30 Millionen für ein Sommerbad

Frau Dr. Hiller, Partei Die Linke, stellte erneut eine Kleine Anfrage zum Thema Berliner Bäder Betriebe

 

3.750.00 Euro für einen Teil Abschnitt- 30 Millionen sind insgesamt geplant für das Sommerbad

 

welches allerdings, zumindest geplant, ganzjährig zu nutzen sein soll. Irgendwann.

 

Was Planungen betrifft, habe ich kein Vertrauen mehr in die Berliner Bäderbetriebe.

Aber, Moment, diese sind ja 'nur' Pächter und Eigentümer der Immobilie ist das Land Berlin.

Das erklärt auch, warum

für dieses Bad Geld da ist, was massiv für die anderen Bäder fehlt.

Der Eigentümer bestimmt, was mit der Immobilie passieren soll.

 

 

Wie sieht es denn eigentlich mit dem Eigentümer des Geländes aus auf dem das Sommerbad Neukölln steht?

 

Es gab bereits Workshops um Ideen zu erarbeiten für eine ganzjährige Nutzung. Die Öffentlichkeit musste draussen bleiben. 60.000 Euro haben diese Workshops gekostet. Könnte man dafür zum Beispiel Spinde im Kombibad Seestraße reparieren?

 

Ich persönlich mag das Sommerbad sehr, besonders wenn Mitternachtsschwimmen angeboten wird, aber 30 Millionen Euro wären meiner Meinung nach sinnvoller in einen modernen Neubau investiert.

 

Als ich das erste Mal von den Plänen hörte, das Sommerbad Olympiapark ganzjährig nutzbar zu machen, habe ich mich als allererstes gefragt „soll etwa das Stadtbad Charlottenburg, Neue Halle, aufgegeben werden?“

Diese ist ja ständig geschlossen, letztes Jahr wieder einmal über lange Zeit wegen Legionellen, derzeit immer wieder wegen Personalnot.

 

Eine Traglufthalle über einem Sommerbad ist ja nicht die neueste Idee.

 

 

Ist es eigentlich bekannt, dass das Sommerbad Mariendorf, eröffnet 1955, mal eine Traglufthalle für die ganzjährige Nutzung hatte? Das war 1971. Warum wurde die eigentlich nicht erneuert? Wirtschaftliche Gründe...

 

 

 

Für das Sommerbad im Olympiapark soll eine Traglufthalle wirtschftlich rentabel werden?

 

Das Bad in Mariendorf ist übrigens ebenfalls sanierungsbedürftig. Im Bezirk Tempelhof wird es ab 2018, wenn der Abriss des Kombibad Mariendorf, Ankogelbad, beginnen soll, keine Möglichkeit mehr geben zu schwimmen. Das Stadtbad Tempelhof, eröffnet 1964, ist bereits jetzt ein Schul- Kurs und Vereinsbad mit derzeit an wenigen Tagen zwei Stunden Frühschwimmen. Ob das allerdings so bleibt, ist fraglich.

Ich habe vor einiger Zeit Leute von Stadt und Land in das Bad gehen sehen mit einer Delegation.

 

Die derzeit wieder in die zweite Reihe gesetzte Vorständin, Frau Siering, war, soweit ich erinnere, bei Stadt und Land beschäftigt vor ihrer Berufung zu den Berliner Bäder Betrieben.

 

Wenn ich so fantasiere, ist es durchaus möglich, dass auf dem heutigen Gelände des Stadtbad Tempelhof neu gebaut wird. Ob ein neues Schwimmbad oder Wohnungen werden wir ja dann sehen.

 

 

Zur Anfrage klick

 

Hier nochmal die Übersicht zu Sanierungspläne Berliner Bäder Betriebe, ab Seite 45 klick

 

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