Die Homepage des Größten Bäder Betrieb Europas Info Defizit mit Provinz Attitude

Beschreibungen Bilder Angebote- Fehlanzeige auf der Homepage

 

Die Berliner Bäder Betriebe sind, nach eigenen Angaben "Der größte Bäderbetrieb Europas"

 

 

Ob das stimmt, kann ich nicht sagen. Was ich sagen kann ist, dass wir Deutschlandweit eine Auswahl an Bädern haben, die ich als einzigartig bezeichne.

Zweckmäßige Hallenbäder. Bäder mit Angeboten für Kinder. Strandbäder. Sommerbäder, die seit mehr als 60 Jahren am Netz sind. Das Schwimmbad des Jahres.

Darüber findet man überhaupt nichts auf der Homepage. Weder vernünftige Bäder Beschreibungen noch adäquate Bilder noch

eine vernünftige Beschreibung für wen sich das jeweilige Bad eignet.

Andere Städte schaffen auf der Homepage der jeweiligen Bäderbetriebe Beschreibungen wie "Kinderfreundliche Bäder" und darunter Bilder der Bäder. Einschätzungen von Kunden. Genaue Ausstattung, Fotos der Ausstattung. Geschichte des jeweiligen Bad, Eröffnungs- und Sanierungsdaten.

 

Auf der Homepage in Berlin steht kein Wort mehr als die Eckpunkte der Ausstattung eines Bades. Nichts zum Beispiel über die vielen Preise, die die Schwimmhalle Finckensteinallee (Bild)gewonnen hat.

Das Schwimmbad ist toll saniert, da hat jemaand sich Gedanken über das Farbkonzept, die Ausstattung, den Denkmalschutz gemacht und der Kunde hat den Genuss eines Geschichtsträchtigen Baus.

 

In Charlottenburg steht mit dem Stadtbad Alte Halle das älteste Bad in Berlin. 1898 eröffnet und das in einem wunderschönen Gebäude. Darüber steht auf der Badseite kein Wort. Ein Bildchen, das wars.

 

Das Sommerbad Mariendorf war in Tempelhof nach Zuschüttung des Seebad Mariendorf hier lesen 

das erste Bad im Bezirk. Eröffnet am 30.Juli 1955. Im letzten Jahr also 60 Jahre alt, zwischendurch mit einer Traglufthalle (1971) überdacht auch nutzbar bei schlechtem Wetter, steht davon nichts auf der Homepage. Über dem Eingang sieht man noch den Schriftzug in typischem Stil der 1950 er Jahre.

 

Oder das Sommerbad am Insulaner mit den charmanten Schildern an den Duschen aus der Zeit seiner Eröffnung. Ausgestattet mit einem Edelstahlbecken und einer Tribünentreppe. Ja, auf der Homepage steht, dass es Restaurants gibt. Mehr nicht.

 

Stattdessen hängen die Berliner Bäder Betriebe ein Plastikplakat an das Denkmalgeschützte Gebäude des Stadtbad Schöneberg. Erstens kann das keiner von unten lesen, zweitens zerstört es das Gesamtild der Fassade.

Oder das Strandbad Staaken West. Nur ein 25 Meter Schwimmbecken, aber schön gelegen. Sehr Familienfreundlich mit tollen Plätzen.

 

 

Das Stadtbad Wilmersdorf I mit einer riesigen Glasfront und einer so hohen Decke, dass sich nicht das typische Hallenbad Gefühl einstellt.

 

Die Schwimmhalle Fischerinsel mit ihrem erhaltenen Mosaik und bei der Sanierung mit ästhetischem Empfinden ausgewählten Funktionselementen.

Schwimmhallen mit stilisierten Wellen als Dachkonstruktion.

 

Ja, es gibt das mißlungene Beispiel einer Sanierung im Kombibad Gropiusstadt. Furchtbare Farbkombinationen, bei denen ich denke, ob wohl das Budget ausgenutzt wurde? So nach dem Motto wir haben Summe X, also setzen wir das ein, was Summe X hergibt statt die vielleichtfarblich passenderen, die aber günstiger waren. Man muss nicht über Uringelbe Fliesen in Kombination mit dunkelgrauem Fußboden schreiben. Auch nicht über schreiend grün weiße Spinde, deren Farben sich beißen mit furchtbaren Fliesenfarben. Aber auch dafür findet man eine positive Beschreibung. Sei es nur die Beschreibung des Lichteinfalls wenn die Tür zur Dusche aufgeht und das Licht durch die rote Glaswand scheint. Oder die Schraubelemente, die einfach schön sind an einigen Stellen. 

Ich krieg die Krise, wenn ich in anderen Städten sehe, da gibt es ein Grußwort des Bürgermeisters für Kunden der Bäder. Da gibt es Menues auf der Homepage für Nutzergruppen. Verpachtete Bäder sind deutlich ausgewiesen und ebenfalls entsprechend beworben.

 

Warum wird der Jahrestag der Eröffnung nicht gefeiert, zumindest bei runden Zahlen? Freier Eintritt, das merken sich Kunden. Grillen, Konzerte. Darüber wird geredet. In Hallenbädern Kinderfeste, abgetrennte Bahnen mit kostenlosem Technik Unterricht und mit Schnupper Aqua Fitness.

Es gibt tausend Ideen.

 

Wie wäre es mit zum Beispiel einem Wettbewerb? Preise könnten Jahreskarte, Kurskarten, Sammelkarten sein.

Beschreibt euer Bad.

Ich wette, es gibt viele Kunden, die einen Blick haben für die charmanten Details 'ihres' Stammbad.

Die Eckdaten wie Verbrauch, Besucherstatistik, Nutzergruppen, Belegungspläne, Bilder, Eröfnung und so weiter können die Verantwortlichen der Verwaltung sicher beisteuern. Oder?

 

In jedem Unternehmen gehört es zum guten Ton das Team vorzustellen.

Der Vorstand sollte in mehr als einem Passbild ähnlichem Foto vorgestellt werden.

Aufgabengebiete, Erreichte Ergebnisse, Zahlen und das ohne Pressegerechte Aufbereitung.

Für die Berliner Bäder Betriebe sollten außerdem wenigstens die zuständigen, Abteilungsverantwortlichen Mitarbeiter in der Verwaltung vorgestellt werden. Mitarbeiter der Abteilungen freiwillig.

Dass Ganze inklusive Aufgabenbereiche. Am Beispiel Bädermanager, welche Bäder von wem gemanagt werden und was das genau heißt.

Auf freiwilliger Basis die Teams im operativen Bereich.

 

Macht doch endlich mal Werbung mit dem was wir haben.

Mit dem "Pfund wuchern" kostet erstmal nichts. Nur am Willen scheint es völlig zu mangeln.

 

Noch mehr Ideen für Bäderpolitik lesen

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    S (Mittwoch, 29 März 2017 22:55)

    So viele gute Ideen. Verschenkt, fürchte ich.