Antworten an Abgeordnete im Realitätscheck

Werden unsere Parlamentarier einfach belogen?

Verschwurbelte Aussagen auf klare Fragen, unterschiedliche Zahlen, z.B. bei Einstellungen und sogar schlicht falsche Aussagen zu Schließungen. Ist das Absicht oder Unfähigkeit?

 

Philipp Bertram (Die Linke) hatte am 12.04.2017 eine Kleine Anfrage mit dem Titel "Sommersaison- wann geht es los mit dem Baden im Freien" gestellt und unter anderem gefragt, wie flexibel Hallen geöffnet werden können bei entsprechender Wetterlage.

 

In der Tabelle steht klar, wann die sogenannten "technischen Schließzeiten" sind.

Dazu führen die Verantwortlichen der Berliner Bäder Betriebe außerdem aus

Die Schwimmkurse finden also während der genannten Arbeiten statt? Oder sind die Aussagen gelogen?


Die Realität seit Mai in den Kombibädern

Kombibad Seestrasse

Kombibad Gropiustadt

Kombibad Spandau Süd


Das Kombibad Gropiusstadt Halle hatte an einigen, wenigen Tagen geöffnet. Allerdings dann nicht wie angekündigt von 7-20 Uhr, sondern zum Beispiel an einem Samstag nur bis 9 Uhr, dann wurde vor Ort entschieden, doch das Freibad zu öffnen trotz 15 Grad und Regen. Mehrfach wurden Öffnungen erst angekündigt, dann ohne Zeitangabe allerdings wieder geändert.

Das Kombibad Seestrasse hatte an 3 Tagen die Halle geöffnet, allerdings nicht während Starkregen. Wasserfläche in der Halle wird an einen Veranstalter aus Hannover vermietet, so dass Behindertenschwimmen massiv gekürzt wurde und an Wochenenden für mehrere Monate komplett weg fällt.

Es gab unter anderem Wochentage, an denen das Bad von Personal Trainern zu Vereinszeiten genutzt wurde.

Das Kombibad Mariendorf hatte wöchentlich wechselnde Öffnungszeiten für die Halle. Es konnte passieren, dass man erst nach dem bezahlen des Eintritts feststellte, dass auf der gesamten Wasserfläche keine Bahn zum schwimmen zur Verfügung stand. An Wochenenden war nur für Vereine, einzelne Kurse und Vermietungen an Private geöffnet.

 

Im Kombibad Spandau finden unter anderem Personal Trainings statt. Dort ist "Vereinsbetrieb" ausgewiesen, wer das Training durchführt, wird seitens der Bäder Betriebe nicht kommuniziert. Nachfrage an Vereine hilft bei der Findung der Wahrheit...

Der "Größte Bäder Betrieb Europas" behauptet außerdem

Belegt wird das natürlich nirgends.

Warum?

Ich kann nur empfehlen, dass nach Belegen gefragt wird. Das muss unbedingt in sehr detaillierter Form geschehen.

Wann wurde welches Bad aus welchem Grund für wen geschlossen?

 

Fakt ist, sowohl die Schul - und Vereinsbäder, mit Ausnahme des Stadtbades Tempelhof, als auch viele Hallenbäder wurden für die Öffentlichkeit seit Anfang April massiv eingeschränkt, respektive komplett geschlossen ab Mai. Lange bevor Freibäder öffneten.

 

Die Angaben zu einigen Freibädern und deren Öffnungszeiten sind falsch. Für das Freibad Staaken gibt es kurzfristig andere Öffnungszeiten, das Freibad Wuhlheide öffnet ebenfalls kürzer.

Das Sommerbad Mariendorf soll seit 3 Tagen bis 20 Uhr öffnen. Fakt ist, das Bad schließt weiter  um 17 Uhr die Kasse von Montag bis Donnerstag.

Ich frage mich mittlerweile, ob die Antworten gezielt falsch sind. Es ist ja kaum mit Versehen zu erklären, dass grundsätzlich beschönigt wird.

Wie werden eigentlich Zuschüse genehmigt? Erfolgt das auch auf Grund von angegebenen Betriebsstunden und dem dazu gehörigen Personaleinsatz, Betriebskosten etc?

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