Schwimmbad Kirche Vom Guten Hirten

Update 18.01.2017

 

Patrick Liesener, CDU Tempelhof Schöneberg, hat mir gestern Abend per Tweet mitgeteilt, dass der Antrag etwas abgeändert werden musste, aber der Tenor bleibt. Der Antrag wurde beschlossen. Nun ist das Bezirksamt am Zug.

 

Update 17.01.2017

 

Das verlassene Schwimmbad und der Antrag von Patrick Liesener in der BVV ist heute Thema im Tagesspiegel Newsletter Leute Tempelhof Schöneberg 

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 Update

10.01.2017

 

Kaum hatte Patrick Liesener, CDU Tempelhof Schöneberg, das Thema entdeckt, hat er schon für die nächste Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung einen Antrag ins rollen gebracht. Dafür vielen Dank.

Bild per klick vergrößern. Hier das Original

 

Still ruht das Bad

 

Ist das vergessene Schwimmbad noch zu retten?

 

Noch ist Wasser drin, aber wie lange noch?

 

 

Das Erzbistum Berlin besitzt in der Kirche vom Guten Hirten in Marienfelde ein Schwimmbad. Seit 1970 gibt es in der Klosteranlage, das außerhalb Marienfelde unbekannte Schwimmbad. Gebaut auch aus Mitteln der Lottostiftung, war das Bad in erster Linie für die an die Kirche angeschlossene Schule für (geistig behinderte) Kinder. geplant.  Es stellte sich heraus, dass der Unterhalt eines Schwimmbad aus dem Schulsport allein nicht finanziert werden konnte und so gab es auch öffentlichen Schwimmbetrieb in Marienfelde.

Das Bad wurde aktiv von der Schule, Kitas, Horten, vielen Marienfeldern Bürgern und 

 

 

auch von Herrn Schweiher vom Ordinariat genutzt. Ich hatte das Glück mit ihm genau den richtigen zu treffen, denn er war in seinen aktiven Zeiten für das Schwimmbad zuständig. Auch im Gespräch im Sekretariat war mehr als deutlich der Wunsch, dass jemand das Schwimmbad wieder in Betrieb bringt und das Bedauern über den jetzigen Stillstand des Bades zu spüren.

Obwohl das Bad so rege genutzt wurde, Öffnungszeiten teilweise durchgehend von morgens zum Frühschwimmen bis abends um 22 Uhr.  2014  ging die Betreiberin. Seither steht das Bad leer. Ein Pächter ist bisher nicht gefunden, was daran liegen könnte, dass eine Sanierung notwendig geworden ist. Technisch ist das Bad auf dem Stand der End 1960 Jahre

Das Wasser ist noch drin, alles andere wäre kontraproduktiv.

 

Sicher ist das Bad für einen ausschließlich auf Wettkampf ausgerichteten Verein, auch aufgrund der Beckengröße, etwa 19 Meter, nicht wirklich geeignet. Allerdings ist es ein ideales Schwimmbad um schwimmen zu lernen. Es gibt eine Zwischenwand (die manche von uns zum Beispiel auch aus dem Kombibad Mariendorf kennen) mit der man das Becken teilen kann. So hat man einen Teil auch für kleinere Kinder. Es gibt in näherer Umgebung Horte, Kindertagesestätten, viele ältere Menschen,die den weiten Weg in ein entfernt liegendes Schwimmbad nicht mehr schaffen. Es gibt auch Anwohner aller Altersgruppen, für die ein Schwimmbad im gesamten Stadtteil schlicht nicht vorhanden ist. 

Im Schwimmbad könnten zum Beispiel Aqua Fitness Kurse stattfinden, aber auch ein Badebetrieb für all diejenigen, die sich gern im Wasser bewegen möchten.

Das Bad könnte interessant sein für Physiotherapie, Rehaeinrichtungen, Fitnessclubs, Schwimmschulen und viele mehr.

 

Im Bezirk Tempelhof Schöneberg wird die Situation für alle Schwimmer mit dem geplanten Abriss des Kombibad Mariendorf äußerst schwierig. Das Stadtbad Tempelhof, ein Schul- und Vereinsbad, nur morgens geöffnet, Eröffnungsjahr 1964, benötigt über 1 Million Euro Investition. Eine Frage der Zeit, wann das Bad nach all den technischen Problemen, aufgegeben werden muss? Mal davon abgesehen, gibt es Gerüchte, dass hinter dem heutigen Stadtbad Tempelhof Wohnungen gebaut werden sollen. Wenn der erste Spatenstich erfolgt, würde das Bad, mit spezieller Untergrundbefestigung, de 52 Jahre her ist, in sich zusammen fallen?

Ein weiteres Schwimmbad gibt es am Sachsendamm, ein Schul- und Vereinsbad das nur noch Frühschwimmen anbietet für wenige Stunden in der Woche. Es gibt noch das sogenannte Sternebad Stadtbad Schöneberg, für viele zu teuer mit dem Preisaufschlag und zu warm, aber für die Marienfelder und Mariendorfer auch ein weiter Weg dort hin.

Allein den Bezirk zu betrachten, wäre zu kurzsichtig. Die Schulen, Kindergärten, Horte usw.,  die heute noch im Kombibad Mariendorf unterkommen, müssen irgendwo Wasserfläche bekommen, wenn der Abrissbagger kommt. Die Bauzeit für den Neubau wird einige Jahre dauern.

Würde das Bad in Marienfelde in Betrieb gehen mit einem vernünftigen Konzept und Finanzierung, könnten die Bäder Kombibad Gropiusstadt und Schwimmhalle Finckensteinallee, die heute schon ausgelastet sind, entlastet werden. Ich schrieb es bereits, eines dieser Bäder wird zwangsläufig der Öffentlichkeit nur noch extrem eingeschränkt bis gar nicht mehr zur Verfügung stehen können mit dem Ende des Kombibad Mariendorf.

Das Schwimmbad in Marienfelde mit Mitteln, aus welchen Töpfen auch immer, zu fördern würde allen dienen. 

 

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