Die Bademeister: umsichtig, vorausschauend und vorbildlich

 

Vorbildliches Verhalten 

 

360 Grad Augen, mindestens 4 Ohren und überall gleichzeitig. Als Bademeister muss man wirklich ein Alleskönner sein.

 

Wie so oft war ich heute im Kombibad Mariendorf und habe, wieder einmal, mit erleben können, was für einen tollen Job die Bademeister dort machen. Es sind Ferien und da sind natürlich 

auch viele Kinder in Schwimmbädern.

Heute hatte ich, wieder mal, das Gefühl, die Bademeister sind quasi gleichzeitig überall. Mit den Augen bei den Schwimmern, damit auch niemand untergeht.

Mit den Ohren bei quengelnden Erwachsenen, die unbedingt binnen einer Minute volle Aufmerksamkeit wollen. Mit schnellen Beinen bei Kindern, die zu übermütig in das Schwimmbecken hopsen wollen.

 

Um es für alle leichter zu machen, setzen sich die Aufsicht führenden Mitarbeiter zu den Kindern, für die extra die Sprungtürme geöffnet werden. Wie liebevoll heute der Bademeister versucht hat, rennenden Kindern beizubringen, dass rennen gefährlich ist, hab ich selbst gehört. 

Manchmal fehlt es mir, dass erwachsene Begleiter den Bademeister bei seinen Bemühungen unterstützen. Es ist nicht einfach, eine Gruppe übermütiger 8-12 jähriger einigermaßen im Griff zu haben. Ich wünsche mir manchmal, dass größere Gruppen von Kindern bis zu einem bestimmten Alter, vielleicht 12 oder 14, nur in Begleitung von Erwachsenen ins Schwimmbad gehen sollten.

 

Ich war als Kundin heute Augenzeugin einer schwierigen Situation an der ausschließlich Minderjährige beteiligt waren.  

 

Mehrere Polizeiwagen auf dem Parkplatz und anfahrend, kochten die Fantasien einiger wohl besonders hoch. Leute, die gar nicht (mehr) im Bad waren oder noch nicht erzählten sich gegenseitig Märchen der ärgerlichsten Art.

 

Sogar im Bus wurden Gerüchte von Leuten, die nicht einmal im Schwimmbad waren, kolportiert bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen. Von Dritten gehört, aufgebauscht, unwahr. Da zieht jemand über ein Berliner Schwimmbad und deren Mitarbeiter her, der wahrscheinlich seit 30 Jahren kein Bad von innen gesehen hat.

 

 

Die Polizei war dort. Ja. Um den Sachverhalt zu klären.

Nein. Das Bad war nicht geschlossen. 

 

Die Berliner Bäder Betriebe sind an vielen Stellen zu kritisieren.

Das Verhalten der Mitarbeiter der Berliner Bäder Betriebe war heute absolut umsichtig und vorbildlich. Um eine eskalierende Situation zu klären, braucht es die neutrale Instanz und das ist nun mal die Polizei. 

Ich gehe sogar noch weiter. Um bescheuerten Gerüchten vorzubeugen, die Situation wie sie war darzustellen, hoffe ich auf eine entsprechende Pressemitteilung.

 

Nachtrag:

am 25.10.2016 berichtet die Morgenpost über sexuelle Übergriffe durch 7- 14 jährige männliche Kinder und Jugendliche

Kommentar:

Sachlich, richtig, mir fehlt nur leider ein deutlicheres heraus stellen des super umsichtigen Verhaltens der Mitarbeiter.

Ja, es gibt bestimmt Arbeitsanweisungen und die werden immer befolgt. Die Bademeister an dem Tag haben aber mehr getan, als nur "Anweisungen" zu befolgen. Schade, Berliner Bäder Betriebe. Hier war eine Chance, aufzuzeigen, dass, bei aller Bitterkeit der Situation und katastrophalen Situation für die Mädchen, von Seiten unserer Bademeister schlimmeres verhindert wurde.

Leider kann überall und durch Täter jeder Nationalität so etwas kriminelles passieren.

Ich selber war mal Zeugin, als ein älterer, deutlich deutsch aussehender und sprechender Mann sich absichtlich in Unisex Kabinengängen entblösst hatte. Ich hatte das der Verwaltung der Berliner Bäder Betriebe gemeldet. Reaktion: kann nicht sein. Die E Mail habe ich noch.

 

Übergriffe dieser Art sind widerlich und mir tun die Mädchen sehr leid. Besonders weil es in meinem Stammbad passiert ist. Ich kann nicht viel tun, nur hoffen, dass die Mädchen sich nicht von solchen kriminell handelnden Menschen, die bei aller Widerwärtigkeit nicht die Mehrheit sind, den Besuch in Schwimmbädern verleiden lassen. Die kriminelle Energie hinter diesen Taten ist für mich auch daraus deutlich, dass weibliche Mitarbeiter  und Badegäste völlig respektlos behandelt werden, in Anwesenheit von männlichen (hier der Polizei angehörigen) Personen aber auf Knopfdruck Tränen fliessen um bedauern vorzutäuschen. Leider kann so etwas überall passieren. Ich möchte den Eltern sagen, dass es nicht zu verhindern war, aber die Mitarbeiter des Bades wirklich alles tun, um (auch) Kinder zu schützen. Und hier alles getan haben, um die Täter der Polizei zu überstellen.

 

Nachtrag II: Der Tagesspiegel berichtet h in der online Ausgabe heute, 26.10., ebenfalls über diesen Vorfall 

 

Morgenpost Artikel

Tagesspiegel Artikel 

Zur Startseite