Berliner Bäder Betriebe - Sportausschusssitzung 29.04.2016

In der Sitzung des Sportausschuss im Abgeordnetenhaus sind die Berliner Bäder Betriebe nach nur zwei Monaten erneut Thema

 

 

Es geht um die Vorbereitung der Sommersaison auf Antrag aller im Ausschuss beteilgten Parteien und die Partei Die Linke wird einen Antrag zum Thema Personalentwicklungskonzept stellen.

 

Alle Nutzer der Berliner Bäder wissen um die Dringlichkeit eines solchen Antrags.

In der Vergangenheit, zuletzt am 29.01.2016 wurde viel Schönes gesagt. Passiert ist nichts Schönes. Antworten auf Fragen der Abgeordneten wurden nur unzureichend beantwortet oder einfach ignoriert. klick

 

Komplettschließungen, drastische Betriebsstundenkürzungen in einigen Bädern. In den meisten immer wieder Ausfälle von Plan Betriebsstunden, Sperrungen von Teilbereichen oder, wie zuletzt, eine Schließung des Funbereichs im Stadtbad Schöneberg angeblich wegen einer „technischen Störung“ wie auf der Homepage zu lesen war, die in Wahrheit eine Schließung aus Personalmangel war.

 

Im Antrag zum Personalentwicklungskonzept sind alle Punkte dringlich. Ich möchte zwei besonders hervor heben.

 

 

Ich befürchte, 

die Reaktion darauf wird der Antwort auf mein Fazit des Management O.B. Hensing klick nicht unähnlich sein.

 

In der Theorie liegen sicher Stellenbesetzungen vor und man wird mit schönen Worten das auch darstellen. Die Realität sieht anders aus und es ist kein Wille zu erkennen, das zu ändern. In einer Anfrage von Frau Dr. Hiller wurde die Erweiterung der Verwaltung so begründet, dass mit dem neuen Bäderkonzept 2015 die Aufgaben dort wachsen, sich verändern.

 

Ein, wie ich finde, Totschlagargument um keine weiteren Rechtfertigungen abgeben zu müssen, warum die Verwaltung aufgeblasen und vor Ort in den Bädern Personal nicht massiv aufgestockt wird.

Nochmal: was soll eigentlich verwaltet werden, wenn Bäder schließen, Kunden keine Lust mehr auf unzuverlässige Bäder haben und Einnahmen in geschlossenen Bädern nicht generiert werden können? lesen

 

Die konsumtiven Mittel, soweit ich das verstanden habe, wurden aufgestockt. Trotzdem gibt es mehr Bäderschließungen als je zuvor. Fast 90% aus Personalmangel.

Das zeigt doch, die vorliegenden Stellenbesetzungen funktionieren nicht. Weder im Herbst 2015, als die Planung gemacht wurde noch eine möglicherweise erfolgte Änderung.

 

Irgendwas läuft mehr als schief bei den Verantwortlichen. Ich habe den Eindruck, da 'wurschteln' Laien vor sich hin. Es sind aber keine Laien, die Personalentwicklung und Controlling verantworten.

 

Die Stimmung unter den Mitarbeitern in den Bädern ist schlecht. Das zeigen der die Stellungnahme der Gewerkschaft zur Personalpolitik lesen und Brandbriefe wie dieser:

 

 

Der gesamte Offene Brief an den zuständigen Senator unten im Download

Damit bin ich bei dem zweiten Punkt, den ich hervor heben möchte.

 

 

Wissenstransfer.

 

Man könnte meinen, mindestens genau so schlecht ist die Stimmung und vor allem Abstimmung in der Verwaltung zwischen den Abteilungen.

 

 

Ich befürchte, das ist nicht nur ein Punkt bei ausscheiden aus dem Unternehmen.

 

 

Meine Gedanken entspringen natürlich meiner Fantasie.

Ich fange jetzt nicht wieder mit den Sanierungsvorkommnissen an. Auch nicht mit den unsinnigen Antworten zum Besucherrückgang in der Sitzung am 29.01.2016.

 

Kann es sein, dass in der Verwaltung Verantwortliche gegeneinander arbeiten? Könnte es sein, dass, nur weil man sich unsympathisch ist oder aus welchen Gründen auch immer, man sich gegenseitig blockiert und damit dem Unternehmen und letztlich den Kunden schadet? Gibt es eine tatsächliche Identifizierung mit dem Leitbild in der Verwaltung oder entspringt das Leitbild der Idee einzelner und andere fühlen sich ausgebootet oder übergangen? Kann es sein, dass Mitarbeiter in verantwortlichen Positionen sich nicht absprechen, weil einer meint, der andere hätte sowieso keine Ahnung?

 

So jedenfalls kommt es bei mir als Kundin an.

 

Es ist mir nicht erklärbar, warum in einem Unternehmen dieser Größe und mit diesen Fachleuten absolut alles schief zu laufen scheint, was schief laufen kann. Und ich kann das nur für den Teil fantasieren, der am Ende für mich als Kundin sichtbar wird.

 

 

Passend zu dem Antrag zum Personalentwicklungskonzept kommt es

am 27.04.2016 voraussichtlich zu Warnstreiks in einigen Berliner Bädern bis zur Nachmittagsschicht so gegen 13 Uhr.

  

Um auf die Situation in den Bädern aufmerksam zu machen, wäre es richtiger, wenn alle Mitarbeiter sich beteiligen würden und alle Bäder schließen müßten. Ja, für Kunden und damit auch für mich natürlich nachteilig, aber so wären Schließungen wenigstens sinnvoll.

 

Sicher wird sich auch der neue Vorstandsvorsitzende der Berliner Bäder, Herr Scholz-Fleischmann, mit seinen Ideen vorstellen in dieser Ausschuss Sitzung.

 

Nachtrag 21.04.2016

 

Fantasie wird Realität?

Ich hatte neulich getwittert, dass es so wirkt, als würde es noch chaotischer mit den außerplanmäßigen Schließungen.

 

Der Leiter Betrieb Bäder verlässt das Unternehmen. Das ist äußerst bedauerlich. Ich hatte den Eindruck, dass viele Miarbeiter sich gewünscht hätten, er würde Vorstandsvorsitzender. Ich selbst habe ihn nur kurz kennen gelernt. Mit einer beeindruckenden Offenheit hatte er eine Sanierung als "zu spät" bezeichnet, während ein anderer Verteter der Berliner Bäder Betriebe noch Gegenteiliges versuchte dar zu stellen.  

 

Zur Anfrage klick 

Download
offener Brief an Herrn Henkel - 2015-11-
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