Ein kleiner Schritt des Größten Bäder Betrieb Europas - der größte Fortschritt für Berliner Bäderbesucher

Gesprächsangebot eines Bäder Managers

Ich hatte kürzlich erneut Fragen zur Belegung die ohne Angabe auf der Homepage der Berliner Bäder Betriebe stattfindet in Bädern. Ich bat außerdem um Beantwortung der Fragen, die ich nach der Reaktion seitens der Berliner Bäder Betriebe noch einmal präzisiert hatte.

Die von mir angeschriebene Person teilte mir mit, dass sie ein persönliches Treffen vorschlägt.

 

Das ist doch mal eine wirklich gute Entwicklung.  Natürlich habe ich das Angebot gern angenommen. Ich freue mich darüber und war gespannt. Ich hoffte, dass sich ein Gespräch entwickelt von dem alle profitieren. Es ist ein kleiner Schritt zu Nutzerfreundlicheren Bädern in unserer Stadt.

Kunden sind keine Feinde

Das Gespräch hat stattgefunden und war für beide Seiten spannend und anstrengend.

Ich habe die großen Themen, Bahnenbelegungspläne für die Bäder und abgeleinte Bahnen, zumindest in den früheren Sportbädern, vehement vertreten. Für meineN GesprächspartnerIn war das sicher nicht wirklich einfach. Ich kann ziemlich hartnäckig und wortreich sein, wenn es um Nutzerfreundlichere Bäder geht. Insbesondere dann, wenn ich der Ansicht bin, dass die Berliner Bäder Betriebe Vorreiter sein sollten als "Größter Bäder Betrieb Europas" und die Realisierung mit einfachen Mitteln zu bewerkstelligen ist.

 

Es gibt ja Belegungspläne, sie müssen nur veröffentlicht und für die Nutzer öffentlicher Wasserfläche einsehbar werden. Bisher liegen diese Pläne nur den Mitarbeitern der Bäder vor.

 

 

Vernunft geht baden

Alle Bahnen in Bädern abzuleinen ist sicher ein wenig schwieriger, es bedeutet gleichzeitig Schilder aufzustellen und die Gewöhnungsphase ist für alle eine Herausforderung.

Ich bin aber sicher, dass abgeleinte Bahnen erheblich dazu beitragen können, sofern eine umsichtige Sortierung damit einher geht, dass Unfälle verhindert werden können.

Natürlich werden abgeleinte Bahnen die schlimmsten Rüpel nicht daran hindern weiter andere Gäste zu behindern, zu treten, zu schlagen, zu bedrohen und zu beleidigen. Dazu bedarf es eines Maßnahmenkatalogs von mündlicher Ermahnung zu schriftlicher bis hin zum Hausverbot.

Auf gegenseitige Rücksichtnahme zu setzen, so wie in den letzten 20 Jahren, führte leider nicht zu einem vernünftigen Ergebnis.

"Das müssen sie untereinander regeln" hat in den letzten Jahrzehnten zu erheblichen Frust geführt.

Fast jeder kennt das. Nutzer, die sich für die nächsten Olympiasieger halten, brettern an den langsameren, unsicheren, sich unterhaltenden Gästen vorbei. Oft aus Mangel an Platz in abgeleinten Bahnen, noch öfter aber weil sich in den Bahnen Rüpel und Paddler befinden. Jeder ist sich selbst der Nächste, so gefährdet man sich und andere.

Nutzer, die quer in abgeleinten Sportbahnen paddeln und zu regelrechten Furien werden, wenn man sie bittet, den für sie extra vorgehaltenen Platz außerhalb abgeleinter Bahnen zu nutzen. Nutzer in Sportbahnen, die alles und jeden anpöblen bis hin zu Drohungen und Schlägen, obwohl sie selbst sich falsch verhalten

Kurzum, es braucht klare Regeln und eben etwas, das den Verkehrsschildern auf Straßen ähnelt. Und es braucht eine Neudefinition der Nutzergruppen.

 

Aus einem kleinen Schritt scheint der größte Fortschritt für Berliner Bäderbesucher zu werden.

Diese Aussage kam nach dem Gespräch von meinen/ meiner GesprächspartnerIn und wir Berliner Bäderbesucher dürfen hoffen, dass unsere wundervollen Bäder für uns endlich besser nutzbar werden.

Ich behaupte, wenn die Berliner Bäder Betriebe diese Ankündigung wahr machen,  geht es für uns Schwimmer Berlin endlich in die richtige Richtung. Natürlich, die Forderung Bäder für alle von 6-23 Uhr zu öffnen bleibt noch Zukunftsmusik.

Wenn die Berliner Bäder Betriebe ihre Kundenkommunikation auf Augenhöhe gestalten, kommen alle zu einer größeren Zufriedenheit.

Der Wille, so scheint es mir, ist vorhanden.

 

Berliner Bäder Betriebe sind kein Feind

Wir, der Verband der Berliner Bäderbesucher (VdBBB) wollen dazu beitragen, dass zwischen allen Beteiligten mehr Verständnis herrscht. Dazu gehört auch, dass Beschwerden in respektvoller Form vorgebracht werden. In der Vergangenheit war das für viele nicht mehr wirklich einfach. Der Frust über Antworten, die kein Ergebnis brachten oder nur wenig bis gar nichts mit den Fragen zu tun hatten, sitzt einfach schon sehr tief.

Der VdBBB arbeitet auf eine Art Kundenforum hin. Den zweiten Vorschlag dieser Art  hatte ich dem zuständigen Staatssekretär - der auf dem sozialen Netzwerk Twitter klar sagte, dass er für die Prioritäten zuständig ist- bereits auf Facebook, im Rahmen eines Dialogs, gemacht. (Das erste Mal hatte ich das in Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Berliner Bäder Betriebe vorgeschlagen. Eine Reaktion darauf blieb bisher aus)


17.10.2017 (an Herrn Gaebler gerichtet auf Facebook)

Was meine Meinung betrifft, bleibe ich dabei (auch wenn ich viel lieber wieder Vertrauen hätte in Bäderpolitik. Wir haben so tolle Bäder in unserer Stadt. Ja, alt, schrullig, aber liebenswert und für jeden was dabei- wenn sie adäquat gepflegt und genutzt werden könnten). Wie wäre es, wenn Sie mit einer Infoveranstaltung die Besucher kommunaler Bäder zum Dialog einladen? Sie zeigen doch eine hohe Dialogbereitschaft in Sozialen Netzwerken, da wäre es toll, wenn jemand wie Sie das auf die analoge Bäderwelt und deren Besucher ausweiten könnte. Das schafft Vertrauen, Akzeptanz, Verständnis und würde unserer wundervollen Bäderlandschaft zugute kommen. Wenn solche Veranstaltungen dann noch regelmäßig installiert werden können- so wie es das schon in anderen Bereichen gibt- wäre das innovativ und ehrlich gesagt, braucht es dazu kommunikative Politiker wie Sie (ich hoffe, Sie nehmen mir diese persönliche Einschätzung nicht übel)


Herr Gaebler hat leider bisher nicht reagiert, aber wir bleiben dran.

Das Foto zeigt übrigens den Nutzerplan eines Schwimmbads- keinen Belegungsplan-  den ich 2015 selbst erstellt habe.

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Kommentare: 1
  • #1

    @heartaffine (Montag, 13 November 2017 00:08)

    Hey Gratulation!

    Als ich das eben las, dachte ich, ich kann es nicht glauben!
    Mal ehrlich, wenn das passiert und alle mitmachen, dann sind wir in der Tat aus dem Gröbsten raus. Dann hätten wir zum Beispiel so normale Verhältnisse, wie es sie z. B. in München, Treviso, Rom und Zürich gibt. Und da läuft das prima. Man sieht, vorab, was läuft und kann sich vollends drauf einstellen! Klasse! Toll, wenn das tatsächlich das konkrete Ergebnis deiner Gespräche ist! Fast eine (große) Revolution!
    Und Danke, so oder so!