Reaktion auf  Verbot von privatem und gewerblichem Schwimmtraining?

 

 

 

Anweisung an die Bäder

 

Die nebenstehende Anweisung ging in der vergangenen Woche an die Bäder. Montag wurde sie vollständig, mit Namen des Absenders, einem Bäder Manager, im Checkpoint veröffentlicht.

 

 

Ich habe außergewöhnlich viele Nachrichten dazu erhalten. (Ich veröffentliche auch gern, auf Wunsch anonym)

Es gibt eine Menge Menschen die aus ganz unterschiedlichen Gründen, privaten und Berufsbedingten, die regulären Kurse der Berliner Bäder Betriebe nicht nutzen können. Die Zeiten spielen eine Rolle, eine den Nachrichten nach zu urteilen, größere Rolle spielen die individuellen Bedürfnisse.

Ich nehme keinen Unterricht und gebe ihn nicht gegen Geld. Und trotzdem war ich mal darauf angewiesen, privates Training in Anspruch zu nehmen. Als ich mit dem schwimmen wieder anfing nach schwerer akuter und langer Krankheit, brauchte ich Hilfe. Um sicherer zu werden. Um die richtige Technik neu zu lernen. Mit all den vorhandenen Einschränkungen. Nur mit Tipps von Profis, die geduldig auf meine physischen Handicaps eingingen, auf meine Zeitfenster zwischen Klinikaufenthalten und zig Operationen, war es möglich, wieder so zu schwimmen, wie ich es jetzt kann. Ich hätte diese Leute bezahlt, aber ich hatte Glück, dass sie mir einfach so geholfen haben. 

Heute gebe ich jedem Tipps - unentgeltlich- wenn ich danach gefragt werde, sofern ich Tipps habe. 

 

Klar, den Berliner Bäder Betrieben geht es darum, dass keiner Geld verdienen soll auf ihren Wasserflächen ohne die Berliner Bäder Betriebe zu beteiligen.

Mit welchem Recht?

 

Ein Verbot in Parks Yoga Kurse zu geben gegen Geld gibt es auch nicht. Nicht in Parks, die man nur gegen Eintrittsgeld besuchen kann. Warum also in kommunalen Bädern? Jeder muss  Eintritt zahlen und  wenn am Beckenrand jemand hilft technische Fehler zu korrigieren, nimmt man keine Bahn in Anspruch. Im Gegenteil. Derjenige am Beckenrand nimmt gar keine Wasserfläche in Anspruch.

Man soll eine Bahn mieten. 25 Meter für 35 Euro, 50 Meter für 60 Euro,  plus Eintritt. Wer achtet darauf, dass diese Bahn nicht von anderen genutzt wird? Ich wollte mir  mal eine Bahn mieten.  Damals sollte ich selber dafür sorgen, dass niemand anderer die Bahn nutzt. Ich sollte also (damals) 25 Euro plus Eintritt zahlen und statt entspannt zu schwimmen, sollte ich als Kundin mit anderen Besuchern rum diskutieren, die die Bahn nutzen wollen. Ich habe verzichtet.

Ich bin gespannt, ob jemand grundsätzlich sich gegen dieses Verbot juristisch zur Wehr setzt

 

Die Berliner Zeitung schreibt 

"Private Schwimmlehrer machen Bäder Betrieben Probleme"

Weiter heißt es: "wo eigentlich eine abgetrennte Bahn für Gäste reserviert ist, machen sich kommerzielle Schwimmkurse breit"

Realität

So wie in der Schwimmhalle Ernst Thälmann Park vom 20. bis 23.02. abends, respektive morgens, zu Spitzenzeiten?  Die Bahn war blockiert. Mit Genehmigung der Bäder Betriebe. Vermietet. Eine Firma mietete die Bahn und nahm pro Nase rund 99 Euro. Rund 6 Teilnehmer nahmen Gästen mit Genehmigung des kommunalen Unternehmens Platz weg.

 

Rücksichtslose Kunden, ganz ohne Trainer, die schwächere über den Haufen schwimmen, Leuten auf den Kopf schlagen, an der Wende hindern, mit voller Absicht quer schwimmen. Bei Beschwerden vor Ort heißt es: das müssen sie unter sich regeln. Bei Beschwerden in der Verwaltung: wenden sie sich an das Bad Personal. Ich gehe in ein Bad um zu schwimmen, nicht um alle paar Minuten mit Egoisten zu diskutieren.  

Diese beschriebenen Kunden werden von Trainern, die Unfälle kommen sehen vom Beckenrand, gebeten, Rücksicht zu nehmen. Das sind diese Kunden nicht gewohnt und wenn das wiederholt passiert, fühlen sie sich angegriffen.

Beschweren sich dann über "private Trainer" und den Berliner Bäder Betrieben ist das offensichtlich willkommener Anlass das private Training zu verbieten.

Ich kann einige Beispiele nennen, eines aus dem Stadtbad Tiergarten fällt mir ad hoc ein. Es gibt zig Beschwerden beim Personal über zwei Kunden. Selbst wenn das Bad Personal etwas sagt, diese Leute beschweren sich dann in der Verwaltung und das Personal zieht den kürzeren. Mal abgesehen davon, dass Personal, welches am Limit fährt, dafür sorgen muss, dass der Betrieb reibungslos läuft und nicht stundenlang Einzelne bei ihren Störmanövern beobachten kann. Was diese zwei Personen im Wasser machen, ist nur zu sehen, wenn man ständig beobachtet. Tipp: rechte Bahn, egal ob die beiden anderen leer und die rechte Bahn voll ist.

Und das ist nur ein Beispiel.

 

Für Kurse mit ein bis drei Kindern wurden ganze Bäder geöffnet, Daten kann ich nennen. Während das Bad für die Öffentlichkeit nicht zugängig war, nur Freibäder. Bei Regen, 13 Grad. Das "nimmt Gästen Wasserfläche"

 

Die Kindergruppen. Eltern, die mit ihren Kindern privates Training veranstalten, in der einzigen abgetrennten Bahn während der Rest des Bades leer ist. Die Frage ist aber, wer für diese Art Ignoranz verantwortlich ist. Vielleicht habe die Eltern keine Zeit sich morgens für einen Schwimmkurs um 6 Uhr in eine Schlange zu stellen? Oder kein Geld?  Vielleicht hat die Kita keine Wasserfläche, kein Personal? Im Fall der Fälle räumen wohl die meisten Kunden gern für Kinder das Feld. Aber das Problem sind ja nicht die Kinder, sondern mangelnde Richtlinien und deren Umsetzung.

Ein Bademeister der solche Eltern bittet, doch im leeren Becken Unterricht zu geben, hört Worte, die so beleidigend sein können, dass ich diese Kunden raus schmeissen würde.

 

Das größte Problem, welches "Gästen, die schwimmen wollen" Fläche nimmt, ist der Personalmangel der Berliner Bäder Betriebe, die gekürzten Öffnungszeiten, die trotz Kürzungen nicht eingehalten werden. Kunden, die vor geschlossenen Bädern stehen. By the way, was ist eigentlich mit der groß angekündigten Werbung, dass öffentliches schwimmen in der Thomas Mann Strasse möglich ist? Nächste Woche geschlossen. Und im Stadtbad Spandau Nord, pünktlich zum Wochenende, wenn die meisten Leute Zeit haben?

 

Das sind die wahren Probleme in Bädern.

Die Berliner Bäder Betriebe sollen mal ganz konkrete Daten nennen. An welchen Tagen hat zu welcher Uhrzeit welche Art von privatem Training Gästen etwas weg genommen? 

 

Wie in meiner Antwort auf den Kommentar unten, lehne ich es natürlich ab, wenn Gruppen privater Trainer ohne Vertrag mit den Berliner Bäder Betrieben unangekündigt Wasserfläche belegen. Aber, ist das wirklich privates Training oder einfach ein Kurs, der nicht kommuniziert wurde?

Die Aufsichtsmitarbeiter, also unsere Bademeister prüfen doch Verträge, wenn es wirklich privat wäre.

 

Update 04.03.2017 Der Autor des Artikel im heutigen Tagesspiegel hat mit mir bedauerlicherweise nicht gesprochen.

Update 05.032017 Derzeit wird seitens der Berliner Bäder Betriebe in den Medien dargestellt, es ginge nur um größere Gruppen. Wer das Schreiben oben liest, liest, dass da auch Einzeltrainings gemeint sind. Es trifft allerdings genauso Einzeltrainings. Bleibt es bei diesem Rundumschlag, sind sowohl diese Trainer als auch deren Kunden keine Besucher mehr. Eintrittsgelder fallen weg. 


 Gastbeiträge

Schreiben  an den Bäderchef. Ich habe den Grund raus genommen, da er Rückschlüsse auf die Person geben würde

 

Sehr geehrter Herr Scholz-Fleischmann,

seit einigen Tagen existiert ein Verbot für jegliche Art von privaten oder gewerblichen Schwimmunterricht in den Berliner Bädern. Ich möchte Ihnen schildern, was das für mich als Kundin bedeutet:
Ich gehe -----------------------------------regelmäßig schwimmen. ----------------------------------- Deshalb habe ich mich entschieden, meine sehr rudimentären Schwimmkenntnisse zu verbessern und mir regelmäßig Übungen und Tipps geben zu lassen, um das Schwimmen von Grund auf neu und diesmal richtig zu lernen. 

Aus mehreren Gründen kann ich dabei keinen Kurs aus dem ohnehin überschaubaren Angebot der Berliner Bäder nutzen ------------------------------------------------------

Ich war sehr glücklich, jemanden gefunden zu haben, der sich auf meine spezielle Situation einlässt und auch zeitlich auf meine Bedürfnisse eingehen kann. Betonen möchte ich noch, dass ich als Schwimmerin mit jemandem am Beckenrand, der mich anleitet, keinem anderen Schwimmer den Platz wegnehmen. Jedenfalls nicht mehr als bei Trainingseinheiten ohne Begleitung - ich schwimme allein weder anders noch schneller. In den letzten Monaten habe ich dank der Anleitungen einige Fortschritte gemacht, bin aber noch nicht so weit, dass ich ohne weitere Tipps und Übungen wirklich durchgehend z. B. Kraulschwimmen kann. Von heute auf morgen ist mir nun durch Ihre jüngste Verordnung jede Möglichkeit genommen, meine Lernphase abzuschließen. 

Ich weiß, dass zahlreiche andere Betroffene vor einer ähnlichen Situation stehen. Bislang habe ich bewusst öffentliche Bäder genutzt, weil ich der Meinung war, dass ich als Vollzahlerin einen Beitrag zur Verringerung des jährlichen Defizits beitragen sollte, statt etwa ein Fitnessstudio mit Bad zu bezahlen. Mir ist bewusst, dass die Eintrittspreise nicht kostendeckend sind. Jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass sich die Kostensituation noch weiter verschlechtert, wenn ich keinen Eintrittspreis bezahle, weil ich nicht mehr bei den BBB schwimme. 

Ist Ihnen eigentlich bewusst, was Sie Ihren Kunden durch eine derart abrupte Anordnung antun? Allen Bademeistern war seit Jahren bekannt, dass vom Beckenrand aus einzelne Schwimmer Anleitungen erhalten. Egal, ob das juristisch das Gewohnheitsrecht auslegbar ist (was ich durchaus für möglich halte) - es ist auf jeden Fall eine Maßnahme, die Ihren Kunden gegenüber rücksichtslos ist.

Noch eine Anmerkungen zum Thema: durch die Anleitungen vom Beckenrand werden andere gestört, was hier und da als Begründung zu lesen war. Nach meiner Beobachtung liegt das Problem an anderer Stelle: es gibt leider in jedem Bad rücksichtslose Schwimmer, die auf langsamere aufschwimmen, dabei entstehen zum Teil auch Verletzungen. Es wäre Aufgabe der Bademeister, hier ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen und solche Schwimmer zurechtzuweisen. Das habe ich in all den Jahren als Schwimmerin, die keine Anleitungen vom Beckenrand erhalten hat, kein einziges Mal erlebt. Es ist aus meiner Sicht völlig nachvollziehbar, dass jemand, der einen Schwimmer anleitet und ihn vom Beckenrand aus beobachtet, rücksichtslose andere Schwimmer warnt und anspricht, bevor diese auf langsamere aufschwimmen. So entsteht dann bei den rücksichtslosen Schwimmern der Eindruck, dass sie durch Unterricht o.ä vom Beckenrand aus gestört werden. Würden die Bademeister ihren Aufgaben in dieser Hinsicht nachkommen, würden keine Konflikte mit anderen Badbesuchern, die am Rand stehen, entstehen. Gerne würde ich Ihnen vorschlagen, sich die Situation unter diesem Aspekt einmal anzusehen, aber das ist jetzt ja leider nicht mehr möglich. 

Ebenso gerne bliebe ich weiterhin Kundin der Berliner Bäderbetriebe. 

Ich wäre daher sehr dankbar, wenn Sie mir beantworten könnten, wie die aktuelle Situation gelöst werden kann. Ich werde in dieser Angelegenheit auch den Sportsenator und andere zuständige Vertreter aus der Politik kontaktieren. 


Gastbeitrag

aus einer E Mail Korrespondenz, mit Einverständnis der schreibenden Person. Aussagen, die Rückschlüsse auf schreibende Person oder beschriebenes Bad zulassen entfernt und ---- 

Ich selbst bin schon sprachlos, wenn ich mich mit einer Anmerkung an einen Mitarbeiter der BBB wenden möchte. Mir scheint, dass private Schwimmlehrer in den letzten 4 Jahren vermehrt am Beckenrand auftauchen, gefühlt wohlgemerkt. Da kann man gleich mehrere Fragen stellen. 

Warum braucht es private Trainer, wenn die Bäderbetriebe doch Unterricht, sogar Einzelunterricht anbieten? Klar, Angebot und Nachfrage kommen hier nicht so richtig zusammen. Schuld sucht man da gerne beim anderen, also beim schwerfälligen Alleinanbieter. 

Wie verhält es sich mit der gewerblichen Nutzung von öffentlichem Raum? 

Schwierig, gut Museen waren wohl nicht das richtige Beispiel, wie sieht es aus mit einem Bauchladen vor dem Brandenburger Tor? Das geht bestimmt schief, vor allem wenn sich am nächsten Tag 10 Bauchläden Konkurrenz machen. Aber welcher Vergleich hinkt nicht. 

 

Der privat angeleitete Schwimmunterricht einer Gruppe auf Bahn 1 und Bahn 2 mit allen Ausrüstungsgegenständen, die ein modernes Schwimmtraining so mit sich bringen kann, fand Dienstags oder Mittwochs zwischen 7 und 9 Uhr morgens --- statt, mehrere Wochen hintereinander, seit Mitte Januar,-------------------

Es war die Masse, die mich irritiert hat, und so ist es letztlich ja meistens, die einen, an denen stört man sich nicht, die Sorgen maximal für ein bisschen Gesprächsstoff am Beckenrand, die vielen aber, die alle das vermeintliche Recht des einen in Anspruch nehmen, die bringen die Akzeptanz ins Wanken. Es war nur eine Frage der Zeit, bis findige Schwimmlehrer die Lücke nutzten und gleich die ganze Sportklasse ins Becken trieben. Und nun stehen die Bäderbetriebe da und müssen für gleiches Recht für alle sorgen. Ich möchte den BBB nicht unterstellen, dass sie an den professionellen Schwimmtrainern mitverdienen wollen, dafür ist die Bahn mit 50/35 Euro pro Stunde zu günstig, irgendwie fühlt es sich aber auch nicht richtig an, wenn man mühsam gegen eine Kommerzialisierung der öffentlichen Bäder argumentiert, die Daseinsvorsorge in den Mittelpunkt rückt, den Mehrwert des Schwimmens für die Volksgesundheit oder auch nur für das Überleben am Badesee betont und dann der Sache des privatgewerblichen Schwimmlehrers das Wort redet.

Ich sehe in der Anordnung noch nicht, dass Eltern keinen Kindergruppen mehr das Schwimmen beibringen dürften oder bessere Schwimmer schlechteren Schwimmern nichts mehr erklären sollten. Welcher Raum aber für den privaten Unterricht oder auch das sogenannte personal training im öffentlichen Bad geschaffen werden könnte, müsste mit den Bäderbetrieben diskutiert werden, insbesondere auch von denen, die dieses spezielle Training anbieten. Vielleicht ist es ja möglich, einzelne Bahnen zu mieten, wenn man sich zusammenschließt, es braucht dafür aber mehr Aufwand als nur zwei Tickets zu lösen. Ob sich das am Ende für den jeweiligen Schwimmlehrer noch lohnt, kann ich nicht einschätzen.

Eigentlich ist das aber nur ein Nebenschauplatz und die tatsächlichen Probleme der Bäderbetriebe liegen ganz woanders, doch wem sag ich das.

Aus -----------kann ich erzählen, dass die vielen Kinder --------------auch auf den Bahnen im öffentlichen Becken schwammen, weil nicht genügend Personal vorhanden ist, -----------ganztägig zu bespielen. Wie traurig sind die Tage an denen ich morgens um 8 auf ein dunkles ----gucke, an die bestehende Infrastruktur denke, all das viele saubere Wasser, 24 Grad warm, und keiner schwimmt darin, weil einer fehlt der guckt. Aber da geht es ---------wie vielen anderen Wasserflächen der BBB, Platz genug wäre eigentlich. Und an die Freibadsaison will ich eigentlich noch gar nicht denken, ich sehe mich morgens schon joggen, und das mache ich wirklich nicht gerne.

 

 


 

 

Kommentar (im Gästebuch) vom 06.03.2017 Ausfall von Schwimmtrainern in der Schwimmhalle Baumschulenweg

Gastbeitrag

08.03.2017 Mit Genehmigung, aus einer E Mail Zuschrift. Angaben die auf den Schreiber oder das Bad Rückschlüsse geben, sind mit ---gekennzeichnet.

 

---,auch um die Zeit gibt es einen---- nennen, weil er ----

--- sehr viel Testosteron.

Mussten viele schon viel Wasser schlucken wegen ihm und er hat auch schon mal Schwimmern Prügel angedroht als sie ihn ansprachen, weil er fast nur mittig auf der breiten Bahn schwimmt und kurz vor der Wende überholt etc.

Der hat mich auch schon mehrmals beim Überholen richtig gerammt, weil nach einer Stunde verkrampfter Kampfschwimmhaltung ist die Koordination ja nicht mehr so gut (denke ich mir und unterstelle ihm nicht immer Absicht)

 

Von der Sorte gibt's dort mehrere. Und dann gibt's noch ne alte Frau,die extrem langsam Kampf-brustschwimmt und Überholer (in absolut angemessenem Abstand, also auf der breiten Bahn quasi am Rand auf der Gegenrichtung) kratzt, schlägt, tritt und die Badehosen runter zieht.

Aber toller, exzentrischer Beinschlag! Da kommt keine Sau vorbei. Ich habe mich mal bei einer Bademeisterin beschwert, als ein Mitschwimmer blutige Striemen an der Brust von ihr abbekommen hat, und da hat sie tatsächlich mit ihr geredet und die Frau ist lange nicht mehr wiedergekommen.

 

 

Das könnte die Kopfschlägerin sein, von der im Blog berichtet wurde.  Und dann die "Peitsche", der Mann mit Skoliose, der asymetrisch schwimmt und mit seinem Beinschlag nach links gefährlich nah in die Nierengegend von Überholenden kommt. Aber der ist wenigstens nett.


Pressemitteilungen Berliner Bäder Betriebe- Trainer Gegenüberstellung 

Medienblick zum Thema

An Mitglieder des AGH Berlin Sportausschuss Stellungnahme aus Sicht einer Schwimmerin

Gastbeitrag: Erfahrungsbericht eines Trainers der Berliner Bäder Betriebe

Lösungsvorschlag Berliner Bäder für alle

Anfrage   Bedingungen Einzelunterricht durch  Berliner Bäder Betriebe

Checkpoint kann man hier kostenlos abonnieren

Berliner Zeitung

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Jot (Donnerstag, 02 März 2017 09:54)

    Könntest du das Bild des Briefes mit höherer Auflösung nochmal posten? Vielleicht liegt es am Bildschirm, aber ich kann es leider nicht lesen.

  • #2

    JDee (Donnerstag, 02 März 2017 15:12)

    Interessant, erst vor wenigen Wochen habe ich mich gefragt, wie es sich mit dem gewerblichen Schwimmtraining jenseits der Angebote der BBB verhält. Es ist immer eine Frage der Masse, einE TrainerIn und einzwei SchülerInnen fallen nicht weiter ins Gewicht. Doch was passiert, wenn sieben Eleven mit Paddels, Schnorchel, Maske und weiteren Trainingsgadgets auftauchen? Die Präsenz auf der Bahn ist unumgänglich, da schwimmt auch keine gute Schwimmerin mehr einfach so drum herum. Darüber hinaus geht mit dem gebuchten Training und in einer solchen Gruppe auch gleich ein ganz anderer Anspruch auf die Schwimmbahn einher.
    Es mag sein, dass in einem Park Yoga oder auch CrossFittraining angeboten werden kann, aber wie sieht es in einem Museum aus, könnte ich da einfach eine private Führung mit 10 TeilnehmerInnen veranstalten? Wahrscheinlich nicht.
    Das private Training am Beckenrand hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, der Personal Trainer ist auch im öffentlichen Bad angekommen. Das bringt nicht nur Vorteile mit sich, wie Trainingsoptionen für Menschen, die am eher schmalen Angebot der BBB und dem in Vereinen organisierten Breitensport nicht teilhaben können. Nein, leider stoßen hier die Interessen der SchülerInnen auch auf Irritationen gemeiner FreizeitschwimmerInnen, die nie mit Flossen und Taucherbrille ins Wasser durften, oder sich plötzlich mit einem ambitionierten Schwimmteam auf Bahn 1 konfrontiert sehen, wo doch Bahn 5 und 4 den schnellen SchwimmerInnen vorbehalten sein sollte. Und die Frage, ob es eigentlich im Sinne der Gemeinschaft sein kann, wenn in einem öffentlich finanzierten Bad ein privates Gewerbe betrieben wird, auf Kosten derer, die keine Nutznießer sind, diese Frage ist auch noch nicht endgültig geklärt.
    Es besteht Diskussionsbedarf, mit besten Grüßen, JDee

  • #3

    schwimm-blog-berlin (Freitag, 03 März 2017 08:47)

    Hallo Jot, kannst du den Text auch nicht lesen, wenn du auf das Bild klickst? So vergrößerst du es.

    Hallo JDee

    absolut, absolut, absolut. Zustimmung. Eine von dir geschilderte Situation, mit ganzen Gruppen, ist untragbar. Insbesondere dann, wenn dabei Ausrüstung genutzt wird, die nur auf dafür ausgewiesenen Flächen zugelassen ist. Ausnahme: Stadtbad Tiergarten. Ich hatte zuletzt dort mehrfach mit Paddles eine auf den Kopf bekommen und auf Frage, ob ich in der falschen Bahn sei, wurde das verneint. Siehe meine Schwimmbad Beschreibung des Bades.
    Hast du solche Gruppen schon gesehen? Ich nicht, was an meinen Schwimmzeiten liegen kann. Falls ja, gern per Mail mit Bad& Uhrzeit. Danke

    Was deine Frage zu Museumsführungen betrifft, ist sie zwar nicht vergleichbar, weil man ja keine Sport Übungen macht,aber das ist möglich und findet auch statt.

    Stimmt, es besteht da echt Diskussionsbedarf. Aber die Berliner Bäder Betriebe diskutieren leider nicht im größeren Rahmen mit Kunden. Schade.

    Liebe Grüße
    schwimm-blog-berlin

  • #4

    Ca.prie (Samstag, 15 April 2017 16:48)

    Als Schwimmlehrerin einer privaten Schule, die täglich mit dem Problem konfrontiert wird, kann ich mir nur Wünschen, daß den BBB bald mal eine endgültige Lösung einfällt. Das ständige Ändern der Regeln (Bahnmiete ja/nein) geht mir und den Nichtschwimmern, die gerade schwimmen lernen, mächtig auf die Nerven.