Stadtbad Mitte

 

In der Gartenstrasse, dort wo früher eine der ersten Badeanstalten Berlins stand, findet man heute das unter Denkmalschutz stehende Hallenbad.

 

Von außen nur zu erkennen wenn man nach oben schaut oder an dem kleinen Schild der Berliner Bäderbetriebe.

Man kommt in ein Foyer, in dem eine kleine Tafel Informationen zum Namensgeber gibt.

 

Eine Treppe hoch, befindet sich links das Kassenhäuschen. Eine weitere Treppe höher geht es nach links in die Damenumkleiden, nach recht zu denen der Herren. Auf dieser Ebene befinden sich einige, wenige Fotos, sehr lieblos gestalteter Versuch zu informieren. Schön ist der Blick durch die Fenster auf der Ebene, man schaut direkt in die Schwimmhalle.

 

Vor dem Drehkreuz mit dem Kartenautomaten befinden sich einige Föhne, die aber 10 Cent kosten- im inneren Bereich kostet der Föhn 5 Cent. Hier soll man die Schuhe ausziehen, oder sich Überzieher über die Strassenschuhe ziehen. Leider waren bei all meinen Besuchen, aktuell und vor zwei Jahren, Damen des lesens nicht fähig und rannten mit Schuhen durch den Barfußbereich.

 

Rechts oben in der Ecke ist eine Videokamera.

Ein Hinweisschild auf Videoüberwachung habe ich nirgends entdeckt.

 

Es gibt mehrere Gänge in denen wenige Bänke stehen, auf der anderen Seite des jeweiligen Ganges sind Spinde.

Einige, zu wenige Einzelkabinen gibt es auch. Ich jedenfalls möchte beim aus- und anziehen nicht gefilmt werden. Überall ist es sehr sauber gewesen bei meinen Besuchen.

 

Nach rechts geht es dann zu den Duschen. Zwei Räume ohne Türen.

Die Duschen funktionieren auf Tastendruck. Alle getestet, denn die ersten liefen nur 5 gezählte Sekunden und 15 Sekunden. Das scheint Absicht zu sein, denn keine lief länger als 30 Sekunden.

Die Temperatur ist nicht regulierbar. Kaltduschen gibt es auch. Das WC befindet sich dort ebenfalls und es ist auch dort blitzblank.

 

Der Türlose Durchgang auf der anderen Seite führt in die Schwimmhalle.

Die Architektur ist schön anzusehen mit den Fensterfronten und dem sehr hohen Gebäude. An den Seiten befinden sich Ablageflächen, auch die sind sauber.

 

Das Bad hat ein 50 Meter Becken, welches zum Teil nur 60 cm Tiefe aufweist. Das Becken liegt sehr tief, ein abgleiten vom Rand ist nicht zu empfehlen. Es führen mehrere, sehr schön breite Treppen ins Wasser.

Bahnenabtrennung ist vorhanden. Schwimmt man allerdings, so spürt man deutlich eine Art Strömung/ Sog von den Seiten. Das liegt an Düsen, die sich an den Längsseiten unter Wasser befinden. Ich habe die beiden anwesenden Mitarbeiter danach gefragt. Beide waren freundlich.

Das müsste dringend reguliert werden. Selbst geübte Schwimmer treiben so aus der Bahn. Für Geschwächte ist die Unfallgefahr hoch.

 

Fazit: ein hübsches Hallenbad, von außen nicht so gut zu erkennen als Schwimmbad. Sehr sauber, leider zu wenig Kabinen zum diskreten Umkleiden. Sollte die Videokamera in Betrieb sein, muss ein deutlicher Hinweis sichtbar angebracht werden. Ich hatte mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Anrufe nicht freundlich behandelt werden. Mein letzter Anruf, ob geöffnet sei, wurde beantwortet mit „sonst wär ich wohl nicht hier“. Auf meinen Hinweis, dass ich den langen Weg nicht umsonst machen wollte, wurde mir geantwortet „das Bad in der Seydlitzstrasse hat auch geöffnet“ Nachdem ich gesagt habe, woher ich komme...

Erstens ist auch Personal vor Ort, wenn nur Vereine oder Schulen das Bad nutzen, zweitens frage ich mich, ob Gäste abgewimmelt werden sollen?

Ich empfehle einfach mal bei den Kollegen im Kombibad Mariendorf oder Wilmersdorf als Kunde anzurufen. Da lernt die Mitarbeiterin des Stadtbades Mitte wie man Kunden willkommen heisst.

 

Nachtrag: Ich hatte offensichtlich die falsche Mitarbeiterin erwischt. Bei Folgebesuchen und Anrufen, ob geöffnet ist, hatte ich supernette Leute am Telefon und im Bad selbst angetroffen

 

Das Stadtbad Mitte erreicht man mit dem Bus 142. Von der U 6, Station Oranienburger Tor, läuft man nur etwa 5, 6 Minuten.

Eine Anfahrt mit dem Auto ist nicht zu empfehlen, Parkplatzmangel in Mitte.

 

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