Geänderte Öffnungszeiten - zwei Seiten der Medaille


Es kommt, wie immer, auch 2019, trotz  erhöhter Zuschüsse und  viel mehr Personal, sowohl fest angestellt* als auch Saison- und Leiharbeiter*innen, zu massiven Kürzungen der Öffnungszeiten in Schwimmhallen. Lange bevor adäquat Ersatz durch Sommerbäder Öffnungen geschaffen ist, sind Schwimmhallen geschlossen oder einfach zahlenden Schwimmerinnen und Schwimmern nicht mehr zugängig.

 

Was für die einen hochgradig ärgerlich ist, ist für andere ein Vorteil.

Die meisten Besucher*innen von Bädern können sich nicht einfach so umstellen, so dass sie z.B. statt zwischen 6.30 und 21.30 Uhr  mitten in der Woche von 15-19 Uhr schwimmen gehen können.

Auch einzelne Sonderöffnungen bringen weder neue Besucher*innen noch kommen diejenigen, die  verlorenen gegangen sind durch Kürzungen der Öffnungszeiten zurück.

Paradiesische Zustände

Geänderte Öffnungszeiten die kaum jemand wahrnimmt haben natürlich Vorteile. Für diejenigen, die davon wissen und die sie dann auch nutzen können.

Ganz allein im Wasser und fünf Mitarbeiter*innen am Becken, weitere für Kasse und Reinigung. Also genügend Mitarbeiter*innen, so dass einige zwischendurch sich was einkaufen  und vor allem in Ruhe essen können. Ist bestimmt auch mal schön bei dem sonstigen Personalmangel.

Wie kommt es dazu?

Ganz einfach, am Schwimmbad stand die ganze Zeit, dass in den Ferien keine öffentliche Nutzung stattfindet und teilweise war es auch nicht auf der Homepage zu lesen. So wussten weder die Stammgäste ohne Internet davon noch diejenigen, die nicht sieben Mal am Tag nachschauen können.

Ja, es ist mehr als nur ärgerlich, wenn auf Basis solcher einzelner Öffnungstage dann behauptet wird,es gäbe nicht genügend Nachfrage.

Ein kommunaler Betrieb muss Öffnungszeiten regelmäßig, zuverlässig anbieten  um Stammgäste zu halten  neue Gäste zu generieren.


*Auf der Pressekonferenz am 12.04.2019 wurde die Zahl 65 genannt. Vollzeitkräfte.

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