Verscherbeln die Berliner Bäder Betriebe die Liegewiesen?

Eine Kleine Anfrage mit diesem Titel stellte Frau Dr. Hiller, Partei Die Linke im Abgeordnetenhaus.

 

Die Antworten der Berliner Bäder Betriebe sind aus meinem Verständnis, das natürlich ur Laienhaft sein kann, hahnebüchen.

 

Die Antwort die mich am meisten ärgert

 

Hinsichtlich der Auslastung?

Konkretes Beispiel Prinzenbad. Das Sommerbad Kreuzberg, wie es korrekt heißt, gehört zu den genannten Bädern, deren Liegewiesen betroffen sind.

 

Im Prinzenbad haben rund 10.000 Gäste Platz. Dann kommt es langsam an die Grenze der Auslastung. Wie jeder Stammkunde weiß, musste das Bad in den letzten Jahren bereits bei einer Gästezahl von 4000- 6000 geschlossen werden, "wegen Überfüllung" hieß das.

Korrekt muss es heißen: weil die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann. 

Diese Sicherheit kann mit einer so knapp bemessenen Anzahl Mitarbeiter, dass bei Ausfall eines Einzelnen wegen Krankheit zum Beispiel, das Bad nicht öffnen kann, natürlich nicht gewährleistet werden.

Und ich behaupte, genau das ist das System dahinter.

Oft genug muss die Besucherzahl herhalten für alles mögliche.

Stichwort Umwidmung Schwimmhalle Hüttenweg in ein Schul- Kurs- und Vereinsbad "wegen mangelnder Besucherzahl"- Fakt: nur wenige Stunden Öffentlichkeit und damit die Möglichkeit Besucher zu gewinnen.

 

Ein anderes Beispiel ist das Kombibad Mariendorf, Freibad.

Auf dem etwa 45.000 Quadratmeter große Grundstück wird das erste Multifunktionsbad gebaut werden. Es wird kleiner sein als dieses Gesamtgrundstück. 

Das Bad wurde, unter anderem, im letzten Jahr bei einer Gästezahl von etwa 4000 geschlossen. Begründung wie beschrieben.

45.000 Quadratmeter und 4000 Gäste bedeuten Überfüllung? 

Nein.

 

Jetzt also für den Verkauf der Liegewiesen. Was kommt als nächstes? 

 

Zu den "nicht Betriebsnotwendigen Flächen" hier nur: kein Grashalm ist Betriebsnotwendig für das Betreiben eines Schwimmbad. Diese Augenwischerei geht mir auf den Nerv. Mehr lesen klick

 

 

 

Funktioniert zumindest umgekehrt für die Bebauung des Gelände Kombibad Mariendorf am Ankogelweg ganz ausgezeichnet.

Dort soll ja mitten in dicht bebautem Wohngebiet das Multifunktionsbad gebaut werden nach Abriss des Kombibad.

So mancher stellt sich dabei vor, das neue Bad wird an alter Stelle stehen.

Aber wo sollen dann die Parkplätze für die avisierten 6000 Tagesgäste hin? Und die Liegewiesen braucht man nicht mehr, wenn man nur noch ein "Außenbecken" baut. Für Ortsunkundige: dort gibt es zwei großen Außenbecken und eine Plansche am anderen Ende des Gelände.

Für ein "Außenbecken" von zum Beispiel 12,5 Metern braucht man die Liegewiese nicht mehr.

 

Mich würde ganz grundsätzlich mal interessieren, wie viele Mitarbeiter die BBB Infra derzeit hat und wie diese das Ganze umsetzen wollen. Ist geplant, die MItarbeiterzahl der  BBB Infra auszuweiten? Wenn ja, wie viele neue Stellen sollen dort geschaffen werden? Aus welchem Budget?

 

Zur kompletten Anfrage klick

 

Ich bedanke mich bei Frau Dr. Hiller für diese detaillierte Anfrage zum Thema.

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