Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark SSE

Die Schwimm- und Sprunghalle im Europark, SSE genannt, wurde 1999 eröffnet. Auf dem Gelände war früher die Werner Seelenbinder Halle. Zunächst ein Veranstaltungsort, später eine Sporthalle. Interessant ist der Umstand, dass vor 1950 auf dem Gelände ein zentraler Vieh- und Schlachthof war.

Bewerbung für Olympia, daraus wurde nichts. Übrig blieb eine Schwimmhalle mit unfertigen Bereichen und zweckentfremdeten Bahnen.

 

Die SSE besteht aus einem riesigen Komplex, der, wie ich finde, eine tolle Idee des Architekten war. Angebunden an die S  Bahn Station, von außen fast unsichtbar dadurch, dass sie 'in die Erde' eingelassen ist. Was futuristisch anmuten sollte, wirkt heute wie eine verunglückte Tunnelvision. Bombastisch,

das Foyer. Wettkampfergebnisse an der Wand die 2009 enden. 10 Jahre nach Eröffnung Stillstand? Keine Wettkämpfe mehr oder zuwenig Interesse seitens des Betreiber? Wie auch immer, ich finds peinlich.

Von dort gelangt man gerade aus in die nur Vereinen und Wettkämpfen vorbehaltene Halle mit Tribünen. Eine tolle Sprunganlage, die selten, aber regelmäßig auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Auf der rechten Seite findet man einen Shop mit Schwimmsport Artikel, rechts eine offene Cafeteria. Dort befindet sich auch der Eingang zum öffentlichen Bereich.

Mir gefallen die gut ausgeschilderten Wege, hell, verglast, super sauber.

Geht man in den Bereich, den die Öffentlichkeit nutzen kann, ist dort ein offener Kassenbereich mit den bekannten Drehkreuzen. Mürrisch wurde grade einer Besucherin geantwortet, dass sie zu früh sei, um den vergünstigten Tarif zu erhalten.

Eine weitere Tür führt zum Barfuß Bereich.

Wie machen das eigentlich die Eltern mit Kindern- und Wagen?

Die zahllosen Umkleiden, vorne die Damen, hinten die Herren sind auf der rechten Seite. Links die Föhne und ich verspreche, nie wieder über die Föhne in der Schwimmhalle Finckensteinallee zu lästern.

Durch die große Anzahl Gänge, Sammelumkleiden und Einzelkabinen, kann man sich, kennt man sich nicht aus, leicht verlaufen. Für Gäste, die dort nur ab und zu sind: unbedingt ein paar Eckpunkte merken.

Ich war in einer der Sammelumkleiden. Super sauber, obwohl dort kein Mülleimer zu sehen war. Spiegel gibt es nur im Bereich der Föhne.

Und again, ein anderes Schließsystem, hier passt nur die 2 Euro Münze

Die Schilder zur Halle sieht man gut, wenn man den Kopf in den Nacken legt beim laufen oder 2 Meter groß ist.

Die Duschen waren toll. Regulierbar, jede gewünschte Temperatur und pico bello sauber. Keine Haarbüschel, keine alten Kosmetikartikel. Ich war Mittags dort und es war nicht leer. Die Toiletten ebenfalls klasse sauber und selbst die Mülleimer nicht übervoll.

Durch eine etwas schwergängige Tür, es gibt bestimmt leichtere hoffe ich, kommt man in die Schwimmhalle.

 

50 Meter, Alle Bahnen geleint. Himmlisch.

Ein Teil des Beckens ist flacher als der andere, ich schätze 1,20 Meter (?)

Ein Teil an der Seite der Türen zu den Duschen war breiter geleint.

Die Halle wirkt auf mich sehr dunkel. Das Wasser war  beleuchtet. Hübsch.

Ich habe mir den Nichtschwimmer und Planschbereich angesehen, überall war es blitzblank. Ob Böden oder Bänke. Toll in dieser Halle gibt es Schließfächer am Rand. Während die Spinde mit 2 Euro Münzen Pfand zu nutzen sind, kann man dort für 1 Euro Pfand etwas so einschliessen, dass man sehen kann, ob sich dort jemand zu schaffen macht. Super Idee wenn man das vorher weiß.

Ich habe die Schnellschwimmer Bahn gesucht. An der Seite mit den Startblöcken war ein Plakat "Trainings Areal". Allerdings war die Rand Bahn, gegenüber den Eingängen zur Dusche,  voller Poolnudeln, die zweite Bahn mit Brustschwimmern und Paddlern und die dritte ebenso. Ich habe eine Weile geguckt, mich dann aber scheinbar für die falsche Bahn entschieden. Dachte ich.

Ein Mann lief durch den flachen Bereich. Eine Dame grätschte im 'Brustschwimmstil' und ein Mann war sehr langsam. Nicht schlimm, aber ich verstehe einfach nicht, welchen Sinn geleinte Bahnen machen, wenn keine Sortierung stattfindet. Die sogenannte Trainingsbahn war besetzt von ähnlich 'schwimmenden' Gästen.

Mir war es nach 500 Metern einfach zu blöd. Überholen nicht möglich, weil die Beine von der anderen Seite mir zu gefährlich schienen.

Ich bin dann zu den beiden Aufsicht führenden Mitarbeitern. Sie saßen direkt auf Höhe der Trainingsbahn. Trotz meinem "Hallo" redete der eine weiter über private Dinge statt zurück zu grüßen.

Auch der andere grüßte nicht.

Danke...

Aus einem Sommerbad weiß ich, dass es Mitarbeiter der SSE gibt, die es echt drauf haben. Im Sommerbad wird natürlich (auch) nicht sortiert, aber der 'Bademeister' ist superfreundlich, kriegt seine Pappenheimer mit Strenge und liebevollen Ansagen in den Griff. So muss das.

 

Aber der eine Mitarbeiter reagierte auf meine Frage, wo denn nun das Trainings Areal ist. Er sagte "Dort wo das Schild ist"- Das wohl auf der anderen Seite steht. Sinnvolle Antwort. 

Ich sagte etwa "Das kann eine alte, halbblinde Frau doch nicht sehen, welche Bahn ist es denn"

Er stand dann aber auf und wies auf die Bahn direkt vor meiner Nase. Ich sagte, die sind doch langsam- und Brustschwimmer. "So ist es eben"

Ah. Keine Sortierung.

 

Fazit:

Die Kritik in den Bewertungen im Bezug auf die Sauberkeit kann ich nicht nachvollziehen. Es war wirklich sehr gepflegt. Auch die Kritik an der Bedienung in der Cafeteria ist unfair. Die Frau war sehr freundlich.

Aber als Schwimmerin war ich enttäuscht. Alles geleint, als sportliches Bad ausgewiesen, eine als Trainingsareal ausgewiesene Bahn und dann das. Heute Mittag war es nicht total voll und gäbe es eine Sortierung, wäre die SSE auch Samstag um 12 ein Paradies für Schwimmer. Ich war zuletzt vor etwa 5 Jahren dort. Und  es wird wieder mindestens 5 Jahre dauern. Leider.

Die Schwimmhalle ist zu erreichen mit der S Bahn. Station Landsberger Allee. Es ist toll ausgeschildert und man kann sich nicht verlaufen.

 

 

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