Meine Beschwerde an den zuständigen Senator Henkel

es ist alles wie immer, nur schlimmer.

 

Im Bezirk Tempelhof Schöneberg Mariendorf schließt das Kombibad Mariendorf/ Halle am 21.03. und öffnet im April nur für Schulen,  Kurse und Vereine.

Das Stadtbad Tempelhof und die Sport und Lehrschwimmhalle, die nur sogenannte Frühschwimmen anbieten, schließen in den Ferien komplett für die Öffentlichkeit und ab April steht somit nur noch schwimmen im Bezirk von 6 bis 8 Uhr an einigen Tagen zur Verfügung. Durchschnittliche Fahrzeiten, mal abgesehen von den Fahrtkosten, zum nächstgelegenen Bad 50 Minuten- einfacher Weg.

Das Stadtbad Schöneberg im Bezirk ist teurer, vor allem aber mit 30 bis 32 Grad warmen Wasser völlig ungeeignet zum schwimmen. 

 

 

Im Südwesten wird es also exakt das gleiche Problem geben wie im letzten Jahr, welches ich Ihnen geschildert hatte.

Die tatsächliche Nutzung der im Bäderkonzept als Mischbäder ausgewiesenen Bäder im Anhang. Das war der Stand im Februar 2016.

 

Mittlerweile wurden zum Beispiel die Betriebsstunden im Stadtbad Charlottenburg/ Neue Halle um 30 Stunden pro Woche gekürzt. Dennoch schließt das Bad weiterhin jede Woche 'ungeplant' mehrere Stunden.

Die Schwimmhalle Finckensteinallee schließt immer öfter früher für die Öffentlichkeit, das Kombibad Gropiusstadt wird von Kursen, Schulen, Vereinen belegt.

 

 

 

Die Schwimmhalle Hüttenweg wurde zum Schul- Kurs und Vereinsbad, obwohl es als Mischbad im Bäderkonzept steht. Der Bezirk Steglitz Zehlendorf hat so gar kein öffentliches Bad mehr nach 8 Uhr morgens (das auch nur an wenigen Tagen).

 

Die Schwimmhalle Wuhlheide könnten die Berliner Bäderbetriebe an die „Schwimmfrösche Steglitz“ abgeben. Dieses Bad ist im Bäderkonzept ausgewiesen als Schul- Kurs und Vereinsbad.  


Was im Bäderkonzept unter Öffentlichkeitsbädern geführt ist, sind 2 Bäder mit 25 Meter Becken, 1 Bad mit 50 Meter Becken zu 'normalen' Preisen und 4 teure, warme, sogenannte Sternebäder. Alle im Südwesten Berlins

 

Zwei  sogenannte 'Sternebäder' allerdings sind Spitzenreiter der 'außerplanmäßigen' Schließungen aus Personalmangel.

Die Alte Halle Stadtbad Charlottenburg zum Beispiel hatte im Januar mehr als 200 Stunden geschlossen, ab nächsten Montag schließt das Bad aus Personalmangel komplett für mehrere Wochen.

Das Stadtbad Neukölln hat, so Frau Siering im Sportausschuss am 29.01. weniger Besucher "weil man dort die Rollwende nicht machen kann"

Als Beispiel: Große Halle Stadtbad Neukölln tiefste Stelle3,75, flachste Stelle 80 cm. Rollwende Problemlos möglich. Der Besucherrückgang ergibt sich aus der Wassertemperatur- 30-32 Grad- und dem höheren Preis von 7 Euro. Kein anderer Grund. Zusätzlich daraus, dass das Stadtbad Neukölln den zweiten Platz unter den 'außerplanmäßig' wegen Personalnot geschlossenen Bädern einnimmt.

 

Ist Ihnen bekannt, dass das Stadtbad Schöneberg, ein sogenanntes Sternebad mit einem Eintrittspreis 7,50€ teilweise den sogenannten Funbereich (untere Etage) sperrt? Grund: es ist kein Personal vorhanden um Aufsicht zu führen. Eintritt ist dennoch 7,50€. Ist das gewollt von der Politik? Dieses Bad hat als einziges eine Besucherzahlsteigerung. Warum? Um das Bad zu öffnen wird teilweise aus anderen Bädern Personal abgezogen. Diese Bäder schließen dann natürlich früher oder komplett für Berliner Bürger.

 

Das Wellenbad Spreewaldplatz, welches Frau Siering nannte als zweites Bad mit Besucherzahlsteigerung: im Herbst 2014 war das Bad wegen Sanierung geschlossen. Daher ist es klar, dass es 2015 mehr Besucher hat...

Im Anhang eine Übersicht zu den ausgefallenen Betriebsstunden, als Beispiel der Monat Februar 2016,  "aus Personalmangel"- Havarien, technische Defekte, Verunreinigungen sind extra berechnet. Seit Beginn diesen Jahres sind weit mehr als 1300 Betriebsstunden ausgefallen in den Berliner Bädern. Bis auf ein einziges Bad gab es in allen Bädern gekürzte Öffnungszeiten, Komplettschließungen.  

Das 'neue' E Mail Informationssystem funktioniert nur ab und zu und dann auch verspätet. Beispiel gestern: die Sauna in der Schwimmhalle Allendeviertel schloß um 16 Uhr statt 21 Uhr. Mitgeteilt wurde das um 19.43 Uhr. Schließt wieder mal ein Bad nach Feierabend in der Verwaltung, stehen Kunden vor geschlossenen Türen. Heißt zum Beispiel: Informationen nach 15 Uhr a m Freitag bis Montag etwa 8 Uhr gibt es nur ab und zu. Teilweise fällt der Verwaltung Stunden nach Planöffnung ein, den Kunden mit zu teilen, dass das Bad geschlossen bleibt.

So läuft das die ganze Zeit.

 

Es gibt Bäder mit mehr als 100 wöchentlichen Betriebsstunden, andere weisen nur um die 70 Stunden auf- sofern die Bäder überhaupt öffnen.

 

Es nützt ja nix, ein „was wäre wenn“ zu lamentieren. Anhand der derzeitigen Personalsituation habe ich ausgerechnet, dass alle Bäder eine wöchentliche Betriebsstundenzahl von 61 öffnen könnten. Wenn...wenn man endlich mal anfängt Bäderpolitik zu machen.

Alle Bäder zur gleichen Zeit öffnen- schließen. Zwei Tarife. Aber das können Sie auch auf meiner Homepage nachlesen.

 

 

 

 

Dort ist übrigens auch zu lesen, dass ich seit September keine Antwort erhalte aus Ihrem Büro im Bezug auf meine Fragen, die ich Ihnen persönlich gestellt hatte. Ebenso frage ich mich, ob und wer die Antworten zu den Kleinen Anfragen im Abgeordnetenhaus auf Realität prüft? So manche Antwort der Berliner Bäderbetriebe kann ich aus dem Gedächtnis widerlegen. Natürlich beweisbar.

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