Sommerbad Wuhlheide

Das Sommerbad Wuhlheide 

 

liegt im gleichnamigen Volkspark, nur wenige hundert Meter von der Strasse entfernt und doch glaubt man nicht, dass man in Berlin ist. Auf dem Gelände des heute bekannten Freibad war früher das "Lichti" genannte, in den 1930 er Jahren eröffnete Sommerbad.

Das Sommerbad wurde 1993 neu eröffnet nach dreijähriger Bauzeit.

 

Der Eingangsbereich ist ist  klein gehalten, aber schon bei einem Blick seitlich staunt man. Ein grosser

Fahrrad Stellplatz, der an den meisten Freibädern nicht wirklich angelegt ist. An der anderen Seite, an der Wand findet man einen Schriftzug, noch aus Zeiten des Bäderamt, denke ich.

Ich war kurz vor 10 Uhr vor dem Bad, natürlich in der Hoffnung, Fotos machen zu können ohne Kunden auf Bildern abzubilden. Ein Blick durch das Tor lässt schon erahnen, welch ein schönes Freibad sich dahinter befindet.

 

Kommt man durch den Eingang, geht es rechts zu den Umkleiden. Dort hätte man vom Fußboden essen können, so sauber war es. Das zieht sich durch die gesamte Anlage. Keine Reste vom Vortag. Die Duschen sind blitzsauber und alle funktionieren.

Was mir besonders gefällt, dasss diese elendigen Seifenhalter dort nicht vorhanden sind. Es gibt genügend Haken für Klamotten oder Handtücher. Wer die Umkleideräume braucht, es gibt Einzelkabinen und eine Sammelumkleide, je für Damen und Herren. In gelb, eben 1990 er Jahre, nutzbar mit einem Ein Euro Stück als Pfand.

Ein Manko gibt es leider. Es sind keine Föhne vorhanden. Das müsste nachgerüster werden. Die müssen ja keine Designerstücke sein, nur zum Haare trocknen, wenn die Sonne mal nicht scheint oder für diejenigen, die noch zur Arbeit müssen oder längere Fahrwege haben.

Die Toiletten auch sauber wie in einem Edelrestaurant. An den Umkleiden vorbei ist ein Imbiss. Moderate Preise, Eis bekommt man, Pommes natürlich und ein paar andere, kleinere Sachen.

 

Viele Wege führen zu dem sauberen 25 Meter Becken. Dahinter ein Nichtschwimmer Becken mit Rutsche. Es gibt außerdem ein Planschbecken aus Edelstahl. 

 


Frische 19 Grad hat das Wasser und trotzdem waren offensichtlich die jenigen gekommen, die immer da sind.

Ich konnte nicht lange schwimmen aufgrund einer Verletzung am Finger, aber bei 1,2 oder mehr Kilometer Bahnen ziehen, wird einem schon warm. Behaupte ich mal. Besser wäre, wenn die Berliner Bäder Betriebe die "Kunden wollen warmes Wasser" Maxime in Freibädern zumindest mit 22 Grad erfüllen würden.

Das Bad verfügt außerdem über einen Spielplatz, ein Trampolin für 1,50 Euro und tolle Liegeplätze. Die habe ich nicht fotografiert, weil sich mittlerweile ein paar Kunden im Bad befanden.

Der Hammer aber waren, wie fast überall, die Mitarbeiter. Ich habe zwei von ihnen angesprochen, weil ich wissen wollte, wie viele Leute in das Bad passen, bei schönem Wetter und wann das Bad eröffnet wurde.

Das Bad fasst etwa 2000 Leute, aber es gab auch schon Besucher Rekorde mit 5000 Kunden am Tag.

Die Bademeister wissen alles über 'ihr' Bad und waren so freundlich, dass es mich wieder traurig macht, dass das in den Medien nicht viel mehr heraus gestellt wird seitens der Verwaltung. Ohne solche Bademeister ist ein Freibad nur eine Wasserfläche mit Imbiss.

Warum gibt es eigentlich nicht in jedem Bad des "Größten Bäder Betrieb Europas" eine Bilder Ausstellung über den Bau, die Eröffnung von Bädern? Das nennt man Unternehmenskultur. Diese geht den Berliner Bäder Betrieben leider völlig ab.

 

Ich hatte dann kurz Gelegenheit, mit zu bekommen, wie nett die Bademeister auch mit den kleinen Kunden umgehen.

 

Fazit: Ein  Schmuckstück unter den Bädern in Berlin. Klein, aber mit allem was man als Schwimmer braucht. Für mich persönlich ist allein die schöne Anlage den Besuch wert.

Wer 32 Grad will, geht ins Sternebad für 7,50 Euro. Hier schwimmen die Kunden, die Kleinen toben und das bei 19 Grad Wasser Temperatur.

Herr Oloew hatte neulich die Freibad Preise gerechtfertigt damit, dass unsere Berliner Freibäder geheizt werden.

Dann sag ich mal: senkt den Preis in den ungeheizten Bädern und sie werden noch mehr Zulauf bekommen. 3,50 Euro als Haupttarif und 2,80 Euro ermäßigt.

 

 

 

Das Bad ist sehr gut erreichbar mit der Straßenbahn. Ich bin von Tempelhof mit dem Bus, dann mit zwei S Bahnen und ab S Bahnhof Schöneweide mit der Tram 17 gefahren. Eine Haltestelle ist quasi vor der Tür zum Park, eine andere kurz vor der Hochbahn. Vom Eingang des Parks sind es etwa 3 Minuten zu Fuß. Durch eine wunderschöne Parkanlage. Schilder der Berliner Bäder Betriebe sind teilweise kaum zu sehen. Ein größeres, das von der Strasse auf das Freibad weist. Einige kleinere, die man aber quasi suchen muss.

Allerdings auch hier wieder: der Bezirk hat das Bad auf einer Karte des Parks verzeichnet. 


Erkennt das noch jemand? So sah das Bad früher einmal aus.

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Wolle (Sonntag, 18 Juni 2017 05:49)

    Schöne Beschreibung des Bades. Wurde von den Schöneweidern übrigens auch Russenbad genannt, da sich daneben bis zur Wende eine große Kaserne und Wohnblöcke der russischen Streitkräfte befand. Föhne wurden übrigens inzwischen in den Umkleiden angebaut. Jeweils 2 in der Damen und Herren Umkleide. Danke für den Hinweis.