Sommer der geschlossenen Bäder

lautet der Titel einer der Kleinen Anfragen, die Dr. Gabriele Hiller im Abgeordnetenhaus zu Berlin noch vor Beendigung ihrer Zeit als Abgeordnete gestellt hat.

 

Wette gewonnen. Leider

 

Das Wetter. Es ist immer das Wetter.

Nie die völlig desaströse Planung.

Wer, trotz fertiggestellter (Teil) Sanierung, zum Beispiel das Sommerbad Olympiastadin erst im Juli öffnet oder das Strandbad Tegel mit 8 Wochen Betriebszeit fährt oder Hallen schließen muss, weilein Mitarbeiter erkrankt, der 

darf sich nicht über "das Wetter" beklagen. Und es geht nicht allein um Flexibilität.

Beispiel ist das Sommerbad Mariendorf. Vom 09.08. bis 23.08. geschlossen "aufgrund der Wetterlage" und mit derselben "Wetterlage" wurden Öffnungszeiten in anderen Sommerbädern "erweitert".

Ein weiteres Beispiel ist die vorzeitige Beendigung der Saison in diesem Bad, natürlich "aufgrund des "Wetters" während, ja, genau, andere Sommerbäder "verlängerte Saison" hatten.

Das ist völlig blödsinnig. 

Der Grund, das Sommerbad Mariendorf zu schließen: das Stadtbad Lankwitz wurde nach "Wartung" (die verlängert werden mußte) geöffnet. Dieses Bad ist bei 28 Grad wichtiger, weil es eines der drei teuersten Bäder ist und unbedingt die  "Besucherzahlen gesteigert" werden sollen. Ansonsten gäbe es keine Rechtfertigung für "Sternebad".

 

Wer Sommerbäder bei 30 Grad schließt und bei 10 Grad und Regen öffnet, der hat ein gewaltiges Organisationsproblem. Meinetwegen kann das Freibad bei Regen öffnen, kann man wenigstens schwimmen. Wirtschaftlich aber ist das hahnebüchen.

 

"Im April, Mai und Juni" lag also die Zahl der Badbesuche über der des Vorjahres?

Was genau meint "Badbesuche". Die Kursteilnehmer die fast immer Zutritt hatten, während Schwimmer draussen bleiben mussten?

Sind damit Vereine oder Schulen gemeint? Sind ja auch "Badbesuche". Ich bin mittlerweile derart mißtrauisch bei solchen Äußerungen, dass ich das hinterfrage.

 

Mir geht die Aussage, dass 280 Mitarbeiter benötigt würden, um alle Bäder offen zu halten, wirklich auf die Nerven. Niemand erwartet, dass alle Schwimmhallen geöffnet sind bei 30 Grad Sommer. Wie wäre es mal mit einer vernünftigen Planung? Warmbäder schliessen. Sommerbäder so öffnen, dass Berufstätige dort schwimmen können.

 

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