständigen Senators


Das von mir verfasste Fazit Management Ole Bested Hensing (im Blogarchiv) wurde am 20.05.2015 an die BBB gesendet. Antwort erhielt ich nicht. Wie in einem Beitrag beschrieben, benutzten die BBB einen kleinen Teil meines Fazits zur Veröffentlichung ohne Genehmigung und Nennung der Quelle.

Aus dem Büro Henkel ebenfalls keine Reaktion.

Anfang Juli sendete ich es noch einmal. Man teilte mir mit, dass man dies den BBB erst übersendet hätte und ich auf Antwort warten soll. Ich wies darauf hin, dass die BBB das Fazit Zeitgleich erhalten hatten im Mai.



Die Antwort aus dem Büro Henkel erfolgte dann am 11. 08.2015.

Die Frage bezüglich des vertraulichen Wortes wurde am 02.10.2015 nach mehreren Erinnerungen beantwortet. Der Übersender möchte nicht namentlich genannt werden. Ich respektiere das, wenn auch nur widerwillig. Der Übersender ist Mitarbeiter des Senators für Sport und begann seine Antwort an mich mit den Worten „Herr Henkel hat Ihr Schreiben gelesen“. 

 

Das halte ich für eine Behauptung, was in meinem Termin mit Herrn Henkel deutlich wurde. Dieser wusste überhaupt nicht, welches Thema zur Sprache kommen würde...

Meine Reaktion auf die Antwort der BBB


Die wichtigste Frage vorweg:

Ist Ihre Antwort vertraulich zu behandeln ...?

Dies bleibt die einzige Frage, die ich Sie bitte zu beantworten.



Bedauerlicherweise hat die Aussage der Bäderbetriebe bezüglich geöffneter Hallenbäder keinen Bezug zu meinem Fazit.

Schwimmer im Südwesten betrifft Tempelhof, Schöneberg, Steglitz, Zehlendorf, Neukölln, Kreuzberg. Wilmersdorf mit einbezogen. Charlottenburg außen vor, war aber auch geschlossen.

Es gab im Juni 25 geöffnete Hallenbäder?

Ich erspare mir und Ihnen die Frage, welche das gewesen sein sollen. Die Antwort der BBB könnte ich Ihnen vorsingen, was Hörschäden zur Folge hätte...


… Juli und August diesen Jahres?


Insgesamt:.

Helene Weigel Platz – geschlossen

Stadtbad Wilmersdorf I -geschlossen

Charlottenburg Alte Halle Warmbad - geschlossen

Charlottenburg Neue Halle - geschlossen

Stadtbad Tempelhof - geschlossen

Schwimmhalle Hüttenweg - geschlossen

Stadtbad Märkisches Viertel - geschlossen

Kleine Schwimmhalle Wuhlheide – Warmbad geschlossen

SSE - geschlossen

Schwimmhalle Kaulsdorf - geschlossen

Paracelsus Bad - geschlossen

Kombibad Spandau Halle - geschlossen

Kombibad Mariendorf Halle - geschlossen

Kombibad Gropius - geschlossen

Kombibad Seestraße Halle - geschlossen

Stadtbad Spandau Nord - geschlossen

Schwimmhalle Buch - geschlossen

Schwimmhalle Finckensteinallee - geschlossen

Schwimmhalle Sewanstraße - geschlossen

Schwimmhalle Fischerinsel - geschlossen

Schwimmhalle Zingster Straße -geschlossen

Schwimmhalle Baumschulenweg - geschlossen

Schwimmhalle Allendeviertel - geschlossen

Stadtbad Tiergarten-geöffnet, teilweise geschlossen

Schwimmhalle Anton Saefkow Platz- in der Woche geöffnet

Schwimmhalle Ernst Thälmann Park- geöffnet

Stadtbad Lankwitz Warmbad -geöffnet

Stadtbad Schöneberg (Hans Rosenthal) Warmbad

Wellenbad Kreuzberg Warmbad -geöffnet

Stadtbad Neukölln Warmbad -geöffnet

Schwimmhalle Holzmarkstraße nur Frühschwimmen - geschlossen

Schwimmhalle Sachsendamm nur Frühschwimmen - geschlossen

Stadtbad Wilmersdorf II nur Frühschwimmen - geschlossen


11 vorhandene Hallenbäder im Südwesten, inklusive Wilmersdorf und

Charlottenburg.

Sechs davon 30 und mehr Grad warm, indiskutabel für Schwimmer (im Fazit dargestellt)


Beispiel Tempelhof: Kombibad Mariendorf/ Halle= geschlossen seit Ostern mit wenigen Ausnahmen. Alle Öffnungstage kann ich benennen.

Laut Homepage Anfang Juni geschlossen, am 02. Juni war ich dort schwimmen. Oder: laut Homepage geöffnet vom 25. bis 29. Mai. Falsch, es war geschlossen.


Stadtbad Tempelhof: geringe Stundenzahl öffentliche Nutzung nur Montag, Mittwoch, Freitag seit 11. Juli geschlossen

Schöneberg: Hans Rosenthal Bad: 30 Grad

Steglitz: Stadtbad Lankwitz: 30 Grad

Steglitz: Schwimmhalle Finckensteinallee geschlossen seit 18. Mai

Kreuzberg: Wellenbad Spreewaldplatz 30 Grad

Stadtbad Neukölln: 30 Grad.

Stadtbad Charlottenburg, Alte Halle, 30 Grad

Stadtbad Charlottenburg, Neue Halle: geschlossen seit Mai

Stadtbad Wilmersdorf I: geschlossen seit 23. Mai.

Zehlendorf: Schwimmhalle Hüttenweg, geringe Stundenzahl öffentliche Nutzung, geschlossen seit Juli.


Sie sehen an der Markierung die Verteilung der Warmbäder in der Stadt. Fünf von sechs Warmbädern in der Stadt sind im Südwesten.

Die Frage einer solchen Ballung im Westen, insbesondere Südwesten wird nicht beantwortet.

Die Frage, welche wirtschaftliche Logik hinter einer Offenhaltung von Warmbädern bei Sommertemperaturen steckt, ebenfalls nicht.

Die Temperaturschwankung Mai, Juni, Juli dieses Jahr (exemplarisch) ist ja bekannt. An kalten 13 Grad Regentagen kein Hallenbad für Schwimmer im Südwesten geöffnet seit Mai.

Um es nochmals deutlich zu machen: es geht um kühle Tage (siehe Deutscher Wetterdienst 2015) im Frühjahr, Sommer


Seit Juli sind es drei Hallenbäder (unter 30 Grad Wassertemperatur) in der Woche, an Wochenenden zwei in der gesamten Stadt. Eines davon auch noch teilweise geschlossen an kühlen Tagen.

*Info Nachtrag, diese Antwort Büro Henkel kam erst nach 6 Wochen: Im August waren es dann zwei auch in der Woche.

Was nützt ein offenes Freibad bei 12 Grad und weniger?

An 38 Grad Sommerhitzetagen bleiben hingegen vier Warmbäder, alle im Südwesten, offen.


Die von Ihnen, respektive den BBB genannten „Öffentlichen Kurse“ finden in den für die Öffentlichkeit geschlossenen Bädern statt?

Fragen Sie im Kombibad Ankogelweg, Kombibad Seestraße, Kombibad Spandau, Stadtbad Wilmersdorf I und vielen weiteren nach, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen. „Derzeit nur Kurs und Vereinsnutzung“- steht auf der Homepage gern mal. Fragen Sie hierzu dann die Vereine, diese pausieren nämlich und haben keinen Zugang.


Mein Fazit resultiert aus der Tatsache, dass Premiumkarteninhabern (Jahreskarte) versprochen wurde: „schwimmen so oft sie wollen“ und die Zusicherung, dass mehr Hallenbäder geöffnet sein werden.

Das stellt sich als Unwahrheit heraus.


Die Frage bezüglich einer Sanierung trotz des vorher bekannten Personalmangels wird nicht beantwortet. Etwa 13 Millionen für die Finckensteinallee- nach nur neun Monaten für mindestens drei Monate geschlossen, ist ein weiteres Beispiel für Unwahrheiten „für die Öffentlichkeit nutzbar“


Die Besucherzahlen des ersten Halbjahres sind Ihnen bekannt. Kein Wunder, bei dieser Öffnungspolitik


Neue Fragen gesellen sich dazu: warum entlässt man Leiharbeiter trotz massivem Personalmangels?

Was wurde aus dem neu geschaffene Posten des Bädermanagers?

Welche Art neue Position in der Verwaltung wird geschaffen?


Warum stehen Besucher von Freibädern vor geschlossenen Türen „bei diesem schönen Wetter öffnen wir ab 9 Uhr“ , so die Homepage der BBB und das Badpersonal erfährt das von Anrufern und Besuchern vor der Tür?

Ich lade Herrn Henkel gern ins Sommerbad Mariendorf ein, um vor Ort zu sehen, wie es dort zugeht. Zuwenig Mitarbeiter um das Wasser von Laub zu befreien- ein versehentlich beim atmen in den Mund gelangtes Blatt ist Lebensgefährlich.

Ich lade Herrn Henkel auch gern in das Stadtbad Tiergarten ein um zu sehen, wie es dort aussieht.

Eintritt, Verzehr etc. übernehme ich gern.


Warum halten die BBB an einem „Sicherheitskonzept“ fest, welches jedes Jahr scheitert?


Sie brauchen diese Fragen nicht durch die BBB beantworten lassen. Auch diese Antworten könnte ich „singen“...


Die Misere der BBB ist mir klar. Politik ist gefragt. Ich weiß allerdings auch, dass Senator Henkel sich mit den Fehlentscheidungen der vergangenen Politik herumschlagen muss.


Dennoch, der „größte Bäderbetrieb Europas“ hat eine Kommunikationspolitik, die vor 20 Jahren schon überholt war: beschönigen, verdrehen und „Maulkorb“ für Mitarbeiter.

Ich finde es einfach traurig, dass ein von mir geschätztes Unternehmen seinen schlechten Ruf nur noch weiter ruiniert.


Eine Öffnungspolitik, die jeder wirtschaftlichen Logik widerspricht, ebenso einen Verwaltungsapparat dessen Kosten immer weiter steigen ohne dass es dem Berliner Schwimmer nutzt- im Gegenteil.

...

Das Bäderkonzept (so wie Geschäftsberichte, Pressemitteilungen etc.) ist mir bekannt, vielen Dank dennoch für die Übersendung.


Um es deutlich zu machen: als Schwimmerin würde ich mich sehr freuen über ein Bäderparadies  zum Beispiel in Mariendorf oder Pankow mit einem 50 Meter Sportbecken, abgetrennten Bahnen und genügend Aufsichtspersonal, welches die Nutzung kontrolliert.

Die Realität wird anders aussehen: ein „Sportbereich“ welcher Preisgünstiger (5€) in der Nutzung sein wird als das gesamte Badeparadies (9€) mit einem 25 Meter (Außen) Becken in dem jeder planschen und baden darf- man hat ja für alles bezahlt.

Kein Mitarbeiter wird das verhindern können.


Dieses Konzept war vor 15 Jahren schon als neu und innovativ gepriesen und Beispiele aus der gesamten Republik mit Besucherrückgang und den dortigen Einnahmendefiziten liegen Ihnen sicher vor.

Die Standortfrage Mariendorf: Sommerbad Rixdorf oder Kombibad Mariendorf wird ja noch diskutiert. Ich frage mich allerdings, was man diskutieren muss. Wenn man tausende Besucher erwartet, will man diese mit Bussen zum Ankogelweg fahren lassen während die Endstation der

U Bahn Linie 6 nur 8 Minuten entfernt ist vom heutigen Sommerbad Rixdorf?


Ich schließe hier, auch wenn es noch viel mehr zu sagen gäbe.

Um Ihnen nicht noch mehr Mühe zu machen, verzichte ich auf Antworten der BBB, da diese doch nur wieder beschönigen.


 

Die Freude am schwimmen bleibt unabhängig von den Zu- und Umständen in den Bädern der Berliner Bäderbetriebe. 

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