Kleine Anfrage zu Fliesenarbeiten Schwimmhalle Helene Weigel Platz- Kommentar

Stammnutzer erinnern sich, nach der Wartung der Schwimmhalle Helene Weigel Platz im März- April 2017 konnte das Bad nicht öffnen aufgrund "unvorhersehbarer Schäden an den Fliesen im Schwimmbecken. In der Pressemitteilung der Berliner Bäder Betriebe wurde unter anderem kommuniziert, dass bei einer "weitgehenden" Sanierung 2009* dieser Schaden nicht abzusehen war.

 

Stefan Förster FDP, hat zu der Sanierung 2009, aber auch zu den Kosten des Spezialtauchereinsatzes eine detaillierte Kleine Anfrage gestellt im Abgeordnetenhaus.

Die Antworten des "Größten Bäder Betrieb Europas" werfen ein paar Fragen auf- für den Laien. Profis haben sicher alle Antworten parat.

Welche Kriterien hat wer, in welcher Funktion,  für diese Prioritätenlisten festgelegt?

Wer hat wann die Ausschreibung zur Auftragsvergabe an das (namentlich hier nicht genannte) Bauplanungsbüro  vorgenommen und wer hat die Vergabe entschieden?

Welche Unterlagen (unabhängige Gutachten?)  wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt?

Gab es personelle Überschneidungen bei Festlegung der Kriterien der Prioritätenliste und der genehmigenden Organe?

 

150 Euro gespart

Und noch mehr Fragen, natürlich alle aus Laienperspektive...

Die Wartung begann am 27.03.2017.

Warum wurde erst bei Wiederbefüllung der Schaden festgestellt?

Welche Arbeiten wurden bei dieser Wartung, 8 Jahre nach der seitens der Berliner Bäder Betriebe auf unbekannter Grundlage entschiedenen Einsparung der "grundlegenden Arbeiten an den Beckenfliesen" durchgeführt?

Wer hat wann und  wie festgestellt, dass diese "grundlegenden Arbeiten" nicht während der diesjährigen Wartung erforderlich sind obwohl es, nach Angaben der Berliner Bäder Betriebe "Planungsvorbereitungen" für diese Baumaßnahme gibt?

Seit wann gibt es diese Planungsvorbereitungen? Wer ist daran beteiligt?

Nutzungseinschränkung geringer?

 

Das Bad war vom 27.03. bis zum 09.05.2017 geschlossen.

Und wird dann also (2018?) für 3 Monate geschlossen, wenn sich Verantwortliche dazu entschließen diese "grundlegenden Arbeiten" ausführen zu lassen.

Nur zur Erinnerung: 2016 war das Bad wegen Legionellenbelastung vom 29.07. bis 19.09.2016 geschlossen.

 

Es wurden also 150 Euro gespart? Ein Schelm, wer die Personaleinsparung durch eine weitere lange Schließung berechnet. Ein Laie, der glaubt, dass es doch besser gewesen wäre gleich 2009 diese Arbeiten durchzuführen. Ein Schwimmer ohne Ahnung, der sich fragt, warum während Schließungen wie solcher aufgrund Legionellenbefall nicht gleich auch Sanierungsarbeiten durchgeführt werden können.

Eine Kundenorientierte Kommunikation wäre vorbeugend...

* Ein Blick auf die Kosten der Sanierung. Statt 2 Millionen kostete es  6 Millionen Euro. Und dann stellt sich heraus, die  Wendeplatten sind zu schmal.

 

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