Wer nur bis zur eigenen Nutzertür schaut, dreht sich im Kreis

Die Öffentlichkeit beklagt zu wenig Wasserfläche. Einige Vereine verhängen Aufnahmestopp weil sie keine Wasserfläche bieten können.

Schulen fordern Wasserfläche und die Berliner Bäderbetriebe belegen alle Bäder mit Kursen. Aqua Fitness Kurse gelten übrigens als öffentliche Nutzung wenn sie durch, in irgendeiner Form bei den Berliner Bäder Betrieben Beschäftigten, durchgeführt werden.

 

Ich zum Beispiel schwimme eher sportlich. Ich könnte jetzt nur bis zu meiner eigenen Nutzertür schauen und ständig auf Sportbahnen, Schwimmzeiten beharren.

Bringt mir das was? Nein.

Mit einer einzelnen Nutzergruppe ist kein Geld zu verdienen. Ohne Einnahmen schließen Bäder. 

 

Und das bedeutet zum Beispiel, dass Vereine, die Wasserfläche leer stehen lassen, damit aufhören müssen. Sie schaden damit allen. Insbesondere auch kleineren Vereinen.

 

Die Öffentlichkeit, die von dieser geblockten Wasserfläche ausgeschlossen ist, bekommt in anderen Bädern die in Gesetzen vorgeschriebenen 50% Nutzungsoption.

Daseinsvorsorge heißt: 50% der Wasserfläche müssen für Schulen und Vereine und 50% für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

 

So entsteht eine Art Wanderbewegung Bezirksübergreifend.

Zum Beispiel wird das Stadtbad Tempelhof nun Schul- Kurs- und Vereinsbad. Die Öffentlichkeit kann dort nur noch Frühschwimmen.

Das kann zeitlich nicht jeder. Außerdem ist in solchen Bädern eine andere Nutzungskonzeption. Mich würde mal interessieren, wo diese Verträge mit Vereinen einsehbar sind.

 

Die Öffentlichkeit muss also irgendwo untergebracht werden. Zum Beispiel im Kombibad Mariendorf. Aber auch dort ist mehr Vereins- und Schulnutzung als Öffentlichkeit. 

 

Im Nachbarbezirk Steglitz gibt es deshalb in der Schwimmhalle Finckensteinallee immer außer Sonntags, Parallelbetrieb. Öffentlichkeit und Vereine. Schulen und Vereine, die diese Schwimmhalle nutzen, müssen sich also einschränken und in einer weiteren Halle Wasserfläche nutzen.

Zum Beispiel in der Schwimmhalle Hüttenweg. Die dortige Öffentlichkeit muss aber auch irgendwo hin.

 

Ich denke, es wird klar, worum es geht.

Steht die Wasserfläche im Beispiel Stadtbad Tempelhof leer während Vereine die Wasserfläche blocken, schadet das allen. Und das müssen auch Vereine einsehen.

 

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