Winter, Sommer, irgendwas ist immer

"Frühschwimmen in der Schwimmhalle Thomas Mann Strasse" ist Thema einer Kleinen Anfrage von D. Buchner (SPD)

So kann man die Antworten der Berliner Bäder Betriebe auf Kleine Anfragen zusammenfassen.

Da ist es egal, ob in der letzten Anfrage das Gegenteil gesagt wird und ob Aussagen haltbar sind.

Wurden jemals in einer Anfrage Beweise gefordert für die Antworten?

Weder für angegebene "Sanierung", die einfach mal 14 Tage vor dem angekündigten Termin beginnt. Noch für "technische" Schließungen (was wurde wann zu welchen Kosten von welchen Firmen repariert) oder angegebene Zahlen zu "hauptsächlich" (wie viele von 17, mit welchen Wochenarbeitszeiten) am Beckenrand eingestellten Personal. Auch für angegebene Belegungen oder Personalaufwand werden keine Nachweise erbracht, in Bädern steht Wasserfläche leer. In Bädern fällt Schulschwimmen aus, in anderen erscheinen Schulen nicht. In einigen Bädern, während Spitzenzeiten, turnen sogenannte "Kooperationspartner", die nirgends genannt werden, rum, belegen Sprunggrube, Bahn und die zahlende Öffentlichkeit hat das Nachsehen.

Frauenschwimmen immer weiter gekürzt oder gleich ganz abgeschafft, Behindertenschwimmen wurde massiv gekürzt und muss an Wochenenden ganz ausfallen, damit dort ein Kooperationspartner Kurse veranstalten kann.

Für Behinderte gibt es keine Wasserfläche in Freibädern, aber für Be Boarding, Kurse darf Fläche abgesperrt werden. Nutzer eines Freibades standen, ohne Hinweis vorab, vor für Vereine reservierten Bahnen und sollte in ein 19 Grad Becken ausweichen. In dem quer eine Leine gespannt war.

Da werden angeblich geschlossene Bäder von nicht genannten Veranstaltern gemietet oder zu Vereinszeiten bleibt der Verein weg. Zu Vereinszeiten, in denen der Verein eben nicht erscheint, werden Bahnen vermietet. Kurse fallen Reihenweise aus, das E Mail Info System funktioniert auch in der dritten Auflage nicht. Filter bei der Suche nach einem geöffneten Bad wurden eingeschränkt.

Und betroffen ist fast ausschließlich die Öffentlichkeit.

Der Gipfel ist offensichtlich noch nicht erreicht. Nun kommt an einigen Tagen in einem Bad der Nutzer nur mit Sammelkarte rein. Die man aber nur Montags dort kaufen könnte, zu Zeiten, die Berufstätigen völlig unmöglich sind. Berliner, die sich keine Sammelkarte leisten können, immer einzeln rechnen, ob sie schwimmen gehen können, müssen draussen bleiben.

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Welches Sommerbad wurde ab dem 20.02.2017 vorbereitet? Ist es falsch, dass in der Schwimmhalle lediglich einE MitarbeiterIn fest im Dienstplan stand und die restlichen aus anderen Bädern abgezogen wurden?

Wie viele der 7 FAB, die den Betrieb in dieser Schwimmhalle sicherstellen, waren in welchen Zeiträumen vom 06.01. bis 20.02.2017 wie lange erkrankt?


Die Aussagen (linke Seit) vom 10.03. sind vom Vorstandsvorsitzenden der Berliner Bäder Betriebe.

Antwort der Berliner Bäder Betriebe am 08.06.2017.


Wo genau waren "die ersten Techniker" vor dem 10.03. draußen? Waren das diejenige, die in der Schwimmhalle Thomas Mann Strasse die Wasseraufsicht führen? Seit wann führen Techniker Wasseraufsicht?

Wann und wo war "Beginn der Sommerbadvorbereitung" mit wie vielen  Mitarbeitern der Thomas Mann Strasse?

Das Einmaleins des "Größten Bäder Betrieb Europas"

Sind es 17 oder 27? Was wurde aus den Einstellungen, die die für Personal und Finanzen zuständige Vorständin im Januar 2016 im Ausschuss angab? Was aus den 12, die der damals neue Bäderchef angab?

Weitere Aussagen zu "Einstellungen" seit Januar 2016

Antwort vom 19.05.2017, Senator Sport


Und hier nochmal die Aussage aus Dezember 2016 zum Personal in der Schwimmhalle Thomas Man Strasse

Fazit: Es ist nie die Öffnungspolitik, nie das nicht vorhandene Personalkonzept, unter keinen Umständen die Einstellungspräferenz. Es ist immer: das Wetter.

Ich schlage die Umbenennung vor: Berliner Wetter Betriebe