Unterschriften Sammlung zur Vorlage beim Aufsichtsrat Berliner Bäder Betriebe

Update:

Danke an alle, die mit ihrer Unterschrift zeigen, dass wir Schwimmer uns wehren. Es sind mehrere Hundert Unterschriften allein in den wenigen Wochen, trotz - oder gerade wegen vieler geschlossener Bäder zusammen gekommen

Es gab ein paar Mal Nachfragen, warum nicht die Sammlung in zwei Abschnitte unterteilt ist.

Das war unsere Anfangsidee, weil die meisten Schwimmhallen geschlossen werden für die Öffentlichkeit seit April. Wir wollten uns einen Überblick verschaffen, ob überhaupt die Bereitschaft besteht, gemeinsam gegen die immer weiter eingeschränkten Bäder Öffnungszeiten vorzugehen.

Es wird weiter gesammelt.

Es reicht!

Es vergeht keine Woche ohne Einschränkungen,Schließungen und Sperrungen in Berliner Bädern. Trotz immer weiter gekürzter Öffnungspläne immer mehr Ausfälle. 

Betroffen von Schließungen sind alle. Schwimmer, Kinder und Erwachsene, die schwimmen lernen wollen, Kursteilnehmer, Schulen, Kitas und Vereine. 

Wir wehren uns.

Die Bäder gehören allen. Sie müssen endlich auch für alle nutzbar sein.

Die fortlaufenden Einschränkungen der Öffnungszeiten in allen durch die Berliner Bäder Betriebe verwalteten Bädern stellt die Öffentlichkeit, Vereine, Schulen, Schwimmkurse und Kitas zunehmend vor massive Probleme, die mit aktuell knapp 50 Millionen Euro vom Berliner Steuerzahler finanzierten Bäder zu besuchen. Die Verkürzung der Öffnungszeiten in den Morgen- und Abendstunden, die von den Berliner Bäder Betrieben als nutzbringende „Vereinheitlichung“ verkauft wird, ist weder einheitlich noch zuverlässig. Denn hinzu kommen die zahlreichen Ausfälle von Betriebsstunden, von denen die Kunden meist erst verspätet erfahren. Bezahlte Kursstunden fallen in massiver Höhe aus. Eltern müssen sich für Schwimmkurse vor 6:00 vor einem Bad in die Schlange stellen, um Kurse im voraus zu zahlen, die dann nicht stattfinden können. Berufstätige Schwimmer können frühestens ab 6:30 und häufig nur bis 19:00 schwimmen. Das stellt bereits eine enorme Einschränkung der Gesundheitsvorsorge dar. An Wochenenden ist es Berufstätigen vor 8:00 und nach 19:00 nirgends mehr möglich, ihre Gesundheitsvorsorge abzusichern.

Erhöhte Zuschüsse des Abgeordnetenhauses aus 2016 für mehr Personal haben am Beispiel der fortlaufenden „betrieblich“ und „technisch“ bedingten Schließungen offenbar keinerlei Wirkung gezeigt, denn die Öffnungszeiten wurden im Normalbetrieb und an Feiertagen, hier am Beispiel von Ostern 2017 im Vergleich zum Vorjahr nochmals massiv eingeschränkt, ohne Rücksicht auf Sozialräume zu nehmen: Schwimmer mussten durch ganz Berlin fahren, um morgens ein geöffnetes Bad zu finden. In den frühen Abendstunden befanden sich die einzigen beiden in unmittelbarer Nähe voneinander. Es steht zu befürchten, dass Schwimmer wie im Sommer 2016 mit Eröffnung der Freibad Saison nur in wenigen und somit völlig überfüllten Freibädern schwimmen müssen, während zentrale Hallen für sportliches Schwimmen geschlossen bleiben. Auch nach der Sommersaison ist mit personell bedingten Schließungen von Bädern zu rechnen die zunehmend und dauerhaft für die Öffentlichkeit nicht nutzbar sein werden.

 

Danke an die Verfasserin der Texte, die anonym bleiben möchte.

Der erste Abschnitt läuft bis 15.06.2016. Die Unterschriften Aktion wird nach der Sommerpause der Schwimmhallen weiter geführt bis 31.12.2017. Danach werden die Vorbereitungen für ein Volksbegehren beginnen.


Die Unterschriften Sammlung findet vor allen Bädern statt.  Falls du die Liste noch nicht gesehen hast an deinem Bad, du kannst sie hier runter laden und mit helfen, in deinem Bad, deinem Verein, deiner Schule, wo du möchtest, Unterschriften  sammeln um die Nutzerfreundlichkeit unserer Bäder endlich wieder zu gewährleisten. Wir bitten dich, die Listen bei dir zu behalten und nicht in Bädern auszulegen, auch wenn die Mitarbeiter dazu bereit wären. Unsere Bademeister sollen keinen Ärger bekommen. Wenn du nicht sammeln magst, kannst du dir auch das PDF nur für dich  runter laden, ausfüllen, Unterschrift nicht vergessen.

Per Mail oder an die angegebene Postadresse schicken. Oder du rufst an, dann hole ich Listen ab. Damit du weißt, was wir fordern, hier vorab der Text auf der Liste. Bei Fragen kannst du gern anrufen oder schreiben.

 

Eins ist sicher: es werden weitere Aktionen folgen.

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20170715_Unterschriftensammlung_BBB.pdf
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Kommentare: 1
  • #1

    Brigitte f (Sonntag, 14 Mai 2017 15:42)

    Ich bin so sauer.Schwimmen ist Gesundheitsvorsorge.Mit 74 hat man keine Chance regelmäßig schwimmen zu können.
    Ich wohne Baumschulenweg,das Bad ist so nah und doch so fern.Nichteinmal die Schimmvereine können wegen zu knapper Badezeiten noch Mitglieder aufnehmen.
    Dieses Spaßbaden finde ich auch überflüssig,die Kinder sollen doch auch lieber richtig schwimmen lernen.Zum Spaßbaden kann man doch in andere Bäder gehen.Ich habe sogar noch 2 angebrochen Jahreskarten,Schwimmen und Sauna,alles nicht möglich.Es einfach traurig.
    Freundl.Grüße Brigitte Faßbach