Sitzung Sportausschuss zum Thema Sportbahnen

Sportbahnen und deren Nutzung

 

waren ein Randthema in der Sitzung am 10.03.2017.

Herr Scholz-Fleischmann erwähnte, dass in den Bädern wieder Sportbahnen ausgewiesen werden. Ich habe über diese erste Einlösung einer Zusage hier berichtet.

 

Dort schreibe ich unter anderem, dass abgeleinte Bahnen, die als Sportbahnen genutzt werden, nur dann Sinn machen, wenn diese Bahnen auch im Bad beschildert sind und eine Sortierung im Sinne rechts schwimmen im Kreisverkehr erfolgt.

 

Aufsicht soll nicht sortieren

Der Bäderchef sagte, ungefragt, dass die Berliner Bäder Betriebe Betreiber sind und alle Gäste aufeinander Rücksicht nehmen müssen. So eben in diesen Bahnen die sportlichen Schwimmer auf die, die diese Bahn auch nutzen. Die Berliner Bäder Betriebe wollen keine Sortierung dort vornehmen.

Mit dieser Aussage erklärt sich, warum unsere Bademeister sich vergeblich abmühen, wenn sie Gäste bitten, wirklich sportlich zu schwimmen. Sobald sich diese dann beschweren, hat das Personal ein Erklärungsproblem.

 

Anja Schillhaneck, Die Grünen, hat hierzu nachgefragt, warum die sportlichen Schwimmer auf alle anderen Rücksicht nehmen sollen und die anderen nicht auf sportliche Schwimmer.

Es müsse eine Regelung, im Sinne von Pool Rules, möglich sein.

 

Jeder kennt sie, die Nutzer, die glauben, ihnen gehört das Schwimmbad

Dazu zählen rücksichtslose Kraulschwimmer, die plaudernde Gäste über den Haufen schwimmen außerhalb abgeleinter Bahnen obwohl diese leer sind,  aber eben auch die Nutzer, die auf Teufel komm raus in der einzigen abgeleinten Bahn rückenpropellernd oder quer cruisend meinen, es sei einzig ihr Recht die gesamte Bahn zu besetzen, während der Rest des Beckens frei wäre.

 

Ich beschwere mich ab sofort in regelmäßigen Abständen

Anders ist das Problem offensichtlich nicht zu erfassen für Verantwortliche bei Bahnenbelegungen.

Im Grunde ist das echt ein blödes Gefühl, mit Beschwerden endlich klare Regeln zu erreichen, aber nach dem letzten Unfall - ein Schlag auf den Fuß von einem seitlich ausschlagenden Kraulschwimmer mit Paddles ohne jegliche Entschuldigung, dafür mit Hämatomen an den Zehen- lässt mir keine andere Wahl.


ich wende mich heute an Sie mit einer  offiziellen Beschwerde über das Verhalten einiger rücksichtsloser Nutzer der Berliner Bäder.
Ich bedaure, dass ich diesen Weg nehmen muss, aber ich sehe in Anbetracht der Situationen keine andere Möglichkeit der Abhilfe.
 
Ich wurde von einem Schwimmer, der mit seitlich ausschlagenden Armen und Paddles 'krault' mit voller Wucht auf den Fuss geschlagen während er mich zu überholen versuchte. 
Ich war deshalb in ärztlicher Behandlung, dort wurde dokumentiert wie die Verletzung entstanden ist. Ich habe Fotos der Hämatome gemacht, diese sende ich gern zu wenn das nötig wird.
Zusammenstöße können passieren. Bei der Wucht des Schlages und in Anbetracht der Größe und Farbe der Hämatome ist sicher, dass dem Verursacher den Schlag nicht entgangen ist. Entschuldigt hat er sich nicht. Das Verhalten des Mannes ist bekannt unter Stammgästen.
 
Immer wieder kommt es zu derartigen Situationen durch Nutzer, die offensichtlich glauben, sie seien die nächsten Olympiasieger. Um dieses Ziel zu erreichen, wird alles über den Haufen geschwommen, getreten und geschlagen, bis hin zum zerren an der Schwimmbekleidung, was dieser Einbildung im Wege ist. In Pausen dann mit der Einnahme von Getränken und bei Dehnübungen mit in die Bahn gestreckten Gliedmaßen die Wand blockiert, so dass Rollwenden nur weniger defensiven Schwimmern als mir möglich sind.
In den abgeleinten Bahnen bewegen sich Gäste, die mehr im Wasser stehen als sich vorwärts bewegen, was nicht stören würde, wären es nicht genau diese Gäste, die sich grundsätzlich mittig in den abgeleinten Bahnen aufhalten, so dass niemand sie überholen kann. Gäste die mitten in
 diesen Bahnen an den Leinen oder Seitenwand hängen sind schon fast Alltag zu Stoßzeiten. Das gefährlichste sind die Gäste, die mitten in einer Bahn in die Gegenrichtung wechseln, unvermittelt, senkrecht strampelnd und so sich und andere in Unfälle verwickeln. Die beliebteste Antwort, wenn man versucht, diese Gäste auf die gegenseitige Fairness in  'Sportbahn' hinzuweisen, sind Beleidigungen aller Art, Tritte und die Aussage "ich schaffe keine ganze Bahn".
In der Presseerklärung vom 08.03.2017  führen die Berliner unter anderem an, dass "Unterhaltungen an der Wand und/ oder die Nutzung von Flossen, Paddles etc, den Fluss der schwimmenden Gäste beeinträchtigen"
Welche Regelung gilt für andere Gäste als die in der Pressemitteilung genannte Gruppe?
 
In der Anlage sende ich Ihnen eine Liste der den Kreisverkehr in abgeleinten Bahnen störenden Situationen der letzten Tage. 
Ich weiß, dass Sie Stellungnahmen der Badleitungen einholen bei dieser Art Beschwerden.
Ich habe mir selbstverständlich die Daten der Vorkommnisse und die Bäder notiert, sie in der Anlage allerdings entfernt, da mir Stellungnahmen zu einzelnen Situationen nicht helfen bei einer grundsätzlichen Regelung gegen rücksichtsloses Verhalten einiger rabiater Nutzer der Bäder. Das  Problem ist nicht die  Nutzung von Paddles und anderem Equipement, sondern die wachsende Rücksichtslosigkeit von Nutzern.
 
Ich bitte um eine Antwort bis zum 31.03.2017 
 

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