Das Sommerbad Pankow

Das Sommerbad Pankow

 

wurde erbaut unter Mithilfe vieler Hunderter ehrenamtlicher Helfer von März 1958 bis zur Eröffnung 1960.

 

 

Mit einem  nicht sehr einladend wirkenden, lieblos hingestellten Kassenhäuschen vermutet man gar nicht, wie riesig die Fläche des Sommerbads dahinter wirklich ist.

 

Erst am Eingang an der Wolfshagener Straße

 

findet man den ersten Hinweis, dass sich den Weg entlang ein Freibad befindet.

 

Ich bin beim fotografieren gleich mehrfach angesprochen worde. Eine Dame mit drei kleinen Kindern fragte mich, für wen die Fotos sind. Nachdem ich ihr sagte, dass ich einen kleinen Blog mache, wollte sie unbedingt, dass ich die Terassen im Bad erwähne. "Da müsste endlich was passieren". Ich war Ewigkeiten nicht mehr in Pankow und wußte nicht gleich, was sie meinte. 

Dann kam ein Herr auf mich zu und regte sich sehr auf über die Ignoranz seitens der Berliner Bäder Betriebe. Auch ihm ging es um die Terassen. Er korrespondiert rege und auf Anfrage, wann und ob diese Terassen mal gepflegt würden, wurde ihm

mitgeteilt, dass die Kosten 550.000 Euro betragen würden. Der Herr war sehr wütend darüber und erklärte mir, er sei selber vom Fach und seiner Einschätzung nach würde es ca 50.000 Euro kosten das Unkraut zu entfernen. 

Ich kann den Ärger der Leute sehr gut verstehen. Es sieht wirklich schlimm aus und macht den gesamten Eindruck vom Bad negativer als es doch eigentlich sein müßte.


Die sind doch nicht teuer. Im Sommerbad Mariendorf wurden welche neu aufgestellt. Die sind zwar auch nicht direkt aus der Fabrik, aber ansehnlich.

 

Dadurch, dass heute die Prominenz vor Ort war,  zur Eröffnung des Kunden Dialog hier lesen

war der Zaun verschoben und man konnte seitlich entweder Richtung Schwimmbecken oder hoch zu den Umkleiden gehen. Die befinden sich oberhalb der erwähnten Terassen.

Vorn die Herren, hinten die Damen.

Man kann aber auch hinter dem Imbiss nach links gehen und die Umkleiden von hinten betreten. Es ist so ausgeschildert.

 

Leute, was ist das? In allen Eimern der Toiletten Kabinen noch der Müll von Tagen. Teilweise Windeln und andere nicht wohl riechende Dinge.

Oder waren schon hunderte Gäste um etwa 10.30 Uhr im Bad gewesen?

Spinde, die nur mit Schloß zu verschließen sind, das man entweder selber mitbringt oder? Einen Hinweis auf der Bad Unterseite auf der Homepage der Berliner Bäder Betriebe findet man nicht.

Schön finde ich die nach hinten offene Struktur der Räumlichkeiten. Das war es aber auch schon. Die Duschen waren ok. Alle funktionierten mit Temperaturregler und waren warm genug. Es gibt weder Haken noch Ablagen für Handtücher oder Kleidung im Duschraum. Der Boden war nicht ok. Es war der erste Boden, auf dem das Fußtuch richtig schmutzig wurde seit der Sommertour durch die Freibäder dieses Jahr.

 

Sauber waren die Handwaschbecken im Toilettenraum. Föhne gibt es gar nicht oder ich habe sie nicht gefunden.

 

 

Der Blick von oben auf wundervolle 50 Meter Wasser entschädigt dann aber.

Edelstahl und super sauber. Immer wenn die Sonne dann doch schien, glitzerte das schön.

 

Ich bin nicht lange geschwommen, aber das lag nicht an dem nur 20 Grad frischen Wasser, sondern einfach daran, dass ich bereits eine Stunde Anfahrt und die Veranstaltung mit leerem Magen hinter mir hatte.

 

Anders als zum Beispiel an anderen mir bekannten Sommerbädern, waren überall am betonierten Beckenrand Schilder, dass dieser keine Liegewiese ist. Bänke waren dort auch keine.

 

Das Bad hat außerdem ein Nichtschwimmerbecken, ein Erlebnisbecken und tolle Rutschen. 7,5 und 5 Meter Sprungtürme mit entsprechendem Sprungbecken. Herr Henkel, Senator für Sport erzählte heute, dass er sich gewundert hatte. Als kleiner Junge kannte er den 10 Meter Turm und fragte sich, ob man als ERwachsener einfach nur eine andere Perspektive hat und Dinge nicht so waren, wie sie in Erinnerung sind. Tja. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Bäder Betriebe kein gutes Zeichen, wenn man nicht weiß, was bereits alles platt gemacht wurde in Berliner Bädern.

 

Das Freibad erreicht man gut zu Fuß von der S- und U Bahn Station Pankow. Ich bin etwa 10 Minuten gelaufen. Man kann aber auch mit der Straßenbahn, die Nummer 50 war es, glaub ich, nehmen und am Stiftsweg aussteigen.

 

Vom S - und U Bahnhof aus  biegt man in die Berliner Straße ein, rechts in die Breite Straße und am Amalienpark lang, ein Stück nach rechts in der Wolfshagener Straße. Vorbei an einem traurigen Anblick der ehemaligen Volksschwimmhalle Pankow.

 

Am 05.11.1959 berichtete die Zeitung Neues Deutschland über den Bau des Freibad Pankow. 

Die alte Karte findet man am Zaun, wo jetzt die Ausstellung auch zu sehen ist. Ist bekannt, dass am Freibad auch noch ein toller Erlebnispark entstehen sollte, mit Wellenbad?

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