Immer weniger Öffnungszeiten - immer die gleichen Satzbausteine?

Immer wieder stellen Nutzer mir die Antworten auf ihre Beschwerden zur Verfügung.

Fast identische Sätze auf ganz unterschiedliche Beschwerdeinhalte fallen mir auf.

Ich veröffentliche immer wieder solche Beschwerden und Antworten anonymisiert und stelle die Realität den Antworten gegenüber. Zur besseren Auffindbarkeit werde ich sie alle hier zusammenfassen nach und nach.(Bilder per klick vergrößern)

 

Der Hinweis, dass die Berliner Bäder Betriebe verantwortlich sind für Öffnungspolitik kommt immer wieder. Warum wird das nicht an Kontrolle gekoppelt?


Vereinheitlichung?

Blödsinn. Ich habe das hier deutlich beschrieben. Jeder Stammnutzer hat mehrere Bäder, die regelmäßig aufgesucht werden. Das einzig einheitliche: alle werden immer wieder "außerplanmäßig" hauptsächlich für die Öffentlichkeit geschlossen.

Fehlt nur endlose Wiederholungsschleife der "Beliebtheit" und sinkender Besucherzahlen. Niemand ist bisher in der verantwortlichen Politik bereit, diese Behauptungen mal den Tatsachen gegenüber zu stellen. Ein Bad das konstant von 8-22 Uhr öffnet hat mehr Besucher als eines, das über Monate komplett der zahlenden Öffentlichkeit versperrt ist und den Rest der Zeit die meisten Ausfälle verzeichnet aus "betrieblichen" Gründen.

"Ab April"? Nein, die Mitarbeiter aus der Schwimmhalle Thomas Mann Strasse seit Februar. Denn das soll ja der Grund sein, warum dort seitdem keine Öffentlichkeit mehr rein darf. Steht hier

"Zählt man die Strandbäder dazu"? Was soll diese Nebelkerze? Die sind verpachtet, öffnen fast ausnahmslos pünktlich und komplett ohne Personal der Berliner Bäder Betriebe


Wie viele der "viele Badegäste" waren denn die ganzen letzten Wochen so in den Freibädern?

Ich kann es nicht mehr hören. Seit Jahrzehnten scheint man in Berlin einfach an der Realität vorbei zu planen. Freibäder werden bei schlechtem Durchschnittswetter, also unter 25 Grad, die es mindestens drei Tage am Stück sein muß, nur von denen genutzt, die immer schwimmen gehen. Es nervt mich einfach nur noch, dass irgendwelche Betonköpfe darauf beharren "ab 1.Mai müssen aber Freibäder öffnen. Früher war das so und fertig" Es sind genau diese Betonköpfe die zu massivsten Bäderschließungen geführt haben. Immer wieder höre ich das von Besuchern, von Bäder Mitarbeitern und natürlich von Verantwortlichen die kein Personalkonzept haben.  Wo bleiben bei dem jetzigen Wetter (das übrigens weder 2016, noch 2015 noch 2014 im Schnitt besser war und auch die Jahrzehnte vorher nicht) denn diese "früher war das auch so" Nutzer? Im Schnitt sind in einem meiner Stammbäder von 10-13 Uhr etwa 4 Besucher, die wirklich fast immer dort schwimmen. Manchmal sind es 10, viele Male war ich in der Zeit die einzige außer den Mitarbeitern. Diejenigen die früher morgens dort geschwommen sind, werden ausgesperrt durch die späte Öffnung, diejenigen die nach der Arbeit schwimmen waren, stehen ab 17 Uhr vor verschlossener Tür. Die zweimalige Preiserhöhung tut ein übriges. Und dann heißt es auch hier: zu wenig Besucher, weitere Einschränkungen bei der Öffnung. Und, nein, das Prinzenbad und Strandbad Wannsee haben nicht mehr Besucher, nur längere Öffnungszeiten.

 

Nein! Nur das Kombibad Mariendorf hatte über Wochen Montag und Mittwoch Frühschwimmen in der Halle. Dienstags unds Donnerstags 6.30-14 Uhr geöffnet, immer wieder mit unangekündigter Belegung, so dass die zahlende Öffentlichkeit vor einer Wasserfläche stand, die nicht nutzbar war. FReitags war ab und zu von 10-14 Uhr geöffnet und diese Woche ist länger geöffnet. An Wochenenden finden dort Samstags  nur Kurse statt, auf 1 (einer!) Bahn und im Planschbecken, nachmittags Vereine und Sonntags private Vermietungen oder gar nichts. Das Kombibad Spandau Süd bietet privaten Mietern Personal Training, Kooperationspartner die ungenannt bleiben und deren Auswahl intransparent bleibt, nutzen das Bad. Außerdem in der Woche Schulen, Kurse, deren Ausrichter nicht genannt werden und Vereine. Das Kombibad Gropiusstadt öffnet ab und zu die Halle, zuletzt ohne Ankündigung und ohne Zeitangabe. Ab und zu wird eine Öffnung der Halle von 7-20 Uhr kommuniziert und der NUtzer steht bei Regen dennoch vor geschlossenen Türen, weil die Bäder das selbst entscheiden. Das Kombibad Seestrasse öffnete die Halle einige einzelne Tage, an allen anderen blieb es Personal Training, Anbietern aus Hannover und Berlin zur Durchführung von Kursen vorbehalten. In der Woche sind dort Vereine teilweise nicht mal anwesend, Schulen nutzen das Bad regelmäßig wie in der Belegung angegeben?

Überprüft eigentlich nie jemand die Antworten und Angaben des "Größten Bäder Betrieb Europas"?

Ach nein, siehe oben.

Na dann. Das wird jedes Jahr behauptet. Und mit jeder Erhöhung der Zuschüsse wurden es weniger Wasserzeiten für die Nutzer, die weder einen Kurs noch einen Verein nutzen wollen.