Der letzte Schritt?

Entscheidung über Unterstützung durch den Bezirk fällt nächste Woche

 

Am 16.11. ist in der Bezirksverordnetenversammlung der Beschluss zur Entscheidung auf der Tagesordnung.

Das heißt, 

soweit ich es einschätze,  habe ich (vorerst) alles getan, was ich tun konnte, um  an das traurige Schicksal von Helene Lewissohn zu erinnern und das beschämende Verhalten der damals Zuständigen aus dem Vergessen zu holen.

 

Die zuständigen heute, also der Berliner Senat und auch die Berliner Bäder Betriebe unterstützen die Namensgebung für den Neubau in Mariendorf bereits. Ich hoffe, dass nun zuletzt auch der Bezirk die zukünftige Namensgebung unterstützt.

 

Ich habe den zuständigen, jetzt scheidenden Senator, Frank Henkel im Bezug auf die Berliner Bäder Politik oft hart kritisiert. Diese Kritik war (und ist) aus meiner Sicht immer berechtigt.

Herr Henkel hat , wie hier zu lesen ist, im Bezug auf die Namensgebung interveniert. Dafür bedanke ich mich.

Die Wende in der Haltung Berliner Bäder Betriebe, die bei meinem ersten Vorstoß nur mit einem "Danke für den Vorschlag" reagiert haben, ist hier zu lesen.

 

Nachdem die SPD Tempelhof Schöneberg zunächst zugesagt hatte, nach der Wahl einen entsprechenden Vorschlag in der BVV einzubringen, ist leider nichts passiert.

 

Ich war sehr überrascht als ich eine E Mail von Herrn Gindra, Die Linke Tempelhof Schöneberg, bekam. Es hat mich wirklich gefreut, dass seine Partei das Heft in die Hand genommen hat und den Antrag noch vor der Wahl im September in die BVV eingebracht hat. Dafür bedanke ich mich.

 

 

Durch  Berichte, unter anderem zur ersten öffentlichen Erinnerung an Familie Lewissohn, hat der Tagesspiegel die Geschichte der Familie Lewissohn bekannter gemacht,  im Newsletter des Bezirks und auch auf Twitter.  Die Berliner Woche hatte einen Zeitzeugenaufruf in einem Artikel veröffentlicht, der sehr erfolgreich war. Vielen Dank.

 

Die meisten der schönen Bilder hat mir Herr H.U. Schulz aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung gestellt. Auch das Bild in diesem Beitrag. 

Ihm und auch den Zeitzeugen danke ich, dass sie mir helfen mit ihrem Wissen und ihren Erinnerungen,

 

 

Die wichtigste und tatkräftigste Unterstützung kommt von Frau Dr. Högl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag. 

Sie war durch den Artikel über meinen Blog im Tagesspiegel auf mein Engagement aufmerksam geworden.

Ohne große Publicity hat sie einfach gehandelt. Hartnäckig, engagiert und, was mir besonders imponiert, sehr persönlich, lässt sie auch weiter nicht nach. Gerade erst heute hat sie in einem, wie ich finde, sehr wichtigen und auch Arbeitsaufwändigen Punkt, ihre Unterstützung zugesagt.

 

Danke für diese wunderbare Hilfe.

 

 

 

Natürlich ist das nicht das Ende meines Engagements. Ich denke, die weiteren Schritte liegen nicht in meiner 'Macht'. 

Es wird, wenn alles klappt, im Rahmen einer Veranstaltung im Tempelhofer Hafen Center eine kleine Ausstellung zum Seebad Mariendorf geben.

Es sind weitere, kleine Veranstaltungen geplant. 

Da ich alles allein finanziere, kann ich momentan nur in diesem finanziellen Rahmen agieren.

 

In den nächsten Monaten werde ich den Fokus auf Adolf Lewissohn legen.

Lewissohn war ein Mäzen des Bezirks, seine Familie und er förderten soziale Projekte, Strassenbau und vieles mehr.

 

Im von Adolf Lewissohn gebauten und zunächst auch betriebenen Seebad Mariendorf, fand nach dem II. Weltkrieg die allererste Bezirksverordnetenversammlung statt. Der erste Bürgermeister, Jens Nydahl (SPD) wurde gewählt in den Gebäuden, aus denen die NSDAP Lewissohns Tochter vertrieben hat. In den Gebäuden des Seebad war eine Entnazifizierungskommission der Alliierten.

Ich möchte versuchen, dass in den Räumen der BVV Tempelhof Schöneberg oder zumindest im Rathaus Tempelhof die Geschichte der Familie Lewissohn, zu der auch Adolf Lewissohn Frau Luise gehört, die eine im Straßenbild der damaligen Zeit bekannte Eishändlerin war, Erwähnung findet. Ich werde mich informieren, was man tun muss, um Gedenktafeln an den letzten Wohnorten zu initiieren und vor allem zu finanzieren.

Wenn jemand dazu Ideen, Informationen oder Hilfe anbieten kann, wäre das toll.

 

Weitere Infos  Seebad Mariendorf

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Kommentare: 1
  • #1

    Lisa (Samstag, 19 November 2016 12:38)

    Sehr schöner Beitrag! Was die Bäder in Berlin anbetrifft, bin ich der Ansicht, dass dieses sportlich wertvolle Kulturgut unbedingt weiter bestehen muss. Es freut mich sehr, dass du dich mit deiner Homepage auch dafür einsetzt! Mal wieder ein sehr lesenswerter Artikel, mach auf jeden Fall weiter so!

    LG und ein schönes Wochenende,
    Lisa