BVV Sitzung Stadtbad Tempelhof

11.11.2015

 

Problematik Legionellen im Stadtbad Tempelhof

Die Leitung Bau und Technikk (LB&T) der Berliner Bäderbetriebe trifft eine andere Aussage als das zuständige Gesundheitsamt (GA)



Gestern fand die Sitzung des BVV Sport im Stadtbad Tempelhof statt.

Im Stadtbad Tempelhof sind die Wasserwerte schlecht.

Dort wird nur eine sogenannte thermische Desinfektion durchgeführt- hochheizen, die sogenannte Legionellenschalte.

Das GA sagt  dazu ganz klar, das reicht schon lange nicht mehr aus. Legionellen „ruhen“ dann nur und „wachen" wieder auf, weil sie im Rohleitungssystem sitzen. Ich habe unten zusammengefasst, was ich verstanden habe aus der Mail, die ich von einer Firms erhalten habe.


LB&T der BBB sagte gestern auf der BVV Tempelhof Schöneberg, dass man ja thermisch (regelmäßig) desinfiziert habe, neue Duschen eingebaut im Damenbereich (Herrenbereich bleibt wie er ist) und, so wurde es kommuniziert, das Problem damit behoben sei.


Mein Telefonat mit dem Gesundheitsamt ergab heute morgen eine komplett andere Situation.


Diese thermische Desinfektion reicht schon lange nicht mehr aus und es war klar, dass in dieser alten Anlage nur noch der Austausch des Rohrleitungssystems dauerhaft die Betriebsgenehmigung erhalten kann.


Mir als Nutzerin des Bades ist lange vor der sogenannten Schließzeit zur Wartung& Instandhaltung bekannt, dass die Duschen teilweise gesperrt waren, zu heiß zum duschen, kaum Wasserdruck und so weiter. Auf Nachfrage beim GA, ich bin ja nur Laie, wurde mir bestätigt, dass schon zu diesem Zeitpunkt die Legionellenproblematik der Leitung Bau und Technik der BBB bekannt war.


Die Leitung Bau und Technik sagte gestern, man würde mit dem Gesundheitsamt sprechen und weil der Legionellenbefall nur „mittelhoch“ sei, am 17.11. eröffnen können.


Dazu sagt das Gesundheitsamt: Es gibt die Möglichkeit, einen Filter zu setzen. Dieser sei aber teuer. Er löst das Problem für 30 Tage.

Es wird in jedem Fall eine Gefährdungsanalyse geben.


Damit wäre eine erneute Schließung also vorprogrammiert.


In den Ausführungen seitens der BBB fiel meiner Erinnerung nach das Wort Gefährdungsanalyse nicht. 


Wer auch immer aus der verantwortlichen Leitung in der Verwaltung der Berliner Bäderbetriebe zuständig ist, vor Schließung des Stadtbad Tempelhof am 11. Juli war vorher zu sehen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen werden, um das Bad wieder ans Netz zu bringen. Einzige nachhaltige Maßnahme: Austausch des Rohrleitungssystems.

 

Es fehlt das Geld vom Senat.


Als Nutzer des Bades kann man sicher sein, dass Betriebswirtschaftliche Interessen der Bäderbetriebe nicht vor Sicherung der Gesundheit stehen. Dafür sorgt das Gesundheitsamt.


Stadtbad Tempelhof öffnet vielleicht,  nicht ohne Gefährdungsanalyse.

Ich bedanke mich bei der, übrigens sehr freundlichen, Dame für die Erklärung zu Legionellen und Aufsicht durch das Gesundheitsamt. Sie hat mir ein hochkomplexes Thema sehr verständlich dargelegt.

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