Kombibad Gropiusstadt

Das Bad wurde 2015 wieder eröffnet nach langer und sehr teurer Sanierung, 16 Millionen Euro. Zunächst wollten nach Sanierung mit Steuergeldern, die Berliner Bäderbetriebe das Bad einem Verein übertragen. Das wurde abgewendet, außerdem, welcher Verein kann sich das noch leisten?

 

 

Im Bezirk Neukölln ist bereits ein Bad zum teuren Warmbad erklärt worden. Schwimmer hätten gar keine Möglichkeit mehr gehabt einfach nur zu schwimmen.

Das Hallenbad:

 

Vor dem Bad befindet sich ein großer Platz. Das Bad befindet sich mitten zwischen Hochhäusern der 1970 er Jahre. Kommt man zur Tür rein, steht man in einem hellen Foyer, links die Kasse, geradeaus der Weg zu den Umkleiden. Das Foyer ist zwar hell und freundlich neu gestaltet, aber völlig unstrukturiert mit Plakaten, Hinweisen und Glaskasten.

 

Durch das Drehkreuz kommt man in einen Gang, der nach der Sanierung offener gestaltet ist. Helle Farben, mehr Licht. Alles grün weiß. Unisex Einzelkabinen. Aber das kapiert ein Neubesucher nicht so schnell, denn es sind Schilder aufgehängt, die so wirken als wären Damen und Herren getrennt. Völliger Blödsinn und überflüssig. Es gibt Sammelumkleiden für Jungen vorn, Mädchen hinten.

 

Die Föhne befinden sich im Gang, sind supermodern, funktionieren mit 5 Cent auch eine ordentliche Zeit. Mit Spiegel und Bänken davor, um Sachen abzustellen oder sich zu setzen.

 

Tipp bei Damen: zieht man sich in der Sammelumkleide um, braucht man sein Zeug nicht Meterweit zu schleppen um einen freien Spind zu finden.

Die befinden sich dort auch. Es gibt dort auch eine Einzelkabine, wenn Frau das wünscht. Der Weg zu den Duschen führt durch die Tür und ist kürzer als von den Unisex Kabinen. Die Duschen haben noch die alten gelben Fliesen, aber der dunkle Boden ist sehr ansprechend. Leider auch hier, die Duschen sind vormontiert. Plastikablagen, die schnell ranzig aussehen. Es gibt Ablagen und Haken.

 

Durch die Tür steht man vor einem 50 Meter Becken.

 

Mindestens 28 Grad hat das Wasser, eine geleinte Bahn. Empfehlenswert nur, wenn weder Seniorenschwimmen noch Kurse sind. Die Herrschaften gehen grundsätzlich in die geleinte Bahn, auch wenn der Rest des Beckens leer ist. Es interessiert keinen, wenn einer einfach schwimmt, der wird über den Haufen gestrampelt. Keine Aufsicht gewünscht seitens der Verwaltung.

 

Fazit: Schöne Farben, tolle Föhne, sauber ist es überall. Irreführende Schilder. Für mich nur ein Ausweichbad, wenn im gesamten Südwesten wieder mal nichts geöffnet hat.

Schade um dieses ehemalige Sportbad.

 

Das Sommerbad habe ich nach der Sanierung noch nicht besucht.

 

 

 

Das Bad erreicht man mit dem Bus M 11, Haltestelle Fritz Erler Allee/ Lipschitzallee. Der X 11 hält dort teilweise ebenso. Weitere Busse aus verschiedenen Richtungen halten ebenfalls nicht weit entfernt. Von der U Bahn Haltestelle Johannistaler Chaussee bin ich etwa 10 Minuten gelaufen.

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