Anmerkungen zum Morgenpost Artikel

Joachim Fahrun hat erneut einen differenzierten Artikel zum Thema Berliner Bäder Betriebe geschrieben. So weit ich das gesehen habe, war er der einzige Presse Vertreter im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses am 23.06.2017

 

Ein paar Anmerkungen zum Inhalt, zu den Plänen der Berliner Bäder Betriebe.

15 Millionen Euro für die Sanierung Schwimmhalle Schöneberg.

Statt Neubau lieber ein Bad aus den 1960 er Jahren sanieren ist ein endloser Tropfen auf...

Ersatz Neubauten und Abriss der Bäder Tempelhof und Holzmarktstrasse. Je 12 Millionen Euro. Na dann. Aber in Tempelhof erst das Multifunktionsbad bauen, oder? Und dann? Ich befürchte,  das Stadtbad als Vorsorge für Gesundheitsbewußte Menschen hat ausgedient.

Gespannt, was zu "Neue Mitte Tempelhof II" vom Senat vorgetragen wird? Dann schon mal den 08.07.2017 vormerken.

Soweit ich weiß, ist die Schwimmhalle Holzmarktstrasse eine der zwei original erhaltenen Bauten der Volksschwimmhallen. Kein Denkmalschutz? Dann sollten die Bezirkspolitiker sich da schleunigst mal drum kümmern, ob das möglich ist.

Sanierung Stadtbad Lankwitz

Ich fasse es nicht, überholtes Konzept, verbaut, aus den Anfang 1970 er Jahren, so ein Bad sanieren zu wollen. Allerdings ist es möglich, dass man bei der Sanierung eine Bausubstanz feststellt, die es nötig machen könnte, das Bad nicht zu sanieren, weil das zu teuer würde. Praktischerweise ist, mit einmal umsteigen, binnen 20 Minuten, das dann sicher fertig gestellte Multifunktionsbad Mariendorf zu erreichen. Darauf kann man dann ja hinweisen.

Sage niemand, er hätte das nicht schon bei Planung gewußt.

Technische Ausfälle

Hm, die wie genau bewiesen werden? Solcher Art Schließungen, die z.B. gestern Teilbereiche eines Bades betrafen und dann, heute, geplant für den Nachmittag, erneut?

Oder die Art "technische" Probleme, die in einem anderen Bad dazu führten, dass am Bad "Mitarbeiter erkrankt" stand und dann, oh Wunder, es "technisch" wurde. Na dann.

Unbestritten, die Technik ist veraltet, aber diese Kommunikation dient nicht der Glaubwürdigkeit. Insbesondere nicht, wenn, wie in einem weiteren Bad, Vereine und Kurse stattfinden, aber "technische" Probleme öffentliches schwimmen betreffen.

729 Stunden ausgefallen im März 2017

Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der Plan Öffnungen im September 2016? 

Im Artikel steht, dass nur der März 2016 schlimmer war. Im März 2016 gab es eine höhere Gesamt Betriebsstundenzahl als im März 2017. Interessant wäre der prozentuale Anteil, der ausgefallen ist in den jeweiligen Monaten, in Relation zum Plan.

 

Gesamt Öffnungs Pläne mit vier Hallen mehr als 2014 und (fast) gleicher) Wasserstundenzahl?

Wenn man immer weiter kürzt, sieht es nach Zuverlässigkeit aus. Wenn man dann noch innerhalb der Saison x fach Änderungen an den Personalstand anpasst, also Kürzungen vornimmt, hat man am Ende 100% zuverlässige Öffnungen. Toll...

Relativ lange Vorlaufzeit Neubau

Ach ja?  3 Jahre passierte: nichts.

Nachdem ich mit Verordneten der BVV Tempelhof Schöneberg Kontakt aufgenommen hatte, wurde das Thema überhaupt erst wieder auf die Agenda genommen. Daraus entstanden Kleine Anfragen, sowohl in der BVV als auch im AGH.

Nun gab es "ein Gespräch" zwischen Bezirksamt und Bäder Betrieben, inhaltlich wurde dazu nichts veröffentlicht.

Na, dann wird eben danach in einer Kleinen Anfrage gefragt.

In Tempelhof Schöneberg gibt es mittlerweile mehr Bewegung in Sachen Bäder.

 

Im Tagesspiegel wurden dann weitere Bäder genannt die saniert werden sollen. Darunter ein Edelstahlbecken für das Kombibad Spandau Süd. Jahrelang geschlossen, Hallen Sanierung für über 15 Millionen Euro. Man hatte natürlich keine Idee,gleichzeitig das Freibad zu sanieren...

2,4 Millionen für das Sommerbad Mariendorf. Um es dann jedes Jahr später zu öffnen und früher zu schließen?

 

Fazit: Mal schnell ein paar Bäder aufgelistet ohne auch nur mal darüber nachzudenken, ob eine entsprechende politische Kehrtwende besser und vor allem wirtschaftlicher ist? Neubau. Bevor man abreisst. Keine Sanierungen mehr von Bädern, die niemals den Stand eines Funktionsbaus 2017 haben können.

 

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