Was nicht passt, wird passend gemacht?

Bei Überfüllung machen Berliner Freibäder dicht

titelt die Morgenpost.

 

Interessant finde ich die Begründung des Pressesprechers. Das seit Jahren, auch von der Polizei, kritisierte Sicherheitskonzept wurde geändert und Herr Oloew bezeichnet es als "Vorsorgemaßnahme".

 

Ich frage mich, wie das zur Aussage passt, warum man Liegewiesen verscherbeln will.

 

Da heisst es nämlich" die Flächen sind nicht

ausgelastet".

 

Ich sage: zu wenig Mitarbeiter, sowohl am Beckenrand als auch Sicherheitsleute. Und das heißt, dass Bäder, in denen 10.000 Gäste Platz hätten, bei 6000 Gästen schließen sollen und geschlossen hatten. Als Beispiel das Prinzenbad. Es wurde an einem Nachmittag im Mai geschlossen. Wegen "Überfüllung". Fakt war, es waren einfach nicht genug 'Bademeister' eingesetzt.

 

Ich persönlich bin nie betroffen von "überfüllten Freibädern", einfach weil ich schwimmen will in einem Schwimmbad. In Freibäder ist das bekanntermaßen eher Nahkampf als Vergnügen und darauf habe ich keine Lust. 

 

Ich bin die Anpassung der Gründe für mangelnde Kundenfreundlichkeit leid. Es wird so dargestellt, wie es gerade passend scheint.

 

Mich macht die Aussage "..entspannter ist es allemal, wenn man nicht Badetuch an Badetuch liegt und man im Becken seine Bahnen ziehen kann" so richtig wütend.

Wann waren Sie, Herr Oloew, das letzte Mal "Bahnen ziehen" im Freibad? Hier steht, wie es in einem Sommerbad läuft, das mit "3 Sportbahnen bis 13 Uhr" wirbt. Und das ist noch harmlos. klick

 

"Die Menschen reagieren nicht immer gelassen, wenn sie auf Zugang warten sollen" sagt Herr Oloew, der ja so kommunizieren muss, dass es positiv klingt. Sicher kein einfacher Job.

Ich empfehle , den "nicht gelassen reagierenden"  freundlich mitzuteilen, warum sie warten auf "nicht ausgelastete Bäder" weil das Personal fehlt.

Oder wenigstens überhaupt freundlich zu kommunizieren, dass man keine Chance hat, rein zu kommen. Das passiert nämlich nicht immer. Oder besser: an vielen Vormittagen, wenn ein Sommerbad bereits um "früher" öffnen soll, steht man sich die Beine in den Bauch. Information gab es jeweils gar keine. 

Ich bin sehr gespannt, wie realisiert wird, dass aktuelle Informationen über Zugangsstopp den Kunden mitgeteilt wird. Gibt eine App mit push Nachrichten? Nein. Also soll der Kunde laufend auf der Homepage nachsehen? Was ist mit Kunden, die das nicht tun?

Homepage Aktualität? Infodefizit mit Provinz Attitude lesen

 

Ich habe jedes Mal wenn ich in dieser Saison im Freibad war, Leute mit "Schälmessern" und mit  Kosmetika und Getränken in Glasbehältern gesehen. Und das keineswegs versteckt, sondern wie heute direkt am Beckenrand eine Dame mit Messer und Apfel.

 

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