Das Wetter Phänomen bei Berliner Bäder Betrieben

 Berliner Bäder Betriebe interpretieren das Wetter so wie es grade gebraucht wird

 

Während es in der Pressemitteilung hieß,  man starte mit "gebremster Kraft" aufgrund des Wetters in die Freibad Saison, öffnet man jetzt also ungeheizte Freibäder mit 16-20 Grad Wassertemperatur bei 7 Grad morgens. Merkwürdig. Anfang April wurden der Saison Beginn für die Freibäder kommuniziert. Um dann sukzessive im Laufe des Aprils geändert, natürlich nach hinten verschoben, zu werden. Entlarvend, die Pressemitteilung in der morgens um 10 Uhr zum Beispiel Saison Beginn im Sommerbad Neukölln mit 03.6. angegeben wurde, um am gleichen Tag abends auf "voraussichtlich Mitte Juni" verschoben zu werden. By the way, sind die Eigentums Verhältnisse eigentlich geklärt? 

Hallen schließen und die immer weniger werdenden geöffneten sind oft einfach zu voll zum schwimmen. Parallelbetrieb von Schulen und Vereine aus mehreren geschlossenen Hallen führt zu weiteren Einschränkungen. Man muss also keine Sozialraum verträgliche Versorgung gewährleisten, sondern macht so weiter wie immer. Zwei Bäder geöffnet, die mit der Tram 3 Minuten Fahrtzeit voneinander entfernt sind, zwei Warmbäder, die in unmittelbarer Nähe liegen, während ganze Regionen die Wahl haben zwischen Frost im Freibad oder zuhause bleiben? 

Werden Öffnungen per Kartenspiel ausgelost?

Ich habe schon gar keine Worte mehr für dieses klein klein in Berlin. Wann fängt man endlich mal an, außerhalb von Mauern zu denken und die Stadt als Ganzes zu betrachten? Schwimmbäder werden von uns allen finanziert, aber Schul - und Vereinsbäder, die sowieso nur im Schnitt an 4 Tagen 1,5 Stunden Frühschwimmen anbieten, schließen für die meisten Steuerzahler für viele Monate.

Interessant, Herr Gaebler sagte deutlich im Sportausschuss am 10.03.2017, die Schließung aller Hallen um Sommerbäder zu öffnen, sei nicht mehr Zeitgemäß.

 

Es gibt Hallenbad Fans, es gibt Freibad Fans. Und es gibt Schwimmer, die je nach Jahreszeit beides intensiv nutzen. Besser, nutzen würden, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben würde.

 Mich würde mal interessieren, welche dieser Gruppen der wirtschaftlich verlässlichste Faktor für kommunale Bäder ist. Sind es die Freibad Fans, die zur Zeit die Freibäder nutzen morgens um 7 Uhr?  Wie viele sind das im Vergleich zu Hallenbad Besuchern zur gleichen Tageszeit bei gleichen Temperaturen? 

Warum gibt es weiter keine Flexibilität im "Größten Bäder Betrieb Europas"? Was ist so schwer daran, mit vernünftiger Verteilung Schwimmhallen zu öffnen? Diejenigen, die ein 16 Grad Freibad nutzen wollen, müssen eben den Weg dorthin in Kauf nehmen. 

Stattdessen lässt man Beispielsweise die einzige im Süden geöffnete Schwimmhalle für eine Veranstaltung schließen, bei der Triathleten- durchaus Neopren geübte Sportler also- 300 Meter in einer 27 Grad Hallenbad schwimmen. Und die Vollzahler sollen ausweichen, im Wintermantel morgens um 7 Uhr am Freibad stehen und in 16 Grad Wasser springen.

Ich halte den Preis von 5,50 Euro für einen ganztägigen Freibad Besuch für völlig richtig. Die Begründung des Unternehmenssprechers "Berliner Freibäder sind geheizt" ist falsch. Der Preis 5,50 Euro für ein 16 Grad kaltes Freibad ist eine Unverschämtheit.

Völlig verfehlte Öffnungspolitik. Wirtschaftlich Unfug, der mit erhöhten Zuschüssen belohnt wird. 

 

Ebenso die die Schließungen von Schwimmhallen an Wochenenden. Am Ende der Saison wird wieder über die Bilanz lamentiert, mehr Geld investiert und nichts, wirklich nichts davon kommt bei denen an, die es mit Steuern finanzieren sollen. Wie in der Morgenpost zu lesen war, sind die Verluste hausgemacht. 

 

 

Am Personalmangel kann es ja nicht mehr liegen,glaubt man der Kommunikation der Berliner Bäder Betriebe. Für die Sommerbäder wurden binnen 9 Tagen 20 Mitarbeiter gefunden, da können doch die Hallen geöffnet bleiben. 

Am 20.04.2017 fehlten 20-30 Rettungsschwimmer 

Am 29.04. waren es nur noch 6-8


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