Berliner Wetter Betriebe

Wirtschaftliche Situation?

 

Unter diesem Titel hat die Abgeordnete Marion Platta, Partei die Linke, eine Kleine Anfrage gestellt

 

 

Antwort Tenor in Stichworten

Das Wetter

Das Wetter

Das Wetter und außerdem: das Wetter

 

Keinesfalls die Öffnungspolitik, unter gar keinen Umständen Schließungen aus Personalnot oder Fehler in der Planung. Wird Petrus eigentlich von irgendjemandem dafür bezahlt, dass er immer seinen Wetterkopf hinhalten muß?

 

Als Hinweis für das nebenstehende Bild: inklusive vermietete Wasserfläche beachten


Oben ist die Wetterkarte Mai 2016. Rot: Höchsttemperatur, blau tiefste Temperatur.Links unten Juni, recht der Juli 2016

Der Vollständigkeit halber der August nebenstehend.

Unten im Bild die Öffnungstermine der Sommerbäder (per klick vergrößern)

Die Schließungen der Hallen für die Öffentlichkeit

Es wird deutlich, dass bei Sommerwetter Freibäder geschlossen blieben. Warum die nicht früher oder variabel öffnen, wird auf ewig unbeantwortet bleiben. Ebenso die Frage, warum Hallenbäder fast alle gleichzeitig gewartet werden müssen. Statt endlich mal seit Bestehen der Berliner Bäder Betriebe eine vernünftige Verteilung der Öffnung und Flexibilität hinzukriegen, ist es letztes Jahr gegipfelt in Komplettschließungen. Teilweise über mehrere Monate für Vollzahler, während Freibäder munter auch bei 30 Grad geschlossen blieben oder einfach mitten im Sommer 3 Wochen zu waren.

In Marzahn Hellersdor, um nur ein Beispiel zu nennen, wurde die Schwimmhalle Kaulsdorf trotz erfolgter Wartung auch dann nicht geöffnet, als die Schwimmhalle Helene Weigel PLatz über Wochen wegen Legionellen schliessen musste. Da lässt man dann, ganz Daseinsvorsorgepflichtig den gesamten Bezirk lieber auf dem Trocknen.

In Tempelhof musste das Sommerbad Mariendorf nicht nur die Saison früher beenden, während einer Schönwetterperiode, um das Warmbad in Lankwitz zu öffnen, das Bad war auch mal eben, ganz im Sinne des Auftrags den das kommunale Unternehmen zu erfüllen hat, für 3 Wochen geschlossen. "Wetterbedingt natürlich. Während andere Wetterbedingungen über anderen Sommerbädern zu erweiterten Öffnungen führte. 


Donnerwetter. Die Zahl der unentgeltlichen Nutzungen ist gestiegen. Deshalb wurden die Hallenbäder so lange geschlossen und nur wenige Freibäder zu Saisonbeginn geöffnet?

Das wird die Berliner und Besucher freuen, die bei 30 Grad vor für sie geschlossen Freibädern standen, wenn sie jetzt wissen, das unentgeltliche Nutzungen erfüllt wurden. Es wird auch diejenigen Vollzahler freuen, die monatelang durch die halbe Stadt  fahren müssen, um ein geöffnetes Hallenbad zu finden, in dem sie ihr Geld lassen dürfen. Oder auch mit ihrer Premiumkarte, die sie mangels Rückgabe Option mit Gelderstattung gekauft hatten. Vor Freude jubeln höre ich auch die Sommer Mehrfachkartenbesitzer, die ihre Karten in Lankwitz einsetzen durften, was nur nicht kommuniziert wurde außerhalb eines Radiointerviews mit dem Unternehmenssprecher. Passionierte Schwimmer hatten jedenfalls viel Freude in Freibädern - bei 12 Grad, sonst sah es so aus. Aber auch nur für die, die das Glück hatten, neben einem von den Berliner Bäder Betrieben nicht nur von 10-18 Uhr geöffneten Freibad zu wohnen und Berufstätig zu sein.

Toll ist auch die, laut Bäderkonzept, allein für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehende SSE für Wettkämpfe zu schließen. Wohl gemerkt, nicht nur die Wettkampfhalle, sondern das Öffentlichkeitsbad. Da kann der geneigte Kunde ja als Alternative auf die Schwimmhallen im Südwesten ausweichen. Die Warmbäder Schöneberg, Lankwitz und Kreuzberg hatten die längsten Öffnungszeiten. Naja, es sei denn, man wollte schwimmen. Da bot sich ja die "Alternative", die von den Berliner Bäder Betrieben genannt wird, Schwimmhalle Ernst Thälmann Park, mit 25 statt 50 Metern an. Naja, es sei denn, die war eingeschränkt geöffnet und das gesamte Wochenende geschlossen. Das ist dann eben Pech. 

 

Die laufenden Projekte

 Die "Optmierung" sieht so aus, dass Bäder eine "Insel" bilden sollen und untereinander Personalengpässe ausgleichen.

Super Idee. Hat prima funktioniert zum Beispiel  zwischen Lankwitz und Sommerbad Mariendorf. Der Verantwortliche (Badleiter)  entscheidet nicht, welches Bad er öffnet, das wurde auf Nachfrage deutlich und die Entscheidung fiel bei Sommerwetter natürlich für das 30 Grad warme und teurere Warmbad aus. Wer trifft schon Entscheidungen zugunsten des normalen Berliners, der ins Freibad möchte bei Hitze. 

Man soll also sich untereinander aushelfen mit zu wenig Personal das zu wenige Personal eines anderen Bades zu ersetzen. Mach ich demnächst auch immer so mit meinem Geld. Ich lege 20 Euro von einem Budget ins andere,dann habe ich am Ende also 40 Euro...

Wie solche Lösungen funktionieren, Personal muss Personal in einem anderen Bad ablösen, damit dort jemand eine Pause machen kann zum Beispiel, liest man hier. Da düst dann der Bademeister von einem Bad zum anderen mit seinem Rad während einer Schicht.

 

"Optimierung" der technischen Betreuung?

Klar, ganz einfach. Mangels in den letzten Jahren ausgebildete festangestellte Techniker, macht das dann eine outgesourcte Firma. Pech, wenn in Spandau dann die Technik mittags ausfällt und zeitgleich in Charlottenburg und in Wilmersdorf. Optimierung heißt nur eins: das gleiche wie bei Badewärtern, die früher die Bäder so sauber gehalten hatten. Das macht jetzt der Fachangestellte für Bäder Betriebe, also falls er nicht den Kassierer ersetzen muss. Oder den Streudienst. Oder den Trainer für Kinderschwimmkurse. Ach nee, der ist  ja gar nicht bei den Bäder Betrieben angestellt. Das fällt dann eben aus.

Optimierung heißt: Einsparung.

 

Zur Zukunft Tegels? Seit Jahren? Laufendes Projekt. Läuft, bei Berliner Bäder Betrieben. Aber nicht für Kunden oder unsere Bäder.

 

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