Schwimmhalle Fischerinsel

Schwimmhalle Fischerinsel

 

 

Das Bad liegt im hippen Bezirk Mitte, auf der bekannten Fischerinsel.

Die Schwimmhalle wurde 2009 (?) saniert und seit Herbst 2015 wurde das Foyer umgebaut und ein Kundenzentrum der Berliner Bäder Betriebe soll dort im März einziehen.

Deshalb habe ich heute mich dort erneut umgesehen.

 

Das Gebäude finde ich schön, die stilisierten Wellen an der Dachkonstruktion weisen gleich auf eine Schwimmhalle hin. Man betritt das Bad durch eine Glastür.

Das Foyer ist schön hell, einladend, ich würde sagen, einer modernen Schwimmhalle würdig. Sitzplätze, kleine Tische und, das mag ich, ein offener Empfangsbereich und kein Kassenhäuschen a la 1970 er Jahre. Ich hatte natürlich vorher angerufen und der Mitarbeiter war sehr freundlich. Mehr noch, er gab auf Nachfrage den Tipp etwas später als zum Frühschwimmen zu kommen. Recht hatte er.

 

Wenn man durch das Drehkreuz geht, beginnt der Barfußbereich. Bei meinem Besuch haben sich alle daran gehalten, respektive wie ich Plastikeinwegschuhe über selbige gezogen. Geht man den kurzen Gang runter, sind dort die Sammelumkleiden Damen vorn, die Herren hinten. Die Treppe runter geht es zur Sauna. Die Fensterfront macht den Gang hell und freundlich.

 

Die Umkleide Damen hat mich erschreckt. Diese Plastikbänke (?) sehen aus, als wären sie verdreckt. Blau waren sie mal, jetzt abgeschubbert irgendwas zwischen gilb und blau. Sie sind aber sauber. Die Spinde sind funktional. Grässlich grau. Was ich toll finde, in der Umkleide befindet sich an der Wand ein großer Spiegel. Es gibt zwei Einzelkabinen, die ebenfalls sauber waren.

Durch die Tür kommt man in die Duschbereiche. Die gleiche Stilwelt wie die Umkleide. Sauber, genügend Ablagen an verschiedenen Stellen mit Haken. Die Duschtemperatur ist regulierbar. Die Fliesen schlimm weiß( (?) Es gibt Schamwände und offene duschen.

Von den Duschen gelangt man um die Ecke in die Schwimmhalle.

 

Da ist dann wieder das Licht, was schon im Foyer einladend wirkt. Die Deckenkonstruktion finde ich toll für eine Schwimmhalle. Durch die Farben wirkt es modern. Ablagebänke aus Stein (?), sehr schick und sauber. Ich sah in der Halle zwei Mitarbeiter.

 

Am Beckenrand der Knaller. An den Startblöcken hängen Zettel mit der Aufschrift „Sportbahn“.

Hallo, warum geht das nicht im Kombibad Mariendorf, Stadtbad Tiergarten usw?

 

Auf den Blöcken an den 3 geleinten Bahnen (drei!) standen diese Hütchen, springen nicht erlaubt. Schade. Die Startblöcke fassen sich gut an und laden dazu ein.

Es waren 4 Gäste anwesend. Zwei Bahnen je ein Gast, die anderen im nicht geleinten Bereich. Also hatte ich die mittlere, Bahn 4..lach.. für mich allein. Ich wäre gern rein gesprungen...

Der Beckenrand ist flach, schöne Übergänge, man kann gut ins Wasser gleiten.

 

Das Wasser. Ich dachte, ich krieg 'n Schlag. Gefühlte 29,5 Grad. Es ist auf alle Fälle wärmer als zun dem Zeitpunkt als ich zuletzt dort war. Ich habe später nachgefragt. Der Mitarbeiter sagte, das Wasser hätte 28 Grad. Never ever. Mein Thermometer hatte ich leider vergessen.

War also besser, dass man nicht springen durfte.

 

25 Meter, leuchtend blau und das liegt an den wunderschönen Lampen unter Wasser. Ich würde davon gern ein Foto einstellen, aber die Berliner Bäderbetriebe verbieten das fotografieren rigoros und Fotos gibt es von dort leider keine, die diese Beleuchtung zeigen. Frevel.

 

Alle Leuchten funktionierten, da war die Bodenmarkierung schon weniger wichtig. Steht man am Rand, sollte man die Fliesen anfassen. Ideal für die Rollwende. Nicht so glatt und rutschig. Da das Wasser so warm ist, kann man sich Zeit nehmen und sich umschauen. Man sieht das Nichtschwimmerbecken und mit den großen Fenstern und dem Mosaik ist das Schwimmbad wirklich gelungen. Den Blick unter Wasser sollte man sich gönnen solange man die Luft anhalten kann. Ich meine, die schönste Beleuchtung in einem Berliner Bad.

 

Nur das Grundprogramm. Eintausend Meter, mit vielen Pausen und Atemschwierigkeiten durch die Wärme. Es war so leer, so einladend und dann Warmwasser. Super schade.

 

Nach dem schwimmen finde ich den Spiegel in der Umkleide doof. Chlorbrillenfrosch muss ich nicht sehen. Aber im ernst, da hat jemand mitgedacht. Im Gegensatz zu vielen anderen Sammelumkleiden in Berliner Bädern, in denen kein Spiegel hängt, ist das praktisch.

 

Die Föne funktionieren mit 5 Cent, laufen relativ kurz und wären besser im Umkleidebereich aufgehoben. Diese alten Dinger, die jeder aus Schwimmbädern kennt. Gute Idee sind die himmelblauen Plastikstühle darunter. Ich musste sofort an diese ranzigen, vergilbten Klappplastikdinger in einem anderen Bad denken. Blau geht also auch...

 

 

Fazit: Ein Schwimmbad, schön, funktional, modern, Sportbahnschilder, geleinte Bahnen und dann so warm wie die Sternebäder.

 

Das Bad erreicht man gut wenn man an der U Bahn Station Spittelmarkt aussteigt. Zur Zeit ist da ein Bauzaun, an dem entlang, über die Brücke und quer über den Parkplatz. Am Gebäude lang dann rechts ist der Haupteingang.

 

Ich gehe davon aus, dass, wenn das Kundenzentrum der Berliner Bäderbetriebe im März eröffnet, das Bad auch Samstags wieder geöffnet hat...

 

Beschreibung Schwimmhalle Fischerinsel auf Iberty 

 

Weitere Schwimmbad Beschreibungen

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Andreas (Montag, 07 März 2016 14:54)

    Danke für den munteren Bericht :). Kritisch und sehr informativ. Ich war auch schon vor Ort und mir hat es gut gefallen. Wer nicht ermäßigt reinkommt, der sollte einen Blick werfen auf den (günstigen) Sauna-Tarif, der auch eine Nutzung des Schwimmbads einschließt.

  • #2

    schwimm-blog-berlin (Montag, 07 März 2016 17:17)

    Hallo Andreas,

    danke für den Tipp. Den werde ich gleich mal weitergeben

    LG
    schwimm-blog-berlin