Frauenschwimmen - ein Angebot in kommunalen Bädern

Langjähriges Frauenschwimmen eingestellt im Wellenbad Spreewaldplatz

Die Morgenpost schrieb am 13.03.2017, dass es Beschwerden gab über Zuschauer von außen.

Wann gab es das Frauenschwimmen und wann wurde es abgeschafft?

Verteilung Frauenschwimmen

Das Angebot gibt es nur in wenigen Bädern. 

Zwei von vier Bädern liegen nah beieinander, in Kreuzberg, wo es gestrichen wurde und Neukölln. Außerdem in Reinickendorf und Charlottenburg. Das Angebot in Spandau (Nord) ist ebenfalls klammheimlich abgeschafft worden. Es fand übrigens statt an Montagen, nachdem an Wochenenden Warmbadetage waren und das Wasser noch gut 29 Grad hatte. Im Rest der Stadt: nichts. In drei von vier Bädern, in denen das Frauenschwimmen angeboten wird, hat das Wasser mindestens 30 Grad und ist ein Aufschlag zwischen 1,50 - 2 Euro fällig. Frauen baden also eher als dass sie schwimmen? Warum gibt es in keinem 50 Meter Bad eine Bahn für Frauen zu bestimmten Zeiten? Frauen werden von den Berliner Bäder Betrieben in Bäder verwiesen, die zu den Warmbädern zählen. Warum?

 

Neukölln Kleine Halle Montag 14-22 Uhr

Neukölln Große Halle Montag 10-22.30 Uhr

Stadtbad Charlottenburg Alte Halle Montag 17-20 Uhr

Stadtbad Charlottenburg Alte Halle Donnerstag 20-21.30 Uhr

Paracelsus Bad Donnerstag 8-10 Uhr

 

Wellenbad Spreewaldplatz 12-17 Uhr (Saison 2015/16 )

Stadtbad Spandau Nord 9-13 Uhr (Saison 2015/116)

 

Schauen wir mal hinter diese Meldung.

In der Morgenpost wird der Stadtrat Hehmke, Kreuzberg, SPD erwähnt, der auf Nachfrage geantwortet haben soll " Die große Panorama Scheibe hätte zu viele Zuschauer angelockt und dass die Berliner Bäder Betriebe nicht mehr garantieren konnten, dass nur weibliches Personal eingesetzt wird. Frauen können auf das Stadtbad (in ) Neukölln ausweichen. Dort werde nur weibliches Personal eingesetzt."

Und das wird so hin genommen? Zahlt der Stadtrat die Fahrkarten? Das Frauenschwimmen in Neukölln hat immer weibliches Personal? 

Was ich aber äußerst befremdlich finde, ist die Tatsache, dass auch hier kein Wort darüber verloren wird, wie viele Beschwerden es, von wem, wann, gab? Frauen, die sich darüber beschweren, können nach Neukölln ausweichen. Warum muss wegen einiger das gesamte Angebot eingestellt werden?

Haben die Berliner Bäder Betriebe kein Sicherheitspersonal? Komisch, wenn ich am Fenster eines Bades stehe, einfach nur, um zu schauen, kommen da die Bademeister raus gewetzt und schauen, was ich da so mache. Sehr vereinzelt habe ich zum Beispiel Zuschauer am Stadtbad Wilmersdorf I gesehen, auch hier sind die Bademeister aufmerksam und wenn die sehen, da will jemand spannen, unterbinden sie das. Was genau wollen also die Berliner Bäder Betriebe sagen?

  

Wie sieht es mit dem Frauenschwimmen in anderen Bädern aus?

Beispielsweise am 24. und 26.01., den 21. und 23.02., den 09.03. um nur auf die Schnelle Daten zu nennen, an denen das Frauenschwimmen  im Stadtbad Charlottenburg Alte Halle ausgefallen ist.

Ach, und in Spandau ist das Frauenschwimmen komplett gestrichen ohne dass es bisher so richtig jemanden interessiert hat. Na, ich denke, das ändert sich in Zukunft.

 

Immer mehr Angebote werden eingestellt

 

und keinen scheint es zu interessieren. Ist das die "Service Offensive" die 2016 im Januar von Frau Siering, damals kommissarische Bäderchefin, im April 2016 von Herrn Scholz-Fleischmann wiederholt und am 10.03.2017 von ihm erneut erklärt wurde?

Frauenschwimmen, Warmbadetage in Spandau abgeschafft, Spassbaden in Marzahn gekürzt, ständige Schließungen ganzer Bäder, Wochenlang gesperrte Whirlpools in Schöneberg, EC Karten Zahlung seit Monaten in einigen Bädern nicht möglich. Plansch- und/ oder Therapiebecken in der SSE "Betriebsbedingt" oder gleich ohne Begründung seit Monaten immer wieder gesperrt, Kurse fallen nicht mehr nur aus, es gibt sie einfach gar nicht mehr. Fällt das Kassensystem / Drehkreuz aus, musst du mit deiner Premiumkarte dich an der Schlange im Sommerbad hinten anstellen..

Von angekündigten Online- oder gar Handytickets will ich gar nicht erst anfangen, in Anbetracht der Aussage des zuständigen Staatssekretärs  im Sportausschuss, dass man so weiter machen wolle, graut es mir vor der Sommersaison. Aber die ist ein eigenes Thema. Ich bin gerade dabei, auszurechnen, wie hoch der Anteil der Sommerbäder am gesamten Angebot ist im Bezug auf geplante Betriebsstunden- Ausfälle. Ich bezweifle, dass der Anteil am Umsatzrückgang wirklich so maßgeblich ist, wie es in Aussagen der Berliner Bäder Betriebe scheint. 

 

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