Monatsbeiträge Oktober 2015

Stille Schließungen


1041 Bäder geschlossen und von Schließung bedroht


Jede Woche immer mehr Bäder außerplanmäßig geschlossen


Bau der Bäderparadiese problematisch


Sanierungen und Summen

24.10.2015

Berliner Bäderbetriebe brauchen Wasserfläche für Schüler,


die vorher im jetzt geschlossenen Baerwaldbad waren.


Das ist die Chance für das Stadtbad Tempelhof.

Gut möglich, dass die BBB dort mehr investieren müssen, als scheinbar gewollt.


Würde das Bad geschlossen bleiben, bliebe nur das Wellenbad Spreewaldplatz, Sternebad und „Speerspitze“ des Portfolio.


Eine Wiedereröffnung Tempelhof bringt allerdings der Öffentlichkeit nichts. Nur die bereits erwähnten 3 Stunden und 45 Minuten an zwei Tagen früh morgens.


 

Für die Schüler wäre der Weg näher zum Spreewaldplatz. Aber das interessiert die BBB nicht, es würde ja bedeuten, dass ein Prestigeobjekt eingeschränkt würde.


23.10.2015

 

 

Der Bau der Bäderparadiese in Berlin- problematisch

 

 

Was sagte Frank Henkel, der zuständige Senator? 2018.

Der Artikel in den Potsdamer Nachrichten klingt da völlig anders.

 

Der Artikel von Ulrich Zawatka Gerlach beschreibt exakt das, was ich seit dem Start meines Blogs, der ja mittlerweile eine Homepage ist, schreibe.

 

Ein Plan in Berlin heißt noch lange nicht, dass dieser Plan umsetzbar ist.

Grundstücksprobleme werden genannt- genau das, was ich schrieb. Verkehrsanbindungen- „will man Besucher mit Bussen in das Wohngebiet karren“ schrieb ich zum Standort Mariendorf.

 

Die Finanzierung gilt als gesichert. Dazu schrieb ich bereits, dass es schon in der Vergangenheit Projekte der Berliner Bäderbetriebe gab, die finanziell als abgesichert galten. Diese wurden aber versemmelt, Beispiel: Außenbecken Stadtbad Tiergarten.

 

Gedachte Bäderparadiese sind noch lange nicht geplant, gebaut und eröffnet.

Und in der Zwischenzeit werden Bäder auf Grund gefahren und geschlossen, an Vereine abgegeben.

 

Zum Artikel klick 

 22.10.2015


Sanierungen und Summen


Voraussichtliche Investitionen der Berliner Bäderbetriebe


Wenn keine geplante und durchgeführte Sanierung oder Reparatur teurer wird oder unvorhergesehene Schäden während der Sanierung/ Reparatur entdeckt wird oder ein Prestigeträchtigeres Objekt „plötzlich“ Mängel aufweist, die dessen Betrieb gefährdet, werden folgende Summen investiert:


Thomas Mann Straße 3,05 Millionen Euro

Sanierung

Wiedereröffnung 2017- wie viele Termine gab es bisher?


Wellenbad Spreewaldplatz 4,5 Millionen Euro

Energetische Sanierung 2016/2017

Laut Matthias Oloew, Unternehmenssprecher, sind für dieses Bad 12 Millionen Euro nötig.

Was haben die „technischen Probleme“, die repariert wurden, bisher gekostet seit 2014 140.000 Euro investiert wurde, u.a. in ein Blockheizkraftwerk?


SSE 300 Tausend Euro


Erneuerung Verschattungsanlage Wettkampfarena


Paracelsus Bad 2,5 Millionen Euro

Energetische und Denkmalgerechte Sanierung. Ohne Zeitangabe



Stadtbad Tiergarten 4,5 Millionen Euro

Energetische Sanierung, Lüftungsanlagen, Anschlusserneuerung an Decken und am Beckenrand, Beginn 2017


Stadtbad Neukölln 300 Tausend Euro

Sanierung Fenster und Zwischendecke. Keine Zeitangabe


Schwimmhalle Hüttenweg 250 Tausend Euro

Erneuerung Filteranlagen, 2016


Weitere 2,6 Millionen Euro sind vorhanden und werden 2018 in diversen Bädern für FassadenerneuerungLED Beleuchtung und Lüftungsanlagen eingesetzt.


21.10.2015


1041 Bäder sind geschlossen worden in Deutschland oder von Schließung akut bedroht

DLRG schlägt Alarm


In einem hochinteressanten Artikel von Achim Wiese, DLRG Bad Nenndorf, fasst der Autor zusammen und appelliert an die Kommunen.



Auch wenn Berliner Bäder nicht in der Tabelle aufgeführt sind, sieht es in unserer Stadt nicht besser aus.

Stammgäste wissen um die maroden Zustände der Bäder, die sie besuchen. In einem anderen Beitrag schrieb ich, dass wir uns kaum eine Vorstellung davon machen können, wie es „dahinter“, also in den Anlagen aussieht.


Sichtbarer wird es immer dann, wenn Bäder außerplanmäßig geschlossen sind aufgrund sogenannter „technischer Probleme“. Kaputte Lüftungen, wie derzeit in der Schwimmhalle Kaulsdorf, die seit einiger Zeit für die Öffentlichkeit nicht mehr zugängig ist. Als Kundin habe ich kein Vertrauen mehr in Öffnungszeiten, insbesondere dann nicht, wenn nicht einmal eine „voraussichtliche“ Wiedereröffnung publik gemacht wird. Allerdings beruhigen mich die sogenannten „voraussichtlichen“ Wiedereröffnungen, die während solcher Schließungen publiziert werden auch nicht. Zu oft wurden und werden diese verschoben, zu oft hieß es am Ende schon, dass Bäder komplett geschlossen blieben.

An Termine, zu denen ein Bad saniert und wieder geöffnet werden sollen, glaubt wohl kein Berliner mehr.

Alle Sanierungen wurden nicht planmäßig abgeschlossen. Weder finanziell noch terminlich. Und das liegt sicher nicht an Architekten, Baufirmen etc. sondern an einer völlig inkompetent wirkenden Planung.

Wie kann es zum Beispiel sein, dass ein Stadtbad Schöneberg Grundsaniert wurde und niemand merkt bei Bauabnahme, dass „zu dünne“ Schichten aufgetragen wurden, um das Wasser abzuhalten? Wer ist dafür verantwortlich gewesen? Die ausführende Firma war „praktischerweise“ bei Feststellung insolvent, also wurde aus Steuermitteln der Schaden behoben. Behoben? Warum ist dann alle Nase lang das Sole- oder/ und das Außenbecken gesperrt?


Die Berliner Abendschau meldete am vergangenen Wochenende „das Wellenbad Spreewaldplatz eröffnet nach erfolgter Wartung wieder am 17.10.

Quatsch. Erst hiess es „Probleme mit Badewasseraufbereitung“ dann „Frischwasserzuleitung“ und letztlich „technische Probleme“. Das war keine Wartung, sondern dem Umstand geschuldet, dass „man nur hoffte, dass alles gut geht“ wie Matthias Oloew, der Unternehmenssprecher im Bezug auch auf genau dieses Bad in der Presse äußerte.

Wer Tröpfchenweise investiert, muss damit rechnen und nimmt billigend in Kauf, dass an einem anderen Teil der Anlage das nächste Teil defekt ist.


Es geht nie gut! Seit Jahren nicht.


Die Schwimmhalle Baumschulenweg, letzten Sonntag Schwimmhalle Hüttenweg, das nicht mehr in BBB Verwaltung befindliche Baerwaldbad- das übrigens unter deren Verwaltung auf Grund gefahren wurde, um es dann zu schließen. Oder das Stadtbad Tempelhof, dass laut Mitteilung der BBB an die BVV Tempelhof Schöneberg am 16.11. wieder öffnet und so weiter.


Bei den Berliner Bäderbetrieben herrscht zusätzlich der oft erwähnte massive Personalmangel.

Derzeit am häufigsten und immer wieder betroffen von kompletten Schließungen und sehr eingeschränkten Öffnungszeiten: Schwimmhallen Spandau Nord, Stadtbad Charlottenburg/ Alte und Neue Halle, Sternebad Stadtbad Neukölln/ beide Hallen,Kombibad Seestraße, Anton Saefkow Platz, Baumschulenweg.

Momentan am schwersten betroffen Schwimmhalle Buch. Dort scheinen derart viele Mitarbeiter zu fehlen, dass gerade in den Ferien das Bad an vielen Tagen komplett und an fast allen anderen Tagen den halben Tag schließen muß.

Dort scheint aber keine „Stille Schließung“ zu befürchten.

Als Kundin frage ich mich, warum man nicht die Mitarbeiter einsetzt, die derzeit z.B. im Stadtbad Tiergarten, das ausgerechnet in den Ferien gewartet werden muss -mit der BBB eigenen Begründung, dass dann zumindest kein Schulschwimmen ausfällt. Da sag ich : ach nee. Seit wann interessiert Schulschwimmen die Berliner Bäderbetriebe so sehr? Stichwort Finanzmittel abgezogen vom Schul & Vereinsbad Thomas Mann Straße um das Kombibad Gropiusstadt zu Ende zu sanieren.


Welche Projekte haben die BBB eingereicht zur Förderung? Schulbäder? Oder soll der sowieso vorhandene Sanierungsstau abgearbeitet werden?


Zum Artikel von Achim Wiese klick 

Zur Tabelle der geschlossen& von Schließung bedrohten Bäder klick 





Stadtbad Tempelhof vor der stillen Schließung?

Wird die Schwimmhalle Baumschulenweg danach die nächste sein?


Vielleicht erinnern sich einige an die Schließung der Schwimmhalle an der Clayallee. Die Anlage, das Mauerwerk, das Bad hätte mit relativ kleinen Investitionen erhalten werden können.

Es wurde geschlossen mit der Begründung, die Investitionen wären zu hoch. Das stimmte so nicht, wie mittlerweile bekannt ist.

Das Bad Zehlendorfer Welle wird nun von einem Fitnessclub privat betrieben.

Das Bad in der Oderberger Straße ist ein weiteres Beispiel, das Stadtbad Wedding ebenso.

Es wurden Fakten geschaffen die nicht mehr zu ändern sind.

Deshalb möchte ich die Gegenwart beleuchten.


Wie läuft also so eine stille Schließung eines Schwimmbads ohne dass es einer breiten Öffentlichkeit zunächst auffällt?


Man, also die Berliner Bäderbetriebe, schließt ein Bad aufgrund „technischer Probleme“. Man investiert in „kleinere“ Probleme. Erneuert für ein paar Hunderttausend Euro das eine oder das andere, das Bad geht wieder ans Netz.

Dass wird, je nach Begebenheiten, wiederholt.

Die tatsächlich maßgeblichen Anlagen zur Erhaltung verrotten weiter.


Irgendwann kommt die sogenannte „Technische Schließzeit zur Wartung/ Instandhaltung“. Dazu die neueste Methode, auf die Gesetzeslage hinzuweisen „aufgrund gesetzlicher Bestimmungen“ wird dann gern mit angeführt.

Es gibt gesetzliche Bestimmungen. Das ist richtig. Diese sehen allerdings vor, dass man Bäder nicht bis auf Grund fährt und Wartungen auch im laufenden Betrieb durchführt.


In Berlin beginnt man damit im Mai, in einigen Bädern bereits Ostern. Auf die gleichzeitige Schließung fast aller Hallenbäder ohne Rücksicht auf die Wetterlage habe ich an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet.

Für diese Schließzeit wird ein Zeitraum festgelegt. Ist diese zu Ende und das Bad für die stille Schließung geplant, läuft es dann so:


Leider haben sich die Wartungsarbeiten verzögert, deshalb öffnet das Bad voraussichtlich...“

 

Dann ordnet jemand eine Gefährdungdanalyse an. Diese Maßnahme geht über eine Wasserbeprobung hinaus. Das ganze System wird geprüft.

Was vorgefunden wird, dürfte klar sein: marode Anlagen, die einer Prüfung nicht stand halten können.



Dieser Hinweis wird einige Male wiederholt um dann bekannt zu geben: „Leider wurde während der Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten festgestellt, dass wir einen sicheren Badebetrieb nicht mehr gewährleisten können. Deshalb bleibt das Bad vorerst geschlossen“


Mancher mag jetzt meinen, dass man Schwimmbadbesucher schützen will. Eine stille Schließung unterscheidet sich von einer Schließung mit der Planung das Bad für die Öffentlichkeit irgendwann wieder zur Verfügung zu stellen. Dazu muss man nur das Bäderkonzept 2025 ansehen.

Würde es darum gehen, hätte man die Jahre bevor ein Bad völlig auf Grund gefahren wurde investiert, saniert, repariert. Es wird in vielen Bädern immer nur das Nötigste getan um es gerade noch am laufen zu halten.


Wie sagte Matthias Oloew, der Unternehmenssprecher „wir können nur hoffen, dass es gut geht“ auf die Frage des Tagesspiegel im Bezug auf nötige und mögliche Investitionen am Beispiel des Wellenbad Spreewaldplatz. Investiert wurden im Herbst 2014 etwa 140.000 Euro, nötig sind, das sagt Oloew, 12 Millionen Euro. Jeder Laie weiß dann, die investierte Kleinstsumme ist raus geschmissenes Geld.


Ich behaupte: solche stillen Schließungen sind Kalkül.

Ich behaupte auch, dass die Berliner Bäderbetriebe das leugnen gegenüber der Öffentlichkeit, sogar gegenüber engagierten BVV Verordneten und Abgeordneten des Senats.


Ich behaupte, diese stillen Schließungen sind mit dem regierenden Senat abgesprochen. Die BBB brauchen mehr Geld, „sonst müssen wir XY Bäder schließen.“ Der Senat sagt, es ist kein Geld da, dann schließt, aber wir haben das Bäderkonzept...


Es muss also „unter der Hand“ laufen. Allerdings wird es darüber schriftliche Unterlagen geben. Diese beschreiben möglicherweise einen „Notfall“. Der Notfall wird durch die Gefährdungsanalyse gerechtfertigt.

Diese „Notfälle“ werden in Form von Instandhaltungs- und Wartungsminimierung wissentlich herbeigeführt. Zusätzlich wird die Öffnung für alle radikal minimiert im Vorfeld.


Das ist für das Tempelhofer Bad mittlerweile auch auf der Homepage publiziert, wie ich bereits schrieb. Es bleiben an zwei Tagen insgesamt 3 Stunden 45 Minuten pro Woche für die Öffentlichkeit morgens zwischen 6 Uhr und 8 Uhr- falls wieder geöffnet wird.


Seit Jahren wird dort regelmäßig die Schließzeit verlängert.

Welche Investitionen und Reparaturen werden und wurden dort laut Gutachten benötigt und welche wurden ausgeführt?


Auch dieses Jahr ist das Bad seit dem geplanten Öffnungstermin 31.08.2015 weiter geschlossen. Die Wiedereröffnung wird seither mit verschiedensten Begründungen verschoben.

Die Wasserwerte sind schlecht. Den Screenshot dazu findet man auf dieser Homepage, auch wenn die BBB es in „Technische Probleme“ und „voraussichtliche Eröffnung am...“ geändert haben.

Das heißt „die Anlage ist derart marode, dass wir nicht sagen können, wann wieder geöffnet wird“

Derzeit soll es der 19.10. sein. Eine Wasserbeprobung dauert 10 Tage, verschoben wurde allerdings erneut um wesentlich mehr Tage. Man könnte auch mal nach Dienstplänen für dieses Bad fragen. Gibt es die überhaupt noch? Wäre ja logisch, wenn ab 19. wieder geöffnet würde.

In mittlerweile geschlossenen Bädern damals jedenfalls wurden diese irgendwann nur noch bis zum Tag der stillen Schließung erstellt.



Öffnet das Stadtbad Tempelhof, wird die Anzahl der Besucher bereits minimiert sein. Seit zwei Monaten müssen sich Anwohner andere Bäder suchen. Viele geben das schwimmen dann auch auf. Sie wird dann weiter zwangsläufig stark zurückgehen und dann ist es Fakt.


Schwimmhalle Baumschulenweg steht meiner Einschätzung nach vor dem gleichen Problem.

Erst sind die Duschen kaputt. Geschlossen. Dann wird geöffnet, man mag denken, es wurde repariert. Nein. Wieder geschlossen. „Duschen werden repariert“. Dann wieder geöffnet. Nun also alles ok? Mitnichten. Es wurde wieder geschlossen, „bestellte Teile sind noch nicht da“ hieß es.

Bestellte Kleinteile für Duschen haben die Berliner Bäderbetriebe wann genau bestellt? Wo?


Anfang September diesen Jahres habe ich dem zuständigen Senator Frank Henkel gesagt, dass ich eine stille Schließung der Bäder Tempelhof und Baumschulenweg befürchte.

Begründet habe ich das mit der Nachfrage nach der Wirtschaftlichkeitsprognose.

Ich sagte, dass man dafür „nur“ eine sogenannte negative Prognose aufstellen muss, in der es Besucherzahlrückgänge gibt und eine Investitionshöhe, die nicht abgedeckt ist.

Zusätzliches raus drängen der Öffentlichkeit in dem man das Bad für die Öffentlichkeit noch weniger nutzbar macht, in dem man zusätzlich an weiteren Tagen Schulen einläßt, Vereinsnutzung ausweitet.


Frank Henkel hatte zugesichert, sich zu informieren. Er sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass man absichtlich negative Prognosen aufstelle.

Ich entgegnete ihm, das sei sehr wohl vorstellbar, wenn es darauf hinausläuft, in ein betroffenes Bad nicht mehr investieren zu wollen, um es schließen zu können.

Henkel hatte zugesichert, sich zu melden.

Ich hatte das zwar nicht geglaubt, aber die Hoffnung war natürlich dennoch da.

Frank Henkel, respektive sein Büro, hat sich nicht gemeldet.


Weiß Frank Henkel mehr über 

Stille Schließung des Stadtbad Tempelhof und der Schwimmalle Baumschulenweg?


Schilder an Sportbahnen fehlen im Kombibad Mariendorf

 

wenn Bahnen von Nichtsportlern belagert werden, muss man zum Piraten werden.


In diesem Bad gibt es derzeit eine regelmäßig abgetrennte Bahn für sportliches Schwimmen.

Das heißt Kreisverkehr. Immer rechtsbündig schwimmen, um in der Mitte schnelleren das Überholen zu ermöglichen.

Es kommt bei sportlichem Schwimmen nicht auf die Geschwindigkeit, sondern Koordination von Körper und Gliedmaßen und auf gerade Bahnen an. Dabei gibt es vier Schwimmstile. Und auch die sind definiert.

In einer solchen abgetrennten Bahn können mindestens drei Schwimmer auf gleicher Höhe aneinander vorbei schwimmen ohne dem anderen auch nur Wasser ins Auge zu spritzen. Notfalls passen sogar vier, wenn gerade aus beiden Richtungen überholt wird.



Das scheinen aber einige zu ignorieren.

Mit beiden Armen rudern, Beine hängen lassen und in geringer Wassertiefe laufen gehört jedenfalls nicht dazu. Ebenso wenig Gymnastik an der Wand um die Beine anderen Schwimmern ins Gesicht zu treten.


Es sind immer die gleichen und egal wie oft man freundlich darum bittet, es wird nicht beachtet, meist sogar pampig kommentiert.

Ich kapiere es nicht. Eine Sportbahn, der gesamte Rest des 50 Meter Beckens steht diesen Leuten zur Verfügung.

Heute war wieder einmal der Herr, der weder sportlich noch rechtsbündig schwimmt, der plötzlich stehen bleibt um den Rest der Bahn „zu laufen“.

Ich weiß, dass einige andere ihn bereits gebeten hatten, das zu lassen, weil es Zusammenstöße provoziert, dennoch bat ich ihn auch darum. Die Antwort gebe ich hier nicht wieder, sie enthielt Schimpfworte.

Ich habe ihm gesagt, er soll mal auf der Autobahn spazieren gehen...

Ich weiß, das war fies, aber ich verliere bei dem Herrn jetzt auch die Contenance.


Es sind allerdings nicht nur Leute, die sich eben kaum über Wasser halten können eine Bahn lang, sondern auch vermeintlich sportliche Schwimmer. Diese schwimmen grundsätzlich mittig, schlicht weil sie sich zwar nach vorn bewegen, aber eben unkoordiniert, Wasser aufschlagend und mit den Armen so viel Platz wie möglich beanspruchen.

Einer dieser wirklich penetranten Herrn ist derart resistent gegen Freundlichkeit, dass er sogar mit Absicht weiter nach links schwimmt, wenn man aufgrund entgegenkommend freier Bahn, überholen will, dass man an den linken Rand gedrückt wird. Er will offensichtlich nicht realisieren, dass es schnellere gibt.



Die Beschilderung muss wieder her. An beide Längsrändern und mit Bildern, was sportliches Schwimmen ist und mit Pfeilen, was mit Mitte gemeint ist. Es gibt nämlich sogar derart ignorante Wassersportler, die ohne Bilder behaupten, sie schwimmen wenn sie sich irgendwie rudernd nach vorn bewegen.


Wer Gymnastik machen will, geht aus der Sportbahn. Das gilt auch für diese Wandbesetzer. Man kann keine Wende machen, weil die Herrschaften dort rumstehen. Wer stehen will, geht aus der Sportbahn.


Ich gebe zu, dass ich heute fies war.  Ich habe die rechte Seite gekapert. Ich schwamm mich eigentlich grade aus. Der immer mittig schwimmende Herr wollte also überholen. Ich entschied mich doch noch 500 Meter zu machen und habe die Geschwindigkeit angezogen, nachgelassen, angezogen, nachgelassen. Ich weiß, das ist gemein, aber irgendwann hört es einfach mal auf.


Sternebäder Lankwitz, Schöneberg, Kreuzberg sind ohne Unterbrechung geöffnet laut Berliner Bäderbetriebe.

Wochenlange Schließung des Wellenbad Spreewaldplatz wird also ignoriert? Wie oft für wie lange war das Bad seit Herbst 2014 geschlossen?

 

Ebenso Tatsache, dass man alle anderen Bäder schließt „zur Wartung/ Instandhaltung“, dass diese Bäder nicht geschlossen werden zur Wartung. 

Schließungen am Wochenende- Mitarbeiter fehlen

09Okt


Weitere „Betriebsbedingte“ Schließungen und Einschränkungen in Bädern

Werden Mitarbeiter abgezogen von Berliner Bäderbetrieben 


um die Veranstaltungen in anderen Bädern- Lankwitz, Schöneberg, Paracelsus Bad durchführen zu können?




07.10.2015


100 Millionen Euro für Soziale Infrastruktur

vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Kommentar zur Pressemitteilung vom 05.10.2015


 

Das klingt erst mal etwas befremdlich, was haben Schwimmbäder mit diesem Ministerium zu tun, mag sich mancher fragen.


Dazu die Bundesbauministerin Barabara Hendricks:


"Eine funktionierende und zukunftsfähige soziale Infrastruktur mit Sport- und Kulturangeboten ist die Grundlage für das gesellschaftliche Zusammenleben in unseren Städten und Gemeinden."


Wie in fast allen Kommunen, sterben in Berlin Schwimmbäder.

Unter der Verwaltung der Bezirke war sicher nicht alles Gold was geglänzt hat. Dennoch wissen Bezirksverordnete und Abgeordnete wesentlich besser wo es hakt,  als ein zuständiger Senator, der zu den letzten beiden Ausschusssitzungen nicht erschien.

 

Das Bäderkonzept 2025 stellt heraus, dass alle Schwimmbäder erhalten bleiben und, vorerst, zwei Bäderparadiese gebaut werden sollen. Letzteres soll aus Fördermitteln geschehen.


Hehre Pläne, aber das Geld fehlt, um bestehende Bäder heute in Betrieb zu halten.

Bis 2025 werden weitere Bäder geschlossen werden, wie schon in den vorherigen Jahren.

Es ist kein Geld da, um zumindest so zu sanieren, dass ein ungestörter Betriebsablauf gewährleistet wird.

Aktuelle Beispiele und auch solche aus der Vergangenheit findet man auf meiner Homepage ja genug.

Es fehlt an Personal, um Schwimmbäder so zu öffnen, wie es der „Plan“ vorsieht. Wir Besucher ärgern uns über eingeschränkte Öffnungszeiten, komplett geschlossene Bäder „Betriebsbedingt“ heißt oft nichts anderes als dass es nicht genug Mitarbeiter gibt, die eine Öffnung möglich machen.


Für uns Besucher der Bäder sind „nur“ die oft ranzigen, maroden Zustände in Bereichen sichtbar, die wir nutzen.Kaputte Spinde, Föhne, Sitzbänke, sanitäre Anlage die mehr als in die Jahre gekommen sind.

Viel schlimmer sieht es aber dahinter aus. Alte technische Anlagen, Rohrbrüche, Probleme mit dem Mauerwerk, der Fassade, den Wasserwerten usw.

Zum Beispiel Legionellen kommen vor. Ob bei uns zuhause oder in Schwimmbädern. Für öffentliche Anlagen gelten Gesetze und diese müssen eingehalten werden.

Für diese Einhaltung reicht es nicht, ständig zu kontrollieren- worauf man sich in Berlin verlassen kann! Es braucht auch Anlagen, die diese Gesundheitsgefahr so weit wie möglich eindämmen. Energetische Sanierung ist ein weiteres Stichwort.


Derzeit wird unter anderem seit Jahren die Schwimmhalle Thomas Mann Straße saniert. Es fehlen ständig die Mittel, um eine Wiedereröffnung zuverlässig in Aussicht zu stellen. Stadtbäder Tiergarten im jämmerlichen Zustand oder Tempelhof- seit Monaten geschlossen. Das sind nur einige Beispiele.


Dies liegt natürlich nicht nur am chronischen Geldmangel.

Ich behaupte, es gab und gibt massive Fehlentscheidungen, die diese Zustände begünstigen. Ich habe den Eindruck, dass in der immer größer gewordenen Verwaltung, Dinge am Reißbrett entschieden werden ohne genaue Kenntnis über die Realität in den Bädern. Zahlen sind nicht alles! Entscheidungen und Investitionen müssen vor Ort Sinn machen.


Es werden, bedingt, auch Neubauten gefördert. Ein Standardschwimmbad kostet 6 bis 7 Millionen Euro. So ein Bad würde reichen, um die gesetzlich vorgeschriebene Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Zum Beispiel für Vereine, Schulen, Kindertagesstätten usw.


In der Vergangenheit wurden zeitlich begrenzt vorhandene Fördermittel einfach nicht genutzt.

Kompetenzgerangel, Unwillen und damit für mich Unfähigkeit hatten dafür gesorgt , dass diese Mittel schlicht nicht mehr zur Verfügung standen nach Ablauf der Frist.

Eines der Beispiele und besonders bitter, das Außenbecken für das Stadtbad Tiergarten.


Bis zum 13. November 2015 müssen die Projekte vorgestellt werden.

Viel Zeit gibt das Ministerium nicht, Kommunen wissen schließlich um ihre Problemzonen.


Wir können nur hoffen, dass die Berliner Bäderbetriebe es nicht versemmeln.

Und wir können unsere Bezirksverordneten, Sportausschüsse, den Senat und die Berliner Bäderbetriebe massiv auf dieses Programm hinzuweisen.



06.10.2015


Stadtbad Charlottenburg/ Neue Halle


Keine Einschränkungen mehr in den Duschen. Wenn es nach der Homepage der BBB geht.

 

Also „pünktlich“ zur „Betriebsbedingten“ Komplettschließung des Warmbades Alte Halle?

 

Die schließt vom 08.10. bis 11.10.

Welche Auswirkungen wird der von dort verlegte Schwimmunterricht haben auf die wenigen Stunden welche öffentliches schwimmen überhaupt möglich ist?

05.10.2015


Wellenbad Spreewaldplatz schon ab heute statt erst am 12.10. geöffnet?

 

NEIN!


Auf der Homepage stand bis heute morgen, das Bad öffnet „wegen technischer Probleme“ am 12.10.


Seit kurzer Zeit ist der Hinweis raus. Das Bad öffnet Montags um 12 Uhr (für Frauen).


 Dennoch geht dort niemand ans Telefon.

 

Die Hotline der Berliner Bäderbetriebe sagt um 14 Uhr, das Bad hat geöffnet. Das ist falsch!


Nachmittags war es dann (wieder) richtig publiziert.

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