Berichterstattung Übergriffe im Schwimmbad

Im Newsletter Leute Tempelhof Schöneberg stellt Markus Hesselmann, Chefredakteur Online beim Tagesspiegel, diese Frage 

 

Kommentar

 

Ja. Was aus Fakten wird, wenn man sie sich selbst überlässt, habe

ich  beschrieben.

Es ist falsch, Übergriffe zu verschweigen wie es seit Jahren getan wird.

Ich selbst habe erlebt, dass ein älterer Mann sich aus der Dusche kommend mit voller Absicht das Handtuch, dass er um die Hüften hatte, geöffnet hat. In dem betreffenden Schwimmbad gibt es nur den Unisex Bereich und es waren Mädchen im Gang. Reaktion der Berliner Bäder Betriebe, kann nicht sein.

Ich selbst habe erlebt, wie in einem Damen Umkleide Gang sich Männer aufhielten und auf Hinweis so ausfällig wurden und unbedingt der Meinung waren, weil sie mit Kindern dort waren, durch die Damen Dusche gehen zu dürfen. Ebenso erlebe ich immer wieder in einem (anderen) Schwimmbad mit Unisex Umkleidekabinen, dass Männer und Frauen sich an den Spinden nackt aufhalten. Mir ist das völlig egal solange es nur um das umziehen geht, aber das ist nicht im Sinne des Erfinders. Wenn dann aber, auch von Frauen übrigens, das mit Seitenblick auf vorbeigehende Männer geschieht, frage ich mich schon, ob die wissen, dass sie in einem öffentlichen Schwimmbad und nicht in einem entsprechenden Club sind.

 

Es muss thematisiert werden, dass es Pädophile gibt in Schwimmbädern, Männer gibt, die in Bädern mehr als nur schauen. Selten, zum Glück, aber sie sind existent.

Wir leben 2016 und wir sollten doch wissen, dass Probleme nur lösbar sind, wenn sie in aller Offenheit diskutiert werden können.

Ja, im Fall des letzten Übergriffs handelte es sich mutmaßlich um syrische Kinder, aber die Nationalität spielt eine untergeordnete Rolle.

Sexuell motivierten Sprüche kommen auch von Männern, die deutsch sprechen. Ich habe Situationen erlebt, dass Männer meinen, sexuell anzügliche Fragen zu stellen, auch in Schwimmbädern und die sich regelrecht ranwanzen. 

Ich kann gut mit solchen Situationen und Sprüchen umgehen, aber zu verschweigen, dass es das gibt, hieße es zu dulden.

 

Und genau deshalb habe ich dem Vorstandsvorsitzenden der Berliner Bäder Betriebe eine E Mail geschrieben  mit der Bitte, diese Probleme offen zu kommunizieren.

Es kommt, zum Glück, selten vor, auch weil unsere Bademeister aufmerksam sind. Aber wenn es vorkommt, dient eine Sprachneutrale Berichterstattung auch der Vorbeugung von Gerüchten.

 

 

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