Berliner Bäder Betriebe schränken Wahlrecht für Berliner Bürger ein

Zum Verbot von privatem Schwimmtraining die Stellungnahme eines Trainers

Gastbeitrag

 

 

Bäder-Betriebe schränken Wahlrecht für Berliner Bürger ein

 

Stellungnahme zum Berufsverbot für Schwimmtrainer

 

 

Seit dem 17. Februar besteht ein Verbot von privatem Schwimmtraining in den Berliner Bädern, ausgesprochen durch die Berliner Bäder-Betriebe.

Eine Kommunikation mit uns als Betroffene fand leider nicht statt. Da für uns immer gemeinsame Lösungen wichtig und das Ziel sind, haben wir natürlich sofort das Gespräch mit den Bäder-Betrieben gesucht.

 

Dieses Verbot ist für uns und viele andere in diesem Bereich existenziell bedrohlich und stellt einen schwerwiegenden und nicht zu rechtfertigenden Eingriff in die Grundrechte von uns legal angemeldeten und steuerzahlenden Unternehmern dar.

 

Es ist ein indirektes Berufsverbot. Die Bäder-Betriebe nutzen ihre Monopolstellung aus, um qualitativ besser arbeitende Schwimmtrainer und somit die Konkurrenz auszuschalten.

 

Gleichzeitig wollen die Bäder-Betriebe jedem Berliner Bürger und Steuerzahler vorschreiben, wo sie ihr Schwimmtraining buchen sollen. Eltern werden dadurch gezwungen, ihre Kinder zu den Bäder-Betriebe zur Wassergewöhnung und zum Schwimmen lernen zu schicken.

Das darf nicht sein! Es obliegt ausschließlich den Eltern und Sorgeberechtigten, wo sie ihr Kind zum Schwimmunterricht anmelden. Durch das ausgesprochene Verbot haben Eltern keine Wahl mehr.

Jeder Berliner Bürger, der Schwimmtraining in Anspruch nehmen möchte, muss das Recht haben frei zu wählen, bei wem er dies durchführen lassen möchte.

 

Die Bäder-Betriebe diffamieren diese große Zahl von Bürgern als Störer und unerwünschte Badegäste, gleichwohl diese als Steuerzahler die Berliner Bäder-Betriebe und den Berliner Haushalt mitfinanzieren.

 

Leider verbreiten die Bäder-Betriebe, zuletzt in der Berliner Zeitung am 2. März 2017, bewusst falsche Tatsachen. In der durch die Berliner-Zeitung abgedruckten Pressemitteilung ist von „gewerblichen Anbietern von Schwimmkursen“ die Rede. Im Verbotsschreiben ist aber ausdrücklich von Personal Training die Rede.

Die Aussagen der Bäder-Betriebe haben rein gar nichts mit dem im Raum stehenden Verbotsschreiben zu tun. Es werden Fakten bewusst verdreht. 

 

Wir privaten Schwimmtrainer bieten ausschließlich Personal Training für 1 oder 2 Personen an. Es werden weder Bahnen eigenmächtig abgetrennt, noch anderen Badbesuchern der Platz streitig gemacht. Der Sportler, der wie jeder andere Badegast auch Eintritt bezahlt, gliedert sich in den normalen Badebetrieb ein. 

Bei einem Gruppentraining mieten wir selbstverständlich Wasserflache an und bezahlen die Bahnmiete laut Entgeltordnung. Dies war schon immer so und wird auch künftig so sein.

Jedoch ist die von den Bäder-Betrieben im Verbotsschreiben vorgeschlagene Anmietung von Wasserfläche für eine oder zwei Personen schlichtweg nicht umsetzbar, da sie weder wirtschaftlich noch vor anderen Badegästen zu rechtfertigen ist.

 

Ziel für uns Schwimmtrainer und legal angemeldete Unternehmer ist es, den Berliner Bürgern eine qualitativ hervorragende Dienstleistung sicherzustellen und zudem den Kindern die Sicherheit mit dem Element Wasser zu vermitteln.

Dies ist umso wichtiger, da Jahr für Jahr unzählige Kinder ertrinken, weil sie nicht schwimmen können. Hier müssen wir alle Zusammenarbeiten um solche tragischen Schicksale zu verhindern!

 

Weiter tragen wir privaten Schwimmtrainer, da wir selbstverständlich über eine Rettungsschwimmerausbildung verfügen, oft zur zusätzlichen Sicherheit in den Bädern bei, indem wir mit auf die anderen Badegäste ein Auge haben und gerade bei Personalknappheit am Beckenrand sind, wenn weit und breit kein Schwimmmeister zu sehen ist.

Von diesem Hauptproblem, nämlich dem katastrophalen Personalmanagement der Bäder-Betriebe, lenken diese hiermit bewusst ab. Wir haben konstant Schließungen von Schwimmhallen aus „betrieblichen Gründen“, was in der Regel Personalprobleme sind. 

 

Die Prioritäten werden durch die Bäder-Betriebe falsch gesetzt. Der Leidtragende ist der Berliner Bürger und Steuerzahler. Bewusst sollen Schwimmtrainer aus den Hallen vertrieben werden, dadurch sinkt die Zahl der Badegäste, da die Sportler der privaten Schwimmtrainer die Bäder dann auch nicht mehr nutzen.

Somit werden dann die Öffnungszeiten für die Berliner Bürger immer weiter eingeschränkt und Hallenschließungen sind das Resultat.

 

Wir sagen: nicht mit uns! Es kann nicht Ziel des Berliner Senats sein, Arbeitsplätze zu vernichten, Schwimmtrainer und Unternehmen in die Insolvenz zu treiben. Den Bürgern vorschreiben zu wollen, bei wem sie trainieren ist nicht hinnehmbar. 

Schließlich sind wir Schwimmtrainer und Berliner Bürger es, die durch unsere Arbeit die Bäder-Betriebe und den Berliner Haushalt finanzieren. Oder ist es dem Senat lieber, die Zahl der Sozialhilfeempfänger zu erhöhen?

 

 

6. März 2017 | Alexander Steinhart

 

 

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Stellungnahme Berufsverbot für Schwimmtrainer
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Kommentare: 1
  • #1

    SKA (Montag, 06 März 2017 23:39)

    Sehr gut zusammengefasst!